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Der Heimstärke getrotzt: SV Reichensachsen entführt zwei Punkte aus Wesertal

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Von: Maurice Morth

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Überglückliche Reichensächser Landesliga-Mannschaft: Zwei Punkte gab es am Sonntagabend in Wesertal.
Überglückliche Reichensächser Landesliga-Mannschaft: Zwei Punkte gab es am Sonntagabend in Wesertal. © SV Reichensachsen

Der heimstarken HSG Wesertal zwei Punkte geklaut haben die Handballfrauen des SV Reichensachsen am Sonntag. Gut 150 Zuschauer sahen einen Handballkrimi.

Wesertal – „Dort werden nicht viele Teams gewinnen. Das war ein richtig gutes Landesligaspiel“, sagte ein mehr als zufriedener Trainer Matthias Meinl nach dem Auswärtskrimi seiner Mannschaft bei der HSG Wesertal.

21:20 (9:7) lautete am Ende das Ergebnis für die Handballfrauen des SV Reichensachsen am Sonntagabend – es war erst das zweite Mal, dass sich die Wesertalerinnen in der Saison 22/23 in der eigenen Halle geschlagen geben mussten. Mit dem Erfolg kletterten die Wehretalerinnen nun sogar auf den dritten Tabellenplatz.

Starke Torhüterinnen und Abwehrreihen

Geprägt war das unterhaltsame Spiel vor allem von starken Abwehrreihen und guten Torfrauen, sodass sich keine der Mannschaften wirklich absetzen konnte und es mit einem 9:7 aus Sicht der Reichensächserinnen in die Pause ging.

„Emily Heckmann hat bei uns im Kasten eine starke erste Halbzeit gespielt, Laura Hesse im zweiten Durchgang nahtlos daran angeknüpft. Aber auch ihre Gegenüber Laura Aßhauer und Diana Henze waren stark“, so Meinl.

Beide Abwehrreihen provozierten dazu viele technische Fehler, manche Angriffe wurden gar eineinhalb Minuten druckvoll ausgespielt, ein Durchkommen gab es aber für die Teams kaum. Besonders der Mittelblock aus Maxie Hauschild und Fabienne Walz tat sich bei den Gästen hervor. „Als Team haben wir uns gut bewegt, die Nahtstellen gut besetzt und sind über 60 Minuten gut in die Passwege gestochen“, so Trainer Meinl.

Schlussphase: SVR kämpft sich nach 17:19 noch einmal zurück

Auch in der zweiten Halbzeit setzte sich dieses Bild fort. Mit 17:15 brachte Carolin Heckmann den SVR beispielsweise in der 49. Spielminute in Führung, Eva Kaczor egalisierte das mit ihren zwei Treffern aber wiederum im Handumdrehen – 17:17 (51.).

Was nun folgte, das war die schwierigste Phase für die Meinl-Sieben: Kim Köster und Angela Keßeler brachten das Heimteam erstmals mit zwei Toren zum 19:17 in Führung (53.).

„Die volle Halle hat getobt, aber meine Mannschaft hat sich davon nicht beeindrucken lassen. Wir sind in kein Loch gefallen, haben weiter gekämpft“, sagt Meinl. Und die Moral rentierte sich: Carolin Heckmann und Lacey Brand stellten zwei Minuten vor der Schlusssirene wieder auf 20:20 (58.).

Carolin Heckmann mit dem Wurf ins Glück

Weil die Wesertalerinnen in der Folge ihren Angriff verballerten, konnte der SV Reichensachsen bei 59:22 Minuten in Ballbesitz eine Auszeit nehmen. „Ich habe gesagt, dass wir den Punkt in jedem Fall mitnehmen und spielen werden, bis der Arm der Schiedsrichter hoch geht“, sagt Meinl.

Stattdessen kam es aber noch besser: Auf Zuspiel von Fabienne Walz erzielte Carolin Heckmann neun Sekunden vor dem Ende aus Nahdistanz den Siegtreffer, ein Freiwurf Wesertals landete anschließend über dem Tor, der Rest war grenzenloser Jubel. (Maurice Morth)

HSG Wesertal - SV Reichensachsen 20:21 (7:9).

HSG: Aßhauerr, Henze - Köster 1, Kaczor 4, Herbold 3/2, Martin 5, Meth 1, Nückel 4/3, Cohaus, Przyludzki, Keßeler 1, Erger, Bonnet, Kranz 1.

SVR: Heckmann, Hesse - Weiner, C. Heckmann 6/2, Hohmann 3, Brand 3, Munk 1, Hauschild 4, Walz, L. Heckmann 2/1, Küch 2, Wagner.

Schiedsrichter: Peter Sauerwald/Michael Bathon (HSG Fuldatal).

Zuschauer: 150.

Spielfilm: 3:3 (12.) – 5:8 (21.) – 7:9 (30.) – 8:10 (36.) – 11:13 (41.) – 13:13 (44.) – 15:15 (47.) – 15:17 (49.) – 17:17 (51.) – 19:17 (53.) – 20:19 (56.) – 20:20 (58.) – 20:21 (60.).

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