HANDBALL-LANDESLIGA

TV Hersfeld mit Remis gegen Wollrode nicht zufrieden

Die Hersfelder Handballerin Alina Braun beim Wurf im Spiel gegen Reichensachsen.
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Durchsetzungsstark, wie hier Alina Braun (in Weiß) im Spiel gegen Reichensachsen, waren die Hersfelderinnen am Samstag öfter. Am Ende mussten sie äußerst unglücklich einen Punkt abgeben.

Für die Landesliga-Handballerinnen des TV Hersfeld hat es am Samstagabend nicht zum Sieg gereicht. Der Grund: Ein in seiner Ausführung sehr umstrittener Siebenmeter.

Bad Hersfeld – Samstagabend, Geistalhalle, eine halbe Minute noch zu spielen: Als Trainerin Sabine Teichmann beim Stand von 23:22 ein letztes Mal die Grüne Karte zieht, hoffen Hersfelds Handballerinnen gegen den TSV Wollrode in der Landesliga auf einen Sieg. Es folgt ein in seiner Ausführung umstrittener Siebenmeter: Ausgleich – Endstand: 23:23 (8:8). In der ganzen Halle ungläubige Gesichter, das Entsetzen über diesen Treffer ist groß.

Nach dem Abpfiff machte Teichmann ihrem Ärger Luft. „Wenn man sich beim Siebenmeter an den Punkt stellt und prellt, dann kann das kein gültiges Tor sein, ich bin einfach nur sprachlos“, sagte sie. „Die Mädels haben super gespielt und hätten den Sieg absolut verdient – ich sage nicht gern etwas über die Schiedsrichter, aber so verpfiffen worden bin ich noch nie.“

Von Beginn an fanden die Hersfelderinnen gut in die Partie und lagen nach sieben Minuten bereits 3:0 vorn. Die nächsten drei Tore gingen auf das Konto der Wollröder, mehr als der Ausgleich glückte ihnen aber nicht. Mit drei Treffern in Folge, darunter zwei Siebenmeter, stellte Sina Hildebrand den alten Vorsprung wieder her und Luisa Teichmann brachte den TVH nach einem Timeout der Gäste direkt mit 7:3 (20.) in Front. Im Anschluss aber kam ein kleiner Bruch ins Spiel und mit drei Siebenmetern und einem weiteren Tor führte Wollrodes Lena Klotzsche ihr Team quasi im Alleingang zum Ausgleich von 7:7. Nicht nur in dieser Phase hatte das Schiedsrichtergespann nicht gerade ein glückliches Händchen. „Sie haben uns mehrere klare Tore nicht gegeben und das zog sich wie ein roter Faden durch das Spiel“, erklärte Teichmann und meinte, gefühlt habe man zu siebt gegen neun Mann gespielt.

Nach dem Seitenwechsel beim Stand von 8:8 entwickelte sich im zweiten Abschnitt eine recht ausgeglichene Partie. Die Führung wechselte hin und her, wobei keine der beiden Mannschaften entscheidend davonziehen konnte. Als sich dies rund eine Viertelstunde vor dem Ende zu ändern drohte, da Wollrode nach drei Toren in Folge 16:14 führte, stoppten die Hersfelderinnen durch eine Auszeit diesen Lauf und glichen wieder zum 16:16 aus. Es folgte ein Timeout der Gäste und ihr erneutes Davonziehen auf zwei Tore – doch der TVH zeigte Kampfgeist und Moral und ließ sich das Spiel nicht aus den Händen nehmen. Mit drei Treffern hintereinander brachte Luisa Teichmann ihre Mannschaft auf 19:20 heran, ehe Alina Hugo in der 53. Minute für den Ausgleich sorgte. In den spannenden verbleibenden Minuten lagen die Hersfelderinnen dann meist mit zwei Toren vorn. Bei ihrer letzten Auszeit kurz vor Schluss führten sie 23:22 – es ist bekannt, was darauf folgte.

TV Hersfeld: Otterbein, Hollstein - L. Raguse, Spill (1), Teichmann (7/3), Berg (1), Hoeffelner, Debus (2), T. Raguse, Hildebrand (6/3), Hugo (5), Herrmann, Braun (1), Dorst

TSV Wollrode: Fehr, Stöcker - Schmieling (3), Pietsch, Macioschek (2), Scherer (2/1) Klipp, Schneider (3), Klotzsche (8/7), Ludwig (4), Lachnit, Kalisz, Friedrich (1), Haupt

Schiedsrichter: Brüßler/Levatic (Reichensachsen)

Siebenmeter: 6/10 - 8/8

Zeitstrafen: 4 min - 12 min

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