Skisprung-Weltcup

Geiger siegt – Leyhe biegt rechts ab und fliegt in Engelberg nur auf Rang 27

Fand auf der Schanze in Engelberg noch nicht die Flugbahn, die Weite verspricht: Stephan Leyhe kam nur auf den 27. Platz .
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Fand auf der Schanze in Engelberg im Wettkampf nicht die Flugbahn, die Weite verspricht: Stephan Leyhe kam nur auf den 27. Platz .

Obwohl in Karl Geiger ein deutscher Skispringer beim ersten von zwei Weltcupspringen im Schweizer Engelberg auf dem obersten Podestplatz stand, muss man die Leistung der Mannschaft von Bundestrainer Stefan Horngacher eher als ungenügend bezeichnen. Niemand außer Geiger flog in die Top ten.

Engelberg – Der Willinger Stephan Leyhe hatte sich auch mehr ausgerechnet als nur Platz 27. Der gebürtige Schwalefelder kam auf Weiten von 130,5 und 126 Meter. Das reichte für 239,1 Punkte. Genauso viele Zähler oder besser gesagt, genauso wenig Punkte sammelte Markus Eisenbichler (Siegsdorf), der nach 129,5 und 124,5 Meter mit Leyhe auf Rang 27 abstürzte.

Leyhe, der in der Probe noch auf 133 Meter geflogen war, haderte vor allem mit seinem zweiten Sprung: „Ich bin rechts abgebogen, der Flug wurde dadurch unsymmetrisch, es fehlte mir die Höhe und der Speed“, sagte Leyhe dem ZDF. Er befinde sich momentan auf einer Gratwanderung zwischen Flügen in die Top 10 und dem Verpassen des zweiten Durchgangs. „Die Schanze spricht nicht mit mir“, ärgerte sich auch Eisenbichler über den für ihn verlorenen Tag.

Geiger feierte seinen zweiten Saisonsieg. Der 28 Jahre alte Skiflug-Weltmeister aus Oberstdorf setzte sich auf der Gross-Titlis-Schanze mit Sprüngen auf 137,0 und 140,0 m (287,4 Punkte) vor dem Japaner Ryoyu Kobayashi (286,6) durch. Dritter wurde der Slowene Timi Zajc (282,4).

Geiger mit Gelbem Trikot zur Vierschanzentournee

Mit seinem elften Karrieresieg baute Geiger, der im Dezember 2018 in Engelberg seinen ersten Weltcupsieg gefeiert hatte, die Führung im Gesamtweltcup aus und wird im Gelben Trikot zur Vierschanzentournee reisen. Mit 514 Punkten liegt die deutsche Nummer eins vor Kobayashi (396).

Zweitbester Deutscher war Constantin Schmid (Oberaudorf) als Zwölfter, nach dem ersten Durchgang hatte der 22-Jährige noch auf Platz acht gelegen. Die weiteren deutschen Springer blieben hinter ihren Möglichkeiten zurück. Pius Paschke (Kiefersfelden) belegte Platz 21.

Der zuletzt verbesserte, aber noch nicht konstante Olympiasieger Andreas Wellinger (Ruhpolding) verpasste nach einem missglückten Sprung auf 116 Meter als 43. sogar das Finale der besten 30 klar.

Am morgigen Sonntag (16 Uhr) steht in Engelberg ein weiteres Einzelspringen an, die Vierschanzentournee beginnt am 28. Dezember mit der Qualifikation in Oberstdorf.  (sid/rsm/be)

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