Fußball-Oberliga: Eintracht Northeim 2:3 gegen Arminia Hannover / Gelb-Rot für Kröll

Glücklos im Elfer-Festival

Zu spät gekommen: Northeims Mehdi Mohebieh (l.) kann den Schuss von Arminias Jens Jansen (r.) nicht mehr verhindern. Foto: osx

Northeim. Das war ganz bitter! Eintracht Northeim hat das vorweggenommene „Abstiegs-Endspiel“ in der Fußball-Oberliga Niedersachsen gegen Arminia Hannover mit 2:3 (2:1) verloren. Bei aller Neutralität, die sich gebietet - doch die Leistung des nordhessischen Schiedsrichters Borschel war dabei „unter aller Kanone“. Was letztlich jedoch zweitrangig ist, denn die Eintrachtler hätten sicher nicht auf das Karten- und Elfmeter-Festival hereinfallen dürfen.

„Eine ganz schwache Vorstellung“, ereiferte sich selbst der sonst besonnen bleibende Northeimer Coach Lutz Lillig nach der Partie, in der die Eintrachtler mindestens ein Unentschieden verdient gehabt hätten. „Solch ein Fehl-Maß hab´ ich noch nicht gesehen.“ Lillig spielte damit auch auf die gelben Karten an, die Kevin Eckert und Hamoudi Alawie sich schon nach drei Minuten abgeholt hatten. Zwei weitere Karten wegen „Verbal-Fouls“ folgten noch.

Zwei Doppelschläge

Dabei ist den glücklosen Eintrachtlern der Vorwurf nicht zu ersparen, dass sie erstens einfach den Mund hätten halten und sich zweitens auf die kleinliche Spielleitung hätten einstellen müssen. Ganz dumm war zudem der Platzverweis von Alex Kröll, der als einziger vorher Gelb wegen Foulspiels erhalten hatte. Das zweite Foul an der Mittellinie musste nicht sein. Damit erwies Kröll seinem Team einen Bärendienst.

Vor der Pause zeigte Northeim ein ansehnliches Match, antwortete auf den Rückstand mit einem Doppelschlag durch Eckerts sicher verwandelten Strafstoß und Podolczaks Abstauber-Tor. Einen guten Eindruck machte vor allem Patrick Sieghan auf der rechten Seite und auch Sebastian Gehrke in der Innenverteidigung. Podolczak, der etwas hüftsteif wirkte, blieb nach der Pause in der Kabine. „Er spürte ein Ziehen im Knie“, erklärte Lillig später. Der für ihn gekommene Adrian Koch wirbelte zwar vorne, doch effektiv agierte er nicht.

In nur 180 Sekunden drehte sich die von Eintracht-Seite kämpferisch aufopferungsvoll geführte Begegnung dann zum zweiten Mal. Hannovers erster Elfmeter war dabei ein glatter Witz. Zydek machte den „Taucher“, streckte sich geschickt hin. „Ich hab´ ihn wirklich nicht berührt“, meinte Eintracht-Torwart Lars-Oliver Eggers, der trotz Adduktorenprobleme spielte, hinterher. So sah´s auch von draußen aus - eine reine Konzessions-Entscheidung. Der zweite Strafstoß war dagegen vertretbar. Dass ausgerechnet der Ex-Northeimer Garip Capin jeweils verwandelte, war die besondere Pointe des Partie. Zu lachen hat Eintracht jetzt aber nichts: Schon jetzt hat der Abstiegskampf begonnen...

Von Helmut Anschütz

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