Hallenfußball: SV Steinbach triumphiert erneut beim Turnier des TSV Ausbach - SVA belegt Rang drei

Die Gedanken der Nummer fünf

Eigentlich wollte er nur ein bisschen Fußball sehen. Steffen Glenz, junger Kicker des FSV Hohe Luft, paarte seine Intuition mit hellseherischen Fähigkeiten, als die entscheidende Phase des Hallenturniers beim TSV Ausbach bevorstand. Auf die Frage, wer gewinne im Halbfinalspiel zwischen dem SV Steinbach und dem SVA, antwortete er: „Ich glaube, Steinbach.“ Wenige Minuten später fügte er vor der Finalpaarung an: „Steinbach gewinnt 3:1.“ Fast richtig. Verbandsligist Steinbach wiederholte seinen Vorjahreserfolg an gleicher Stätte, diesmal hieß es 3:2 gegen den Überraschungs-Finalisten Dorndorf.

Platz drei ging an den SVA Bad Hersfeld. Im Stadtderby unterm Dach sprang im kleinen Finale ein 3:2 nach Neunmeterschießen gegen die SG Hessen/SpVgg heraus. Im Halbfinale hatte der SVA mit 2:4 gegen Steinbach den Kürzeren gezogen.

Domachowski im Tor

„Ärgerlich, dass wir gegen Steinbach nicht gewonnen haben. Wenn wir das 2:0 gemacht hätten, wären wir auch Turniersieger geworden“, meinte Roger Domachowski. Den jungen Christian Dick fuchste es selbst am meisten, als es ihm nicht gelang, den einschussbereiten David-André Hugo in einer „traumhaften“ Überzahl-Situation zu bedienen. Das 2:0 blieb aus; der Ex-Steinbacher Romeo Schäfer hatte den SVA in Führung gebracht.

Domachowski ging zwischen die Pfosten, da seinem Team die Keeper ausgegangen waren: Panthen fehlte verletzt, Wiegand krank, Bormann und Jordan ebenso; da Trainer Rickert im Skiurlaub weilte, coachte der Sportliche Leiter Helmut Jordan das Team. Verheißungsvoll sah es zu Beginn aus für die SG Hessen/SpVgg - ihr gelang es, den Tagesbesten Steinbach zu besiegen. „Wir konnten diese tolle Leistung aber nicht transportieren und sind dann verkrampft gewesen. Jeder Einzelne kann besser spielen“, bekannte Trainer Markus Heide. Der Gruppensieg sprang heraus, im Halbfinale aber war der SV Dorndorf zu stark.

Ex-Bundesliga-Kicker

Und der fand im Endspiel im SV Steinbach seinen Meister. Als Tobias Ernst, der einst für die A-Junioren der Bundesligisten Hamburger SV und Hannover 96 kickte, 27 Sekunden vor Spielende der Anschlusstreffer gelang im Finale, kam noch einmal so richtig Stimmung auf in der vollbesetzten Halle in Hohenroda. Das aber war zu spät für den Außenseiter. Der SV Steinbach zeigte seine Klasse, ließ Dorndorf, das bis dahin so begeistert hatte, nicht ins Spiel kommen - und führte durch Florian Münkel, Petr Paliatka und ein Eigentor schon 3:0.

Geburtstagsfeier

„Wir sind schwach ins Turnier gestartet“, sagte Coach „Kalle“ Müller, „haben uns aber von Spiel zu Spiel gesteigert - und hätten im Endspiel sieben oder acht zu null führen müssen, waren da aber zu nachlässig und verspielt. In der Halle geht das schnell“. Und noch eines hatten seine Spieler vor. Sie waren bei ihrem Mitspieler Sebastian Möller zu dessen 23. Geburtstag eingeladen.

Von Walter Kell

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