Gewichtheber Figge, Herrmann und Barth bei Masters-Olympia und WM in Turin erfolgreich

Gold und Bronze aus der Hitze

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Unverwüstlich: Erich Figge vom OSC Vellmar holte sich Gold in der Altersklasse Ü 70 über 105 kg Körpergewicht.

Turin/Kassel. Für drei nordhessische Gewichtheber-Routiniers war Turin eine Reise wert.

Denn von den ersten Olympischen Spielen der Masters - Sportler von 35 bis 100 Jahren - und Weltmeisterschaften kehrten Erich Figge und Heinrich Barth vom OSC Vellmar sowie Marco Herrmann vom SAV Kassel nach intensivem Training mit Thorsten Richter mit einem Titel, einer Bronzemedaille und einem fünften Platz heim.

In Italien bewies das Trio neben sportlichen auch kämpferische Qualitäten. „Das war ein mörderischer Wettkampf. Bei Temperaturen von mehr als 40 Grad war es so heiß, dass sogar die Feuerwehr anrücken musste, um die Bitumenbahnen auf dem Hallendach zu kühlen, die sich verflüssigten“, berichtet Figge.

Der Älteste im Nordhessen-Trio startete in der Altersklasse 8 (über 70 Jahre) und war der erfolgreichste. In der Gewichtsklasse über 105 kg holte er sich Gold und den WM-Titel. Figge zeigte sechs gültige Versuche, brachte im Reißen 67 kg und im Stoßen 86 kg zur Hochstrecke und kassierte schließlich für die Zweikampf-Last von 153 kg insgesamt 319,08 Relativpunkte.

„Jungspund“ Marco Herrmann vom SAV Kassel freute sich über die Bronzemedaille im 94-kg-Limit der Altersklasse AK 1 (über 35 Jahre). Das Aushängeschild der KG Nordhessen bewältigte im Reißen 115 kg und im Stoßen 144 kg. Bei fünf gültigen Versuchen kam er auf eine Zweikampfleistung von 259 kg und somit 340,99 Relativpunkte.

Heinrich Barth kam auf den fünften Platz. Er startete in der Altersklasse AK 5 bis 55 Jahre und in der Gewichtsklasse bis 105 kg. Im Reißen brachte er 84 kg und im Stoßen 106 kg zur Hochstrecke. Bei vier gültigen Versuchen kam der Vellmarer auf eine Zweikampfleistung von 190 kg und erreichte 282,18 Punkte.

Figge und Barth wurden zudem mit großem Erfolg bei der WM auch als Kampfrichter eingesetzt, was normalerweise nicht üblich ist. (red)

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