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Taktikwechsel sichert Sieg: Frauen der HSG D/R/S schlagen TSV Wollrode 30:26

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Von: Harald Triller, Maurice Morth

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Lieferte auch im rechten Rückraum eine gute Vorstellung ab: Marie Nölke (Mitte) von der HSG.
Lieferte auch im rechten Rückraum eine gute Vorstellung ab: Marie Nölke (Mitte) von der HSG. © Elke Möhrke

Die Landesligahandballerinnen der HSG Datterode/Röhrda/Sontra haben erneut ihre Macht vor heimischer Kulisse demonstriert.

Röhrda - Gegen das Spitzenteam vom TSV Wollrode nahmen sie beim 30:26-Start-Ziel-Sieg eindrucksvoll Revanche für die hohe Hinspielniederlage.

Für Trainer Tommy Bake war die Erfolgsformel aus seiner Sicht freilich auch berechtigt in der kollektiven Leistung zu suchen. Aber es ist auch nicht von der Hand zu weisen, dass die rechte Angriffsseite diesmal den Unterschied ausmachte und letztlich der Garant für die Entscheidung war.

Zwei Spielerinnen stechen heraus

Die Begründung für diese These baut sich auf der Leistung von zwei Spielerinnen auf. Vor der Pause überzeugte im rechten Rückraum Anika Jäschke, die, egal ob mit Sprung- oder Kernwurf, einen Strahl nach dem anderen abfeuerte und mit sechs Treffern einen immensen Anteil an der klaren 18:11-Halbzeitführung hatte.

Nach Wiederbeginn lief, vor allem als das Spiel von unerwarteten HSG-Schwächen gekennzeichnet war, Johanna Scharff auf der rechten Außenbahn zur Glanzform auf. Sie erzielte fünf ihrer acht Treffer in den zweiten 30 Minuten. Mit Auge und präzisem Abschluss hat sie TSV-Torhüterin Katja Zeller zur Chancenlosigkeit degradiert.

In der glanzvollen ersten Halbzeit markierten zwischen der 14. und 19. Minute Marie Nölke, Annika Jäschke (2) und Celia Steyer vier Tore in Serie, die aus einem 8:7 den klaren 12:7-Vorsprung machten, der zu diesem Zeitpunkt bereits ein vorentscheidendes Signal setzte. Und da die HSG bis zur Pause weiter konzentriert in der stabilen 6:0-Abwehrformation gearbeitet hat und mit flexiblen Angriffsvarianten den Kontrahentinnen aus Wollrode die Grenzen aufzeigte, wurden die Siegessegel quasi unter Wind gesetzt.

Viele Fehler nach dem Seitenwechsel

Doch es sollte anders kommen, denn die HSG kam völlig unaufgeräumt vom Pausentee aufs Feld zurück und ließ eine hohe Fehlerquelle sprudeln. Vor allem beim Fangen und Tippen häuften sich  die Missgeschicke, die Wollrode mit eiskalten Kontern ausnutzte.

Vor allem bei der in der ersten Hälfte  so starken Anika Jäschke häuften sich jetzt die Ungereimtheiten. Und so sah Trainer Tommy Bake die Felle seines Teams davonschwimmen: „Ich musst beim 22:20 in der 46. Minute reagieren und habe  deshalb eine taktische Totaloperation im Rückraum vorgenommen.“ Und er durfte diese Entscheidung nach der Partie als goldrichtig bejubeln.

Für Anika Jäschke kam Neele Asmus. Da aber der Wechsel nicht positionsgetreu war, schaltete der Coach das Karussell ein. Marion Möhrke rückte von links in die Rückraummitte, Celia Steyer in den linken und Marie Nölke in den rechten Rückraum. Und da Neele Asmus auf Linksaußen ebenfalls neue Impulse setze, ging der Plan perfekt auf.

Bei allen geglückten Rochaden waren allerdings die beiden Treffer,  die Celia Steyer und Johanna  Scharff zum 24:20 erzielten von großer Wichtigkeit, denn damit wurde wieder das ruhigere Fahrwasser angesteuert. Die Mannschaft hat sich sozusagen die Schlinge selbst vom Hals gezogen. Und nicht zu vergessen: Leonie Eitzert bot erneut eine Topleistung zwischen  Pfosten. (Harald Triller)

HSG Datterode/Röhrda/Sontra - TSV Wollrode 30:26 (18:11). 

D/R/S: Eitzert, Konklowsky, Waskönig - Asmus, Jäschke 6, Allendorf 1, Rode, Wieditz, Bake 2, Steyer 6/1, Nölke 3, Scharff 8, Möhrke 4/3, Roßbach.

Tore TSV: Scherer 9, Bartalos 4, Kipp 1, Huy 2, Lachnit 5/4, Vaupel 4, Friedrich 1.

Schiedsrichter: Schneider/Schulz.

Zuschauer: 100

Spielfilm: 4:2 (5.), 8:7 (14.), 12:7 (19.), 15:8 (25.), 18:11 (30.), 19:13 (36.), 22:20 (46.), 24:20 (49.), 28:21 (52.).

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