Matthias Junghans vom Eschweger TSV zufrieden

Ironman in Frankfurt: Gebrauchter Tag für Eschweger Philipp Mock

Beim Radfahren lief für Philipp Mock in Frankfurt am Main alles in Ordnung. Mit seiner Leistung beim Schwimmen und beim Marathon ist der 33-Jährige allerdings nicht zufrieden.
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Beim Radfahren lief für Philipp Mock in Frankfurt am Main alles in Ordnung. Mit seiner Leistung beim Schwimmen und beim Marathon ist der 33-Jährige allerdings nicht zufrieden.

Am Sonntag fand bei hochsommerlichen Temperaturen der Ironman in Frankfurt am Main statt. Wir blicken auf die Leistungen der heimischen Sportler in der Königsdisziplin des Triathlons.

Frankfurt – „Das habe ich mir alles etwas anders vorgestellt, vor allem, weil es im Training richtig gut lief“, sagt ein enttäuschter Eschweger Triathlet Philipp Mock unmittelbar nach dem Ironman in Frankfurt am vergangenen Wochenende. Mit einer Zielzeit von 8 Stunden, 56 Minuten und 43 Sekunden belegte der 33-jährige Eschweger im Feld der Profis den 23. von 29 Plätzen.

„Beim Schwimmen kam mein Körper nicht mit der Kälteregulierung klar, im Wasser ging leider absolut gar nichts“, sagt Mock zu der bereits am frühen Morgen zurückzulegenden Strecke von 3,8 Kilometern im Langener Waldsee.

Die 180 Kilometer mit dem Rad liefen für Mock dann allerdings vergleichsweise gut: Mit dem Österreicher Max Hammerle bildete er zeitweise eine Zweiergruppe, die sich bei der Führungsarbeit abwechseln konnte.

Probleme mit dem Rücken und der Hüfte

„Als ich vom Rad abgestiegen bin, haben sich die Beine richtig gut angefühlt“, so Mock. Relativ schnell bekam er beim Marathon dann aber Probleme, Schmerzen strahlten vom Rücken und der Hüfte aus, zwangen den Athleten immer wieder zu Gehpausen: „Das wurde dann nicht mehr besser und wenn du dann merkst, dass du im Niemandsland des Wettkampfes bist, dann kommt auch irgendwann der Kopf ins Spiel.“

Dass bei einem Ironman wirklich alles passen muss, um nach den Sternen zu greifen, das weiß Mock durch seine langjährige Erfahrung: „Die guten Tage bei einem Triathlon sind weniger als die, bei denen absolut nichts zusammenläuft. Das ist immer noch Jammern auf hohem Niveau, aber wenn man mit anderen Zielen in Frankfurt startet, dann ist das schon frustrierend. Vielleicht muss der Körper das Leiden aber nach einer so langen Wettkampfpause auch erst wieder neu lernen.“

Philipp Mock: „Erstmal gut schlafen“

Längst nimmt der Eschweger aber nicht nur Negatives mit nach Nordhessen, schließlich liegt seine letzte Teilnahme an einem Ironman – Mexiko 2019 – nun schon fast zwei Jahre zurück: „Ich hatte wegen der Pandemie ein bisschen Bedenken, aber die Stimmung an der Strecke war wirklich gigantisch. Es gab zwar dieses Mal keine Stimmungsnester, aber die Leute standen dafür verteilt irgendwo in der Pampa am Wegesrand. Es war einfach toll, das mal wieder alles aufsaugen zu können.“

Und wie geht es sportlich nun weiter für Mock, der in den kommenden Tagen vor allem viel schlafen möchte? „In fünf Wochen findet in Klagenfurt in Österreich der nächste Ironman statt, das ist noch eine Option für mich.“

Junghans: „Mehr war an dem Tag nicht drin“

In der Amateuraltersklasse 30 bis 34 ging Matthias Junghans vom Eschweger TSV an den Start. Der Triathlet erreichte das Ziel nach 9 Stunden, 32 Minuten und 56 Sekunden, wurde 20. von 150 Startern in seiner Altersklasse und landete im Gesamtklassement auf Platz 83 von insgesamt 1031 Ironman-Teilnehmern.

Versuchte beim Marathon noch mal alles: Matthias Junghans vom ETSV.

„Ich bin schon zufrieden mit meiner Leistung, mehr war an dem Tag einfach nicht drin“, sagt Junghans.

Weil er während des Rennens mitbekommen habe, dass es für ihn noch um einen Kona-Slot, einen Startplatz beim berühmtesten Ironman der Welt auf Hawaii, ging, habe er beim Marathon ziemlich aggressiv losgelegt. „Mir war da schon bewusst, dass es in dem Tempo, in dem ich losgelaufen bin, es entweder gut geht oder nicht. Und dann musste ich etwas leiden“, so Junghans, der hinzufügt: „Aber es war so besser, als hätte ich es nicht probiert.“ (Maurice Morth)

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