HNA-Serie: Die Kasselerin Clarissa von Stosch ist Deutsche Jugend-Vizemeisterin und strebt nach mehr

Mit Yoga bis an die Golf-Spitze

Voll im Schwung: Seit sechs Jahren spielt die frühere Tennis-Spielerin Clarissa von Stosch nun Golf. Auf dem Bild ist die Kasseler Schülerin beim Golfclub Aschaffenburg zu sehen. Foto: Privat/nh

Kassel. Nach sieben Jahren Tennis musste für Clarissa von Stosch etwas Neues her. Die Gegnerinnen wiederholten sich, sportliche Fortschritte blieben hinter den Erwartungen zurück. Außerdem gab es seit einiger Zeit eine neue Leidenschaft. Im Golf feierte die 17-Jährige aus Kassel im letzten Jahr ihren bisher größten Erfolg, der zweite Platz bei den Deutschen Jugend-Meisterschaften soll jedoch nicht das Ende der Fahnenstange sein. Wir sprachen mit Clarissa von Stosch über Power-Yoga, ihren Lieblingsgolfplatz und Zukunftspläne.

„Beim Golfen spiele ich in erster Linie gegen mich selbst, das finde ich reizvoller. Und mit den Erfahrungen im Tennis habe ich auch schnell einen guten Golfschwung entwickelt, das ist natürlich die Basis“, erzählt sie von den ersten Gehversuchen. Seitdem Clarissa erste Erfolge auf Hessen-Ebene erzielte, liegt der Fokus voll auf den Schwingeisen. „Von April bis September bin ich jeden Tag auf dem Platz. Unter der Woche Training, am Wochenende Turniere in ganz Deutschland“, berichtet sie vom straffen Programm. Neben der Schule und Freund Moritz bleibt nicht mehr viel Zeit für Anderes: „Ab Oktober haben mich dann aber auch meine Freunde wieder“, meint sie lachend.

Um der Dauerbelastung standzuhalten, verfolgt die Schülerin ein abwechslungsreiches Programm: Neben dem regulären Golftraining gibt es Yoga- und Kraftsporteinheiten. „Yoga fördert die Beweglichkeit und stärkt die Psysche. Die vielen Haltepositionen sind aber auch sehr anstrengend, was der Stabilität zu Gute kommt“, fachsimpelt sie über ihren Trainingsplan. Mit Langhanteln werden zusätzlich die Muskeln in Armen, Rumpf und Beinen gestärkt.

Als ambitionierte Golfspielerin kommt Clarissa viel herum. Die wohl entferntesten Plätze waren in Portugal und der Türkei. Um den schönsten Ort zu nennen, braucht sie allerdings keinen Augenblick: „Der Platz in Wilhelmshöhe ist für mich immer noch der Beste. Viele sagen, dass er schwer zu bespielen ist, genau das liebe ich daran. Viele kleine Hügel und eine gewisse Enge, so muss für mich ein Golfplatz sein“, schwärmt die amtierende Deutsche Jugend-Vizemeisterin.

Dauertraining auf einem schweren Platz – beste Bedingungen also, um auch in Zukunft erfolgreich zu sein. Im letzten Jahr im Jugendbereich möchte sie noch einmal ganz oben angreifen: „Die Deutschen Meisterschaften sind sicherlich am Ende der Höhepunkt, während der Saison ist aber auch noch Luft nach oben“, sagt sie ehrgeizig. 2017 steht zunächst das Abitur an der Jacob-Grimm-Schule an, Pläne für danach gibt es noch keine. Am Liebsten würde sie Medizin studieren. Wie und wo es dann mit dem Golf weitergehen soll und kann, ist offen. Der Grundstein für eine titelreiche Golf-Laufbahn wurde jedenfalls gelegt.

Von Gregory Dauber

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