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Derby zum Jahresabschluss: HSG D/R/S empfängt den SV Reichensachsen

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Von: Maurice Morth

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Die besten Werferinnen beider Mannschaften: Marion Möhrke von der HSG Datterode/Röhrda/Sontra (links, 62 Tore in zehn Saisonspielen) und Carolin Heckmann vom SV Reichensachsen (49 Tore in zehn Saisonspielen).
Die besten Werferinnen beider Mannschaften: Marion Möhrke von der HSG Datterode/Röhrda/Sontra (links, 62 Tore in zehn Saisonspielen) und Carolin Heckmann vom SV Reichensachsen (49 Tore in zehn Saisonspielen).  © Marvin Heinz

Ein echtes Knallerspiel erwartet die Handballfans zum Ende des Kalenderjahres 2022 morgen in Röhrda. Dann steht das Landesligaderby zwischen der HSG D/R/S und dem SV Reichensachsen an.

Eschwege – Lange wurde seit dem Saisonbeginn von Handballfans, Spielerinnen und Vereinsverantwortlichen darauf hingefiebert, morgen ist es endlich soweit: In der Ringgausporthalle treffen die beiden Landesligisten HSG Datterode/Röhrda/Sontra und SV Reichensachsen in einem waschechten Derby aufeinander (Anwurf: 18.30 Uhr), denn gerade einmal 6,5 Kilometer Luftlinie liegen zwischen den Spielorten beider Mannschaften. Wir blicken vor der Partie auf die Form, die Unterschiedsspielerinnen und geben eine Prognose ab.

Die Form

Fünf Punkte liegen zwischen dem Tabellenneunten der HSG D/R/S (8:12 Punkte) und dem Tabellenvierten SV Reichensachsen (13:7 Punkte). Während es für die HSG D/R/S zuletzt zwei deutliche und enttäuschende Niederlagen gegen die HSG Wesertal (27:34) und den TSV Vellmar setzte (26:35), haben die Reichensächserinnen Rückenwind.

Denn dem Rückschlag beim Tabellenvorletzten HSG Zwehren/Kassel (24:28) ließ die Mannschaft von Matthias Meinl am vergangenen Wochenende auf eigener Platte ein starkes 32:30 gegen den bis dahin noch ungeschlagenen TV Hersfeld folgen.

Die Unterschiedsspielerinnen

Zwei Spielerinnen stechen auf beiden Seite heraus: Zum einen Marion Möhrke, die für die HSG D/R/S in allen zehn Saisonspielen auf dem Feld stand und dabei starke 62 Tore erzielte und Carolin Heckmann, die ebenfalls in zehn Partien 49 Treffer für die Wehretalerinnen erzielte.

Während Rückraumschützin und Neuzugang Maxie Hauschild mit ihren 45 Treffern in neun Spielen dem Spiel der Reichensächserinnen ihren Stempel aufdrückt, kommt es bei der HSG vor allem auf die erfahrene Celia Steyer an.

Sie kam in nur fünf Spielen zum Einsatz, traf dabei aber 33-Mal ins Tor, was einen Schnitt von 6,6 Toren pro Spiel macht – nur Jana Herbst von Eintracht Böddiger (7,67) und Luisa Teichmann vom TV Hersfeld (7,38) sind besser. Übrigens: Drei der vier Siege der Ringgauerinnen kamen zustande, als Steyer mit von der Partie war.

Die Prognose

Während der SV Reichensachsen drauf und dran ist, sich nach dem Aufstieg vor zwei Jahren Stück für Stück weiter in der Landesliga zu etablieren und nichts mit dem Abstiegskampf zu tun haben dürfte, geht es für die Ringauerinnen in diesem Jahr um nichts anderes als den Klassenerhalt. Vor diesem Hintergrund ist es nicht übertrieben, zu sagen, dass der SV Reichensachsen von den Grundvoraussetzungen her als der klare Favorit ins Landesliga-Derby geht.

Schaffen es die Gastgeberinnen allerdings, das Spiel lange eng zu halten und das schnelle Tempospiel mit einfachen Toren der Reichensächserinnen zu unterbinden, dann ist viel möglich. Denn wie heißt die allseits beliebte und sportartenunabhängige Floskel doch so schön: „Derbys haben immer ihre eigene Gesetze.“ (Maurice Morth)

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