Silke Optekamp und Markus Jahn

Triumph über 21-Kilometer-Strecke: Halbdistanz in grün-weißer Hand

Grün-weiße Glückseligkeit: Silke Optekamp und Markus Jahn freuen sich über die Siege im Halbmarathon. Foto: Fischer

Kassel. Er hat es wieder getan: Nach seinem Triumph im vergangenen Jahr überquerte Markus Jahn vom PSV Grün-Weiß Kassel auch gestern nach gut 21 Kilometern als Erster die Ziellinie.

Nur wenige Minuten später komplettierte Silke Optekamp den grün-weißen Erfolg über die Halbmarathon-Distanz.

Für die Strecke benötigte Jahn 1:12:53 Stunden – aber die Zeit war dem Kasseler Studenten ziemlich egal. „Mein Ziel war der Sieg, alles andere war zweitrangig“, sagte er nach dem Rennen, das von taktischem Geplänkel geprägt war. Bis Kilometer 20 ging es an der Spitze zwischen Jahn und dem Zweitplatzierten Holger Aselmeyer (Sambah-Team Tennis-Service) eng zu – erst dann setzte sich der spätere Sieger ab. Ganz so leicht sei es also nicht gewesen, versicherte Jahn. Zumal die Nervosität steige, „je länger man zusammen läuft“. Aber ihm sei sie entscheidende Tempoverschärfung gelungen.

Dass er bei der Premiere im Auestadion 2012 bereits ganz oben auf dem Treppchen stand, hätte ihn eher unter Druck gesetzt, sagte Jahn. „Ich wollte einfach unbedingt meinen Titel verteidigen.“ Trotzdem habe er die Atmosphäre an der Strecke, aber vor allem im Stadion wieder voll genießen können. „Der Einlauf hier ist Weltklasse“, sagte Jahn.

Ein einsames Rennen hatte Optekamp hinter sich, als sie nach 1:17:59 Stunden im Auestadion eintraf. Erst knapp zehn Minuten später folgte Sandra Barborseck vom TV Breitenbach als zweitbeste Frau (1:26:36 Stunden). Optekamp hatte sogar doppelten Grund zur Freude: Denn die 34-Jährige verbesserte den Streckenrekord über die 21 Kilometer deutlich: Sie war gleich anderthalb Minuten schneller. Begeistert reckte die 34-Jährige die Fäuste in die Höhe und hüpfte regelrecht über die Ziellinie. „Ich habe schon während des Wettkampfes gemerkt, heute geht was. Das ist sensationell. Der Sieg, die Zeit, das ist für mich unglaublich wichtig.“ Vor einem Monat bei der Deutschen Halbmarathon-Meisterschaft war sie in flacherem Gelände noch deutlich langsamer unterwegs (1:18:54).

Die Mönchengladbacherin, die seit vier Jahren für den PSV startet, profitierte auf der Strecke auch von ihrem persönlichen Tempomacher Thomas Schönemann. „Er hat mich wach gehalten“, lobte sie ihren Mannschaftskameraden.

Von Robin Lipke und Michaela Streuff

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