Publikumsliebling Nieberg gut als Fünfter

Gredleys großes Glück beim Großen Preis von Spangenberg 

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Ein starker Glückspilz: Tim Gredley aus Großbritannien gewann auf Unex Omega Star in 41,61 Sekunden den Großen Preis von Spangenberg. Foto: Kasiewicz

Spangenberg. Er war sportlich nicht dafür qualifiziert - und dennoch hat Tim Gredley den Großen Preis von Spangenberg gewonnen. „Man muss auch mal Glück haben“, sagte der 28-Jährige Brite diebisch grinsend, nachdem er sich den Sieg im Stechen vor 7000 Zuschauern gesichert hatte.

Ob er Marten Witt (RV Frisia Friedrichskoog) an den 20 000 Euro Preisgeld teilhaben lässt, ist nicht überliefert. Verdient hätte es der Schleswig-Holsteiner allemal. Denn Witt war bei der zweiten Qualifikation zum Höhepunkt des Drei-Sterne-CSI 15. geworden und damit deutlich vor dem Briten geblieben, der in Addition beider Ausscheidungsprüfungen nur 51. war - und damit das Finale der besten 50 verpasst hätte. Doch weil Witt zurückzog, konnte Gredley starten.

„Das ist der größte Erfolg, seitdem ich 2012 wieder angefangen habe zu reiten“, freute sich der Junioren-Mannschaftsweltmeister von 2004, der seine Karriere im August 2010 beendet hatte und anschließend eigentlich in der Firma seines Vaters als Unternehmer tätig sein wollte.

Bei seiner Premiere in Spangenberg siegte der Brite im Stechen nach einem fehlerfreien Husarenritt in 41,61 Sekunden auf Unex Omega Star, einem zwölfjährigen Irischen Sportpferd. Um fünf Hundertstel geschlagen geben musste sich Jan Vincker auf Emile de Diamant. Der Belgier hatte am Vortag noch zusammen mit Marco Kutscher (ZRFV Riesenbeck) die zweite Qualifikation für sich entscheiden können.

Unter zwölf Teilnehmern am Stechen sicherte sich die Australierin Amy Graham den dritten Platz auf Bella Baloubet (43,24) denkbar knapp vor Jan Sprehe (RuFG Falkenberg) auf Savoy (43,41) und Publikumsliebling Lars Nieberg (RV St. Hubertus Wolbeck) auf Galippo (43,58). „Die ersten beiden waren in einer anderen Liga. Das letzte Risiko bin ich nicht gegangen“, sagte der 49-Jährige, der hochzufrieden mit seinem Abschneiden war. Und übrigens seit seinem Umzug vor einem Jahr ins Münsterland gefühlt noch Hesse ist - denn auf dem Nummernschild seines Transporters steht weiterhin VB für Vogelsbergkreis.

Mario Stevens (RuFV Lastrup) musste sich nach einem Abwurf auf Daily Sun mit dem 24. Platz begnügen. „Der Parcours war schwierig“, sagte der entthronte Titelverteidiger. Es bleibt dabei, dass noch nie ein Springreiter den nordhessischen Klassiker zweimal in Folge gewinnen konnte.

Jubiläum ist gesichert

Auch 2015 wird es auf vergleichbar hohem Niveau ein Drei-Sterne-CSI und damit die 25. Auflage des Turniers mit Herz geben. Für das ehrenamtliche Team um Turnierleiter Thomas Pfanzelt sicherte CDU-Politiker Mark Weinmeister als Abgeordneter der hessischen Landesregierung 15.000 Euro Unterstützung zu und lobte die Veranstaltung für „ihre Strahlkraft über die Landesgrenzen hinaus“.

Von Sebastian Schmidt

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