Hohe Erwartungen

Große Vorfreude im Werra-Meißner-Kreis vor erstem EM-Spiel der DFB-Elf

Die Vorfreude steigt: Heute startet die deutsche Fußballnationalmannschaft in die Europameisterschaft – und zahlreiche Fans, wie auf unserem Symbolbild zu sehen, freuen sich drauf.
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Die Vorfreude steigt: Heute startet die deutsche Fußballnationalmannschaft in die Europameisterschaft – und zahlreiche Fans, wie auf unserem Symbolbild zu sehen, freuen sich drauf.

Fans der deutschen Fußballnationalmannschaft fiebern dem heutigen Tag schon seit Wochen entgegen. Denn: Um 21 Uhr trifft die DFB-Elf auf den Weltmeister von 2018, Frankreich.

Eschwege – Damit greift „Die Mannschaft“ offiziell in das Geschehen der vergangenen Freitag gestarteten Fußball-Europameisterschaft ein.

Wir haben uns bei Fußball-Funktionären aus dem Werra-Meißner-Kreis umgehört und wollten wissen, wie groß die Vorfreude auf das Turnier ist. Und natürlich, welche Chancen sie der Nationalmannschaft im Spiel gegen die Franzosen einräumen.

Bei Henrik Stöber, Vorsitzendem des TSV Waldkappel, sind die Gefühle noch ziemlich gemischt: „Meine Vorfreude ist eigentlich gleich null. Es fesselt einen im Moment einfach nicht“, gesteht er. Damit meint Stöber vor allem das aktuelle Fußball-Geschehen mit dem Coronavirus, worunter die Stadionatmosphäre leidet.

„Ich hoffe, dass es im Laufe des Turniers besser wird, wenn die Nationalmannschaft die Gruppe übersteht und etwas Flair reinkommt“, fügt Stöber hinzu. Trotzdem bleibt er dabei: „Corona und Fußball, das passt im Moment alles nicht so. Aber die Spiele der Deutschen werde ich mir natürlich trotzdem angucken.“

Bei Rafal Klajnszmit, Trainer von Fußball-Gruppenligist SV Reichensachsen, ist die Vorfreude deutlich größer: „Nach der langen Coronazeit im Fußball freue ich mich auf das Event. Und darauf, dass es endlich mal wieder einige Zuschauer im Stadion zu sehen gibt.“ Außerdem rechnet er damit, dass Deutschland im Kampf um den Turniersieg vorne mit dabei ist: „Das erste Gruppenspiel klingt für mich wie ein kleines Finalspiel, Deutschland gehört neben Frankreich zu meinen Favoriten auf den EM-Titel. Ich glaube daher, dass Deutschland die EM gegen Frankreich beginnt und gegen denselben Gegner das Turnier im Finale beendet.“

Harald Zaremba, Abteilungsleiter in Reichensachsen, ist da nicht ganz so optimistisch wie sein Trainer: „Ich hoffe, dass die deutsche Mannschaft ihrem Ruf als Turniermannschaft gerecht wird und die Vorrunde übersteht. Zum Turnierstart wäre ein Sieg oder ein Remis gegen Frankreich ein toller Auftakt“, sagt er.

Ein solches Ergebnis würde die Stimmung in der Mannschaft und in Deutschland anheben. Nach einer erfolgreichen Gruppenphase sei dann ab dem Achtelfinale „vieles möglich“. Und natürlich ist auch bei Zaremba die Vorfreude groß: „Die Freude auf die Europameisterschaft ist definitiv da. Vor allem deshalb, weil wieder Zuschauer dabei sind.“

Holger Franke, Kreisfußballwart im Werra-Meißner-Kreis, schlägt in dieselbe Kerbe. „Auch wenn die EM nicht wie gewohnt stattfinden kann, die Vorfreude ist riesig. Wir haben Sommer, Sonne, gute Laune. Das sind schon mal die besten Voraussetzungen für ein großes Fußballfest.“

Aus sportlicher Sicht erwartet Franke eine schwierige Aufgabe für das DFB-Team: „Die Herausforderung ist enorm, allerdings kann es auch eine große Chance sein, gegen den amtierenden Weltmeister starten zu müssen.“ Ob es ähnlich wie im Jahr 2014, als „Die Mannschaft“ selbst Weltmeister wurde, für ein neues „Sommermärchen“ reicht, bleibe laut dem Kreisfußballwart abzuwarten.

Hardi Weckwert ist Jugendtrainer in Reichensachsen – und die Freude auf das Deutschland-Spiel hat am Wochenende einen herben Dämpfer hinnehmen müssen. „Die Vorfreude ist durch die Vorkommnisse der Dänemark-Partie stark gedämpft worden“, sagt er.

Zur Erinnerung: Bei der Partie Dänemark gegen Finnland am Samstag kollabierte Dänemarks Christian Eriksen auf dem Platz, sein Gesundheitszustand war kritisch. Mittlerweile geht es dem 29-Jährigen besser, allerdings steckt der Vorfall noch in vielen Köpfen.

„Sportlich ist es für die Löw--Elf aber gut, gleich gegen Frankreich an die Leistungsgrenze gehen zu müssen. Ich traue den Deutschen ein 1:1 zu“, fügt Weckwert dann noch hinzu. (Kevin Hildebrand)

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