Fußball-Kreisoberliga im Blickpunkt: SG Aulatal siegt 2:0 gegen SV Heenes

Geduld zahlt sich eben aus

In dieser Szene ist Fatih Acikel vom SV Heenes eher am Ball als sein junger Gegenspieler der SG Aulatal. Stellvertretend für den Ausgang des Spiels war sie nicht: Aulatal setzte sich als das bessere Team mit 2:0 durch. Foto: Eyert

oberaula. Die Kicker der SG Aulatal freuen sich über einen gelungenen Saisonstart: Durch den gestrigen 2:0 (1:0)-Heimsieg gegen den SV Heenes schafften sie im dritten Spiel der noch jungen Runde der Kreisoberliga Nord ihren dritten Sieg. Der Gast musste indessen seine erste Niederlage hinnehmen.

Wie sich Geduld auch im Fußball auszahlt, spürte Aulatal zehn Minuten vor Spielende. Kapitän Daniel Weber, wegen seiner Präsenz, Kopfballstärke und strategischen Fähigkeiten bester Spieler auf dem Platz, verwandelte einen Foulelfmeter zum erlösenden 2:0. Es war der Verdienst nach getaner Arbeit: Der Gastgeber stellte das stärkere Team, das besser miteinander arbeitete, kämpferisch und läuferisch deutliche Vorteile besaß.

Nicht kaputt zu kriegen

Aulatal bot fußballerisch keine tolle Leistung, aber eine äußerst solide Mannschaftsleistung. Die SG war vor allem in der ersten Halbzeit wacher, handlungsschneller und roch Situationen. Zum Beispiel bei der Führung, als der quirlige und nicht kaputt zu kriegende Honstein davon profitierte, dass ein Heeneser Abwehrspieler ausrutschte.

Das Gästeteam, das die fehlenden Marcel Henning, Allendorf und Schneider schmerzlich vermisste, fand nie richtig zu sich und präsentierte sich deutlich unter Wert. Es erwischte einen schwachen Tag, operierte zu sehr mit langen Bällen und spielte zu schnell und hektisch in die Spitze. Die Abstände zwischen den Mannschaftsteilen waren zu groß.

Dennoch hätte es mehr erreichen können. Beim Stand von 0:1 vergaben Schmidt (63.) und Sekerci (76.), jeweils von Thomas Heyer in Szene gesetzt, den Ausgleich. Zudem strich ein Schmidt-Freistoß (44.) knapp vorbei.

In der Hängematte

Aulatal, das sich anfangs der zweiten Hälfte 20 Minuten in die Hängematte gelegt hatte, fing sich in der Endphase wieder. Am Sieg gab es keinen Zweifel; solide die Vierer-Abwehrkette ohne Schneider, stark die Mittelfeld-Außen Honstein und Zaborniak, umtriebig, aber glücklos Kibenko.

Beim Gast verdienten sich Zeller (gegen Kibenko) und Reuber (gegen Honstein) in ihren Eins-gegen-Eins-Duellen die besten Noten. Oft braucht es keinen tollen Fußball, um drei Punkte einzufahren – Arbeit genügt.

SG Aulatal: Orth - Rehbaum (55. Hahl), Muratidi, Schmalzel, Petersohn - Weber, Sacher - Honstein, Kibenko, Zaborniak - Jablocki

SV Heenes: Scholz - Hasbi Tosun - Kurtay - Caselitz, Zeller, Reuber - Bantle, Sekerci, Sahin, Schmidt - Acikel sowie Martin Heyer, Thomas Heyer

SR: Wollrath (TSV Meckbach), Z: 180

Tore: 1:0 Honstein (17.), 2:0 Weber (80., FE), Gelb-Rot: Jablocki (87.)

Von Walter Kell

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