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Ganz souverän auf Kurs geblieben: Frauen der HSG D/R/S feiern Landesliga-Aufstieg

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Von: Harald Triller

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Der Bezirksoberliga-Meister der HSG Datterode/Röhrda: (von oben nach unten und von links nach rechts). 1. Reihe: Marie Roßbach, Johanna Scharff, Anika Jäschke. 2. Reihe: Nele Asmus, Marie Nölke, Alina Hehling, Janina Folmeg. 3. Reihe: Szilvia Blackert, Sabrina Rode, Lara Munk, Celia Steyer, Marion Möhrke. 4. Reihe: Tommy Bake, Paula Wieditz, Stefanie Bake, Miriam Koch-Hupfeld, Laura Konklowsky. Vorne Leonie Eitzert, Julia Waskönig.
Der Bezirksoberliga-Meister der HSG Datterode/Röhrda: (von oben nach unten und von links nach rechts). 1. Reihe: Marie Roßbach, Johanna Scharff, Anika Jäschke. 2. Reihe: Nele Asmus, Marie Nölke, Alina Hehling, Janina Folmeg. 3. Reihe: Szilvia Blackert, Sabrina Rode, Lara Munk, Celia Steyer, Marion Möhrke. 4. Reihe: Tommy Bake, Paula Wieditz, Stefanie Bake, Miriam Koch-Hupfeld, Laura Konklowsky. Vorne Leonie Eitzert, Julia Waskönig. © Harald Triller

Die Frauen der HSG Datterode/Röhrda/Sontra sind durch die Handball-Bezirksoberliga gepflügt. Der Ärger darüber, dass der Aufstieg nicht auf der Platte erfolgte, ist längst verflogen.

Röhrda – Der Ärger über das Nichtantreten des TV Jahn Neuhof, der kurzfristig sein Frauenteam aus dem Spielbetrieb zurückgezogen hat, ist im Verlauf der Meisterschaftsfeier dann doch verraucht, die Bezirksoberliga-Handballerinnen der HSG Datterode/Röhrda/Sontra haben ihn - salopp ausgedrückt - weg- oder heruntergespült.

„Wir haben die entscheidenden Punkte zum Meistertitel und Landesligaaufstieg zwar am grünen Tisch geschenkt bekommen, das ändert aber nichts an unserer großartigen Saisonleistung“, sagt Trainer Tommy Bake, der auch drei Tage nach der langen Feiernacht noch immer schwärmt.

Verdientermaßen hat die HSG den Titel gewonnen, ist nach zehn Spielen und den daraus resultierenden zehn Siegen quasi vom ersten Spieltag auf Meisterschaftskurs geblieben. 20:0 Punkte und 263:198 Tore sprechen eine glasklare Sprache, zumal der schärfste Rivale, die HSG Körle/Guxhagen, zweimal souverän auf Distanz gehalten wurde.

Trainer Tommy Bake: „Ich will jedes Spiel gewinnen“

„In den beiden verbleibenden Duellen in Fulda und gegen Großenlüder/Hainzell wollen wir natürlich diese makellose Bilanz bestätigen und mit einer weißen Weste in die Landesliga einziehen“, möchte Tommy Bake seine persönliche Saisonvorgabe: „Ich will jedes Spiel gewinnen“ fortsetzen.

Der Coach lässt aber nicht nur die Sonnenseite leuchten, er findet auch in der Stunde des großen Triumphes kritische Worte.

„Klar, ich habe gesagt, dass ich jede Partie gewinnen will, aber gleich am ersten Spieltag in Schenklengsfeld, als wir uns mühevoll zum 25:24-Erfolg quälten, habe ich meine Marschrichtung bereits in Gefahr gesehen, und auch der nur knappe 25:23-Sieg beim Derby in Reichensachsen hat deutliche Schwächen offenbart“, weiß der Trainer freilich, dass keine Bäume in den Himmel wachsen und auch seine Spielerinnen nur Menschen sind.

Meistertitel als Resultat kollektiver Geschlossenheit

Apropos Spielerinnen: Hervorheben wollte er niemanden, sondern er sieht diesen großartigen Erfolg in seiner Gänze: „Alle Rädchen drehten ineinander und die Meisterschaft ist das verdiente Resultat dieser kollektiven Geschlossenheit.“

Der Titelgewinn ist für ihn das Ergebnis der guten Trainingsarbeit der letzten Jahre, die 2012 begonnen und kontinuierlich fortgesetzt wurde.

„Der Kader, der auch viele personelle Ergänzungen gebraucht hat, ist seit dieser Zeit zur homogenen Einheit zusammengewachsen, auch, weil die Mischung stimmt, denn gerade die erfahrenen Spielerinnen haben es mit ihren Führungsqualitäten geschafft, unsere jungen Hoffnungsträger zu fördern“, macht Tommy Bake auch kein Hehl daraus, dass sein Team von größeren Verletzungen verschont geblieben ist und lobt an dieser Stelle Miriam Koch-Hupfeld, die im physiotherapeutischen Bereich die Spielerinnen bestens versorgt hat.

Die Saison sei, so Bake, nicht immer ganz leicht gewesen, „weil wir fast nie konstant gewusst haben, wie es weitergeht und wir wegen der Pandemie oftmals nur von Spiel zu Spiel schauen konnten, gerade die zum Teil lang auferlegten Spielpausen forderten ständiges Umdenken und verlangten immer wieder neue Motivation“, blickt der Trainer zurück in die Vorbereitungsphase.

„Die gestaltete sich ebenfalls schwierig, wir wussten nicht, welcher Modus greift, oder wann es denn endlich losgeht? Schraubst du das Training auf Hochgeschwindigkeit oder dosierst du die Einheiten, das alles war wichtig, denn zum Saisonstart galt es topfit zu sein“, erinnert sich Tommy Bake an viele Gedankenspiele, die ihn diesbezüglich ins Grübeln brachten.

Hoffnung auf geregelten Spielbetrieb in der Landesliga

Jetzt, wo es geschafft ist, kann er sich ein bisschen zurücklehnen, allerdings nicht, ohne schon der Landesliga entgegenzuschauen und die Blickrichtung scharf zu stellen: „Ich hoffe vor allem auf einen geregelten Spielbetrieb, der dann auch wieder die Trainingseinheiten vereinfacht“, setzt er auch in der neuen Saison auf die bewährten Eigenschaften, die sich seine Mannschaft verinnerlicht hat.

„Schnelle Mitte oder Bewegungsabläufe aus der Abwehr, die zum raschen Erfolg führen und erst, wenn das nicht möglich ist, das gezielte Aufbauspiel suchen“, erläutert Tommy Bake, dass sich an der Philosophie nichts ändern wird.

Zur Frage, ob personelle Verstärkungen angedacht sind, sagt er ehrlich: „Ich gebe zu, punktuelle Ergänzungen wären gut, aber auf Biegen und Brechen werden wir da nichts stemmen, Ich gehe davon aus, dass sich alle auf die Landesliga freuen, die Älteren, um noch einmal anzugreifen und die Jüngeren um Erfahrung zu sammeln fürs künftige Handballleben.“

(Harald Triller)

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