1. Startseite
  2. Sport
  3. Regionalsport

Die Platte wird wieder beben: Heute Derby zwischen VfL Wanfried und Eschweger TSV

Erstellt:

Von: Stefan Konklowsky

Kommentare

Wer jubelt nach dem Derby in der Handball-Landesliga am morgigen Samstagabend? Der VfL Wanfried um Stefan Harseim (links) oder der Eschweger TSV um Philipp Haaß (rechts)? ARCHIV
Wer jubelt nach dem Derby in der Handball-Landesliga am morgigen Samstagabend? Der VfL Wanfried um Stefan Harseim (links) oder der Eschweger TSV um Philipp Haaß (rechts)? ARCHIV © Marvin Heinz

In Wanfried steigt heute das Derby zwischen dem VfL und dem Eschweger TSV (Anwurf: 18 Uhr). Gerade die Gastgeber haben zuletzt eine schwache Bilanz im Nachbarschaftsduell vorzuweisen.

Wanfried/Eschwege – Es ist das Handballderby, das seit Jahren die heimischen Zuschauer immer wieder in seinen Bann zieht. Unabhängig vom Tabellenstand in der Landesliga ist die Vorfreude bei den Aktiven beider Teams und ihren treuen Fans schon Tage vor dem Anwurf riesengroß.

Ein Gewinner steht auch diese mal schon wieder vor dem Anpfiff fest. In diesem Fall der Kassierer des gastgebenden VfL Wanfried, denn wie auch in den vergangenen Jahren – Corona einmal ausgenommen – dürfte die Schulsporthalle in Wanfried am heutigen Abend (Anwurf um 18 Uhr) aus allen Nähten platzen, wenn sich die Dauerrivalen am 7. Spieltag gegenüberstehen.

Hektik, Spannung, Nervenkitzel – all das dürfen die Zuschauer wohl auch dieses Jahr wieder erwarten. Einen ausgewiesenen Favoriten gibt es ebenfalls nicht.

Die Ausgangslage

Beide stehen erstaunlich gut da in der Tabelle. Der VfL verbucht 8:4 Punkte und hat den Umbruch im Kader erfolgreich forciert.

Wie sich der nervliche Druck auf die Youngster im VfL-Team auswirken wird, dürften die 60 Minuten heute Abend zeigen.

Wer jubelt nach dem Derby in der Handball-Landesliga am heutigen Samstagabend? Der Eschweger TSV um Philipp Haaß?
Wer jubelt nach dem Derby in der Handball-Landesliga am heutigen Samstagabend? Der Eschweger TSV um Philipp Haaß? © Morth, Maurice

Waren die Eschweger Siege gegen die HSG Lohfelden/Vollmarshausen und ESG Gensungen/Felsberg II Pflichtsiege im Kampf um den Klassenerhalt, so kann der Erfolg gegen den VfB Viktoria Bettenhausen am vergangenen Wochenende, gemessen an den Verletzungsvoraussetzungen, durchaus in die Kategorie „überraschend“ eingeordnet werden, dürfte allerdings den Kreisstädtern viel Selbstvertrauen mit auf den Weg nach Wanfried geben.

Der Kader

„Alle Mann an Bord“, so die Ansage von VfL-Trainer Stefan Schröder, der damit aus dem Vollen schöpfen kann. Davon kann das Eschweger Trainerduo Christian Löbens/Julian Triller nur träumen, denn mit Dino Bacic (Aufbautraining) und Jonas Wagner (Handbruch) fallen zwei fest eingeplante Leistungsträger schon seit Monaten aus im ohnehin nicht sehr breiten Kader des ETSV.

Doch egal wer aufläuft, taktische Überraschungen sind kaum zu erwarten. Denn in kaum einem Spiel der Liga dürften sich die Spieler so gut kennen, wie in diesem.

Gleich mehrere Akteure haben bereits das Trikot beider Vereine getragen, Mike Guthardt (ETSV) und Tobias Hunstock (VfL) sind sogar noch gemeinsam für den TSV Völkershausen aufgelaufen. Und auch Wanfrieds Physiotherapeut hat bereits auf der Eschwege Bank gesessen.

ETSV zuletzt vorne

Im Hinblick auf die jüngere Vergangenheit mag man beim VfL Wanfried gar nicht aufs Ergebnistableau schauen.

Fast genau auf den Tag genau drei (!) Jahre liegt der letzte Erfolg der Brombeermänner gegen den Lokalrivalen zurück. Am 12. Oktober 2019 siegte der VfL mit 31:22 in Eschwege, danach setzte es drei bittere Niederlagen.

Zunächst siegten die Dietemänner im Rückspiel mit 22:19 in Wanfried und sicherten sich einen wichtigen Sieg im Kampf um den Klassenerhalt. Noch schlimmer die VfL-Bilanz in der vergangenen Saison: Zunächst vergeigte man das Hinspiel mit 24:25, ehe im Rückspiel die Eschweger mit einem deutlichen 27:21 Erfolg in der Heuberghalle den VfL in die Abstiegsrunde schickten. (Stefan Konklowsky)

Auch interessant

Kommentare