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Hallenturnier mit rührigem Abschied: Gerhard Werner beendet aktive Fußballkarriere

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Von: Harald Triller, Maurice Morth

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Abschied mit einem guten Tropfen: Turnierleiter Thorsten Lentschig bedankte sich bei Gerhard Werner, der nach 65 aktiven Jahren das Fußballtor des TSV Netra mit nun 75 Lebensjahren verlässt.
Abschied mit einem guten Tropfen: Turnierleiter Thorsten Lentschig bedankte sich bei Gerhard Werner, der nach 65 aktiven Jahren das Fußballtor des TSV Netra mit nun 75 Lebensjahren verlässt. © Harald Triller

Das interne Hallenturnier beim TSV Netra genießt seit Jahren Traditionsstatus. Bei der diesjährigen Veranstaltung in der Ringgausporthalle rundete neben dem sportlichen Aspekt ein rühriger Abschied das Programm ab.

Netra – Denn der 75-jährige Gerhard Werner stand zum letzten Mal, zumindest in der Halle, zwischen den Pfosten.

Auf seiner Person vereint sich aber auch das legendäre Lied von Trude Herr, Wolfgang Niedecken und Tommy Engel mit dem Titel „Niemals geht man so ganz“, denn er wird erst beim Mitternachtsturnier seine Karriere unter Flutlicht auf dem Sportplatz in Netra endgültig abrunden.

Werner stand dem TSV als echter Netraer Junge immer zur Verfügung

Mit Ausnahme einer 15-jährigen Unterbrechung, als er beruflich in Langen bei Frankfurt unterwegs war und auch dort die Fußballstiefel schnürte, stand er als echter Netraer Junge immer seinem TSV zur Verfügung.

„Ich habe mit zehn Jahren begonnen und gehörte bereits mit 17 zum Aufgebot der ersten Mannschaft. Aufmerksam wurde der Trainer, als wir 1964 A-Jugend-Kreismeister wurden“, schwärmt Gerhard Werner noch heute von dieser Zeit auch, weil er nur ein Jahr später die Sportschule in Grünberg zur Weiterbildung besuchen durfte.

Der gelernte Elektro-Installateur, der auch bei Massey-Ferguson als Maschineneinrichter tätig war, hat sich in seiner Freizeit neben dem Fußball auch seinen Pferden verschrieben, mit denen er heute noch größere Touren zurücklegt.

Auf dem Fußballfeld war er sowohl als Außenverteidiger wie auch als Torhüter ein Leistungsträger: „Ich habe gespielt, wo ich gebraucht wurde“, schmunzelt der elffache Familienvater, der voller Stolz auf seine Kinder blickt: „Aus allen ist etwas geworden, sie stehen samt und sonders in Arbeit und Brot.“

Auch im hohen Alter noch im Kasten

Zurück zum Fußball: Er gehörte nachweislich zum Kreis der Sportverrückten, wenn er, auch noch im hohen Alter, beim Heimspiel im Tor der „Zweiten“ stand und wusste, dass der Kader der ersten Mannschaft eng gestrickt ist, reiste er dem Team nach.

Weil der von mehreren Köpfen geführte Vorstand des TSV Netra mit den Jugendlichen Turniere besuchte, übernahm der frühere Leistungsträger Thorsten Lentschig die Leitung des Vereinsturniers an dem fünf Fünferteams, darunter mit der Handballerin Carolin Küch die einzige Frau, teilgenommen haben.

Und im Rahmen der Siegerehrung blieb es ihm vorbehalten, die Verdienste von Gerhard Werner mit netten Worten und einem Abschiedsgeschenk in flüssiger Form zu bedenken.

Das Turnier gewann das Team mit Valentin Adam, Benjamin Busch, Juri Paul, Mario May und Julian Stüber mit 9 Punkten und 9:6 Toren.

Es folgten auf Platz 2: Olli Fischer, Frank Stüber, Leon Stüber, Hannes Küllmer und Karsten Jakob (5 Punkte/10:8 Tore). Platz 3: Tobias Sennhenn, Mike Witzorek, Philipp Lentschig, Jonas Führer und Hashi Kamal (5/7:6). Platz vier: Tim Linhose, Christopher Hosbach, Lukas Kalk, Peter Draus und Niklas Wieditz (5/9:11). Platz fünf: Gerhard Werner, Carolin Küch, Rene Mündt, Tobias Wentzel und Ali Zeid (3/5:9). (Harald Triller)

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