Kreisfußballwart hat Stimmen der Vereine eingeholt

Fußball: Geteilte Meinungen im Kreis zur Annullierung der Saison

Fußballschuhe und Stutzen hängen am Zaun eines geschlossenen Sportplatzes: Auch in Hessen deutet Vieles daraufhin, dass die Saison 2020/2021 nicht mehr zu Ende gespielt wird.
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Fußballschuhe und Stutzen hängen am Zaun eines geschlossenen Sportplatzes: Auch in Hessen deutet Vieles daraufhin, dass die Saison 2020/2021 nicht mehr zu Ende gespielt wird.

Am 27. März will der Hessische Fußball-Verband in seiner Vorstandssitzung entscheiden, ob der Spielbetrieb noch einmal aufgenommen werden kann. Die Tendenzen gehen aber klar zu einer Annullierung der Saison 2020/2021.

Hersfeld-Rotenburg – Eine Videokonferenz mit allen Vereinen sollte am Montagabend im Fußballkreis Hersfeld-Rotenburg stattfinden. Diese fiel aber aus, weil Kreisfußballwart Rainer Schmidt bis zum 11. März bereits ein Meinungsbild der Klubs eingeholt hatte, wie es mit der wegen Corona unterbrochenen Saison weitergehen solle.

Das Ergebnis war dabei aber weitaus weniger deutlich, als zum Beispiel in den Kreisen Fulda, Lauterbach-Hünfeld und Schlüchtern (siehe kleine Artikel). Dort hatten sich nahezu alle Vereinsvertreter für eine Annullierung ausgesprochen. Der Fußballkreis Gießen war bereits vorgeprescht und hatte seinerseits eine Annullierung gefordert. Hessenweit wird seitens des Verbandes eine einheitliche Lösung für Senioren, Frauen und Junioren angestrebt.

39 Vereine befinden sich im Kreis Hersfeld-Rotenburg im Spielbetrieb – von 35 hat Rainer Schmidt ein Feedback bekommen. 16 Klubs sprachen sich für eine Annullierung aus, 13 waren dafür, die Vorrunde zu Ende zu spielen. Fünf Vereine überraschten mit der Antwort, es sei ihnen egal, sofern so schnell wie möglich wieder Fußball gespielt werden könne. Entweder in den nächsten Wochen oder aber frühzeitig zu Beginn der kommenden Saison.

Kreisfußballwart Rainer Schmidt.

„Das Ergebnis unserer Umfrage hat mich schon ein bisschen überrascht“, gibt Schmidt, der in Friedewald lebt, zu. Und bezieht dann klar Stellung: „Für mich ist eine Annullierung die einzig richtige Lösung.“ Aufgrund der derzeitig explodierenden Inzidenz-Zahlen könne er sich nicht vorstellen, dass in einem Mannschaftssport wie Fußball in den nächsten Wochen wieder ins herkömmliche Training eingestiegen werden könne. Und somit würde die Zeit nicht ausreichen, um sich auf den Rest der Vorrunde vorzubereiten, da mindestens drei Wochen Vorlaufzeit seitens des HFV angedacht seien.

Diese Zeit betrachtet Schmidt ohnehin als sehr knapp bemessen. „Man muss sich ja mal überlegen, dass wir Ende Oktober zum letzten Mal gespielt haben“, gibt er zu bedenken. Ohne Schwarz malen zu wollen, stellt Schmidt sogar in Frage, ob Anfang Juni wieder ins Training eingestiegen werden könne, um einen möglichst frühen Saisonbeginn im Juli zu gewährleisten.

„Meine erste Saison als Kreisfußballwart hatte ich mir eigentlich auch anders vorgestellt“, sagt Rainer Schmidt wenig begeistert.

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