1. Startseite
  2. Sport
  3. Regionalsport

Drei Geschichten der Darts-WM: Gigant Clemens, Champion van Gerwen

Erstellt:

Von: Maximilian Bülau

Kommentare

Martin Schindler (vorn) und Gabriel Clemens.
Beide noch im Einsatz: die deutschen Darts-Profis Martin Schindler (vorn) und Gabriel Clemens. © Uwe Anspach/dpa

Die Millionen-Marke wurde erstmals geknackt: Eine Million Zuschauer sahen live im TV bei Sport 1 zu, als der beste deutsche Darts-Profi am Mittwochabend sein erstes WM-Match bestritt.

Das kann sich sehen lassen – ebenso wie die Leistung des „German Giant“. Drei Geschichten aus dem Londoner Alexandra Palace, wo die Weltmeisterschaft jedes Jahr stattfindet.

Wie ein Gigant

Es werden stressige Tage für Gabriel Clemens. Mittwochabend siegte der 39-Jährige in seinem Auftaktmatch bei der WM souverän gegen den Iren William O’Connor. Gestern ging es für ihn dann mit dem Flieger in die Heimat, ins Saarland. Bereits am zweiten Weihnachtsfeiertag hebt aber der Flieger ab, der ihn zurück nach London bringen wird. Trotz allem sei es für Clemens das schönste Weihnachtsfest seit Beginn der Pandemie, gab er in einem Interview zu Protokoll.

Klar, den Stress hat er sich ja auch selbst gemacht. Durch den nie gefährdeten 3:0 (3:2, 3:2, 3:0)-Erfolg gegen O’Connor – Clemens spielte einen Average von 95,64 Punkten und hatte am Ende eine starke Doppelquote von 39,1 Prozent – wird der Deutsche am 27. Dezember in der dritten Runde wieder auf der Bühne des Alexandra Palace stehen. Sein Gegner stand bei Andruck dieser Ausgabe noch nicht fest. Entweder tritt er gegen den Weltranglisten-Achten James Wade aus England oder gegen Jim Williams aus Wales an, die Nummer 77 der Welt. Clemens selbst liegt auf Rang 25.

Egal, wer es wird: Die deutschen Fans hoffen dann natürlich wieder auf Höhepunkte des „German Giant“, des deutschen Giganten. Der trat gegen O’Connor wirklich wie ein Gigant auf. Absolut sehenswert: ein 132er-Finish. Clemens spielte es über zweimal Bullseye und die Doppel-16. So machen es nur Profis mit Selbstvertrauen.

Wie jedes Jahr?

Ein Match bei der WM gewonnen hat Martin Schindler noch nie. Dass sich das heute Abend ändert, wäre aber keine Überraschung. Der 26 Jahre alte Strausberger tritt nämlich in der um 20 Uhr beginnenden Session (Sport 1 und Dazn) gegen den Engländer Martin Lukeman an. Und der steht in der Weltrangliste immerhin zwölf Plätze hinter Schindler, auf Rang 41, der Deutsche ist 29. Bislang hat der Schindler, Spitzname „The Wall“, rund 151 000 Euro im Jahr 2022 eingespielt. Er ist einer der wenigen deutschen Vollprofis auf der Darts-Tour.

Wie ein Champion

Nur ein Leg gab der Niederländer Michael van Gerwen in seinem Auftaktmatch gegen Lewis Williams aus Wales ab, feierte so einen nie gefährdeten 3:0-Erfolg. Der 33-Jährige spielte dabei einen beeindruckenden Average von 101,84 Punkten. (Maximilian Bülau)

Auch interessant

Kommentare