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Star in Zahlen: Markus Gaugisch, Handball-Bundestrainer und Gymnasiallehrer

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Von: Björn Mahr

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Ein Bild aus seiner aktiven Zeit: Markus Gaugisch (Mitte, hier gegen die Melsunger Andrii Doktorovych und Markus Pregler). © Imago/Pressefoto Baumann

Markus Gaugisch ist nun für die deutsche Handball-Nationalmannschaft der Frauen zuständig. Er ist deshalb unser Star in Zahlen.

Kassel – Heute wird Markus Gaugisch 48 Jahre alt. Markus, wer? Genau, Markus Gaugisch. Er ist seit einer knappen Woche neuer Handball-Bundestrainer der Frauen – und damit Nachfolger von Henk Groener, der seinen Vertrag beim Deutschen Handballbund (DHB) nicht verlängert hat. Gaugisch wird bis zum Ende der nächsten Spielzeit auch noch als Coach der Bundesligisten SG BBM Bietigheim fungieren.

Bereits morgen ab 19.30 Uhr (sportdeutschland.tv) hat er seinen ersten Länderspiel-Einsatz. Zum Abschluss der EM-Qualifikation geht es im niederländischen Almere gegen Griechenland. Da die Griechinnen auch noch bei Deutschlands Nachbar ran müssen, bot der gastgebende Verband an, die letzten Spiele gebündelt in den Niederlanden auszutragen.

Markus Gaugisch Neuer Bundestrainer
Markus Gaugisch, neuer Bundestrainer. © Imago/Pressefoto Baumann

Vor seinem Debüt ist Gaugisch unser Star in Zahlen.

2 Kinder hat Gaugisch. Sein Sohn heißt Kalle, die Tochter Ida. Beide spielen Handball. Was in dieser Familie allerdings keine Überraschung ist: Denn Gaugischs Frau Silke war einst in der 2. Bundesliga für den TV Nellingen im Einsatz.

3 Stationen hatte er während seiner Profi-Laufbahn. Los ging es für den gebürtigen Göppinger bei Göppingen-Scharnhausen. Danach stand der Rückraummann beim VfL Pfullingen sowie dem TV Neuhausen/Filder unter Vertrag. Oft war er auch in dieser Region zu Gast, wenn Pfullingen zu Spielen in Melsungen oder Gensungen antreten musste. 2005 waren Gaugisch und das Team aus Pfullingen der erste Erstliga-Gegner des Aufsteigers MT. DHB-Sportvorstand Axel Kromer war damals ein Teamkollege und bezeichnet Gaugisch als „akribischen Arbeiter und kommunikativen Menschen“.

31 Zähler eroberte Gaugisch in der Saison 2014/15 mit den Männern des HBW Balingen-Weilstetten – bis heute Punkterekord für die Gallier von der Alb in der Bundesliga. Der Lohn war ein elfter Rang im Endklassement – besser schnitten die Balinger noch nie ab. Zuvor hatte Gaugisch bereits Neuhausen in Liga eins trainiert.

44 Spiele in Folge gewann Gaugisch inzwischen wettbewerbsübergreifend mit Bietigheim. Darunter waren auch zwei klare Siege in der Bundesliga gegen den nordhessischen Vertreter Bad Wildungen. In der Tabelle belegt die SG zurzeit mit 44:0 Punkten Platz eins. Die letzte Niederlage kassierte Gaugisch mit Bietigheim am 31. März 2021 bei Borussia Dortmund (28:30).

72144 lautet die Postleitzahl von Dußlingen. In dieser Gemeinde im Landkreis Tübingen arbeitet Gaugisch als Lehrer. Die Tätigkeit am Karl-von-Frisch-Gymnasium wird er nach diesem Schuljahr beenden – er wird freigestellt. (Björn Mahr)

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