Empfang der Handball-Nationalmannschaft in Berlin

Melsunger Johannes Sellin trifft Kanzlerin Merkel - und macht die Raute

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Gruppenbild mit Raute: Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den deutschen Handballern um Kapitän Uwe Gensheimer und den Melsunger Johannes Sellin (vorn von links).

Kassel/Berlin. Die Handball-Europameister kommen aus dem Feiern nicht heraus. Selbst der Empfang bei Bundeskanzlerin Angela Merkel am Mittwoch in Berlin geriet zu einer Party.

Allen voran: Kapitän Uwe Gensheimer von den Rhein-Neckar-Löwen und Johannes Sellin von der MT Melsungen. Stimmungsmacher Gensheimer bat die Regierungschefin spontan zum Selfie, und beim obligatorischen Gruppenbild formten die beiden Spieler ihre Hände zu einer Raute. Genau so, wie die Kanzlerin selbst dasteht. Ein Foto, das sofort durch die sozialen Netzwerke rauschte und für viel Erheiterung sorgt.

Sellin und Gensheimer hatten Merkels Handhaltung offenbar extra vorher trainiert und grinsten beim Fototermin um die Wette. Während Sellin anschließend nicht mehr zu erreichen war, gestand Gensheimer ein: „Eigentlich wollten wir das alle machen, aber wir wurden da von der Mannschaft ein bisschen im Stich gelassen.“ Die Kanzlerin bekam den Spaß wohl zunächst nicht mit, war aber dennoch bester Laune. Als Gensheimer sich nach vorn und dicht neben sie drängte zum Handyfoto, sagte sie ihm im Scherz: „Nun seien sie doch nicht so egoistisch.“

Ganz offenkundig hatten Sportler und Politiker viel Spaß bei diesem 15-Minuten-Termin. „Seien Sie stolz auf das, was Sie erreicht haben“, sagte die Regierungschefin: „Sie haben große Freude verbreitet und eine Sportart, die sonst nicht ganz so im Mittelpunkt steht, gut vertreten.“

Aktualisiert um 18.35 Uhr.

Eine Aussage, die DHB-Präsident Andreas Michelmann bei der Übergabe eines von allen Spielern signierten Deutschland-Trikots mit der Nummer eins auf dem Rücken und dem Schriftzug „Merkel“ („Das wird in Zukunft nicht mehr vergeben“) sofort aufgriff. Er bat die Politikerin um weitere Unterstützung im Kampf um mehr öffentliche Wahrnehmung: „Wir hoffen, dass die WM 2017 im öffentlich-rechtlichen Fernsehen übertragen wird. Falls wir es allein nicht schaffen können, bitten wir um Hilfe.“

Am Freitag treffen sich die Spitzenfunktionäre des DHB mit Weltverbandspräsident Hassan Moustafa in Leipzig zu Sondierungsgesprächen, um eine Lösung im TV-Streit zu finden. Denn die WM 2017 in Frankreich wird nach aktuellem Stand wohl nicht im frei empfangbaren Fernsehen zu sehen sein, da wie schon 2015 bei der WM in Katar Rechte-Inhaber beIN Sports, eine Tochtergesellschaft von Al Jazeera, keine unverschlüsselten Übertragungen erlaubt. (mit sid)

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