Mittelfeldspieler Uwe Habedank trug von 1961 bis 1976 das Fußballtrikot des KSV Hessen

Gegen Atze und Grabi gewonnen

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Uwe Habedank mit Wulf Brosche (links) 1960 beim Lehrgang in Grünberg (Bild links), Ehrung von Otto Kastl, Klaus Weiland und Habedank 1971 durch Schlagersänger Gerhard Wendland (Bild Mitte), Habedank und Kastl 1973 im Einsatz.

Kassel. Die Kiste mit den Bildern steht griffbereit, „aber jeden Tag gucke ich da nicht hinein“, sagt Uwe Habedank. „Ich habe sie jetzt nur extra zum Stöbern hervor geholt.“

Nicht dass den früheren Mittelfeldspieler des KSV Hessen Kassel die Zeit von damals nicht mehr interessiert, aber die meisten Bilder sind im Kopf gespeichert, zusammen mit den Erinnerungen an die Spiele im Trikot der Löwen.

„Meine Kinder haben mir zum 50. Geburtstag eine große Collage mit Zeitungsausschnitten und Fotos aus meiner aktiven Zeit geschenkt“, sagt Habedank. „Da schaue ich schon öfter drauf, da muss ich die Kiste nicht extra herholen.“

Der KSV Hessen im Jahr 1962 mit (von links) Willy Kurrat, Uwe Habedank, Adolf Brehm, Hans-Adolf Schade, Helmut Zufall, Klaus Werner, Heinz Walter, Karl-Heinz Metzner, Pit Weygandt, Wilfried Schmidt, (vorn) Sigi Gude, Rainer Krug und Werner Haßenpflug.

Uwe Habedank hat in der Jugend angefangen beim KSV Hessen zu spielen. „Da habe ich dann damals erfolgreich um den Hessentitel gegen Jürgen Friedrich oder Jürgen Grabowski gespielt“, erinnert sich der 69-Jährige. „Atze“ kickte für die Eintracht, „Grabi“ für Biebrich. Diese Spiele waren für Habedank genauso wertvoll wie später die Pokalschlager gegen den FC Bayern München oder Werder Bremen und der süddeutsche Meistertitel 1964.

Oder später der Aufstieg 1976 mit der Spvgg. Olympia in die Hessenliga. „Da spielte ich Samstag mit dem KSV in der Hessenliga und war am Sonntag Olympia-Trainer in der Gruppenliga.“ Nach der Saison 1975/76 zog Habedank das Löwen-Trikot aus und das der Kleeblätter von der Leuschnerstraße an.

Und dann fällt Habedank als Höhepunkt noch das Spiel gegen Eintracht Frankfurt ein. Das fand am 31. Dezember 1966 vor 12 000 Zuschauern im Auestadion statt, es ging um die Qualifikation zur DFB-Pokal-Hauptrunde. 2:1 führte der Bundesligist zur Halbzeit, doch dann drehte der KSV die Partie noch zu einem 6:2-Sieg um, und das Auestadion stand Kopf.

Aber auch ein negatives Ereignis hat sich festgesetzt. Am 4. Mai 1974 trat der KSV Hessen beim Freiburger FC an. Nach einer fragwürdigen Elfmeterentscheidung von Schiedsrichter Quindeau, die zum 1:1 führte, mussten die Nordhessen in die Hessenliga. „Da mussten wir schon den einen oder anderen Spieler zurückhalten, damit er dem Schiri nicht an den Kragen ging“, erinnert sich Habedank.

Eine Auswahl aus Uwe Habedanks Bilderkiste finden Sie in unserem Regiowiki.

Von Peter Fritschler

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