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Da war in den letzten Jahren doch was: Heute brisantes Duell zwischen SVR und TVH

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Von: Maurice Morth

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Ihre Teams treffen am heutigen Sonntagnachmittag in Reichensachsen in der Handball-Landesliga aufeinander: SVR-Trainer Matthias Meinl und Sabine Teichmann, die Trainerin des TV Hersfeld.
Ihre Teams treffen am heutigen Sonntagnachmittag in Reichensachsen in der Handball-Landesliga aufeinander: SVR-Trainer Matthias Meinl und Sabine Teichmann, die Trainerin des TV Hersfeld.  © Marvin Heinz/Friedhelm Eyert

Eine hitzige Handball-Rivalität ist in den vergangenen Jahren zwischen dem SV Reichensachsen und dem TV Hersfeld entstanden. Heute geht es in Wehretal weiter.

Reichensachsen – Zurückzuführen ist diese Rivalität vor allem auf Äußerungen aus dem Lager der Bad Hersfelderinnen nach zwei Gastspielen im Werra-Meißner-Kreis.

Am heutigen Sonntagnachmittag (Anwurf: 16.30 Uhr) ist der Tabellenführer TVH wieder beim Tabellendritten in Reichensachsen zu Gast, die Zuschauer dürfen sich auf ein sicherlich brisantes Landesliga-Spiel freuen.

Die Kritik aus Bad Hersfeld

Im Januar 2018 kamen die Hersfelderinnen trotz einer Sieben-Tore-Führung zehn Minuten vor dem Spielende im Spitzenspiel in der Bezirksoberliga nicht über ein 23:23 hinaus.

TVH-Trainerin Sabine Teichmann damals: „Wir hatten keine Chance gegen das Kampfgericht und vor allem nicht gegen den Schiedsrichter.“ Dieser sei total überfordert gewesen und habe nach 40 Minuten alles dafür getan, die Partie noch zu drehen. Es habe nicht am SVR gelegen, dass er noch einen Punkt geholt habe.

Knapp vier Jahre später im Januar 2022 wiederholte sich in der Landesliga die Geschichte: Wieder verspielte der TVH in der Schlusssekunde beim 24:24 einen Sieg. Die Härte der Reichensächserinnen habe oftmals die Grenze überschritten, so Teichmann damals gegenüber der Hersfelder Zeitung. Zudem seien ihre (jungen) Spielerinnen von den Zuschauern mehrfach unter der Gürtellinie beleidigt worden.

„Die Schiedsrichter haben sehr kleinlich gepfiffen und dadurch unnötige Härte aufkommen lassen“, so Teichmann. Die Atmosphäre habe sich in der Schlussphase immer mehr aufgeheizt. „Wir spielen gerne Handball, auch gegen harte Gegner. Aber das ging diesmal zu weit. Die Mädels müssen ja montags auch alle wieder an die Arbeit“, schimpfte sie.

Gegenüber der Hersfelder Zeitung legte Teichmann in dieser Woche noch einmal nach: „Das ist immer ein heißes Pflaster dort“, sagt sie über Reichensachsen. Das Publikum sei dicht am Feld, es fielen viele Sprüche. „Manches hat nicht viel mit Fairness zu tun, was sich dort abspielt“, so die herbe Kritik am SVR-Spielstil und SVR-Anhang, und weiter: „Wir können überall verlieren, nur nicht in Reichensachen.“

Gelassenheit beim SV Reichensachsen

„Ich habe keine Lust, mich mit den Aussagen zu befassen, das Spiel hat für mich nur sportliche Gesichtspunkte“, sagt Reichensachsens Trainer Matthias Meinl.

Reizvoll sei die Aufgabe vor allem, weil es gegen den noch ungeschlagenen und äußerst souverän auftretenden Tabellenersten gehe, der es auch geschafft habe, bei der HSG Wesertal zu gewinnen. „Das hat einen hohen Wert“, so Meinl.

Vor allem Luisa Teichmann müsse seine Mannschaft in den Griff bekommen, die für ihn eine der besten Spielerinnen der Landesliga ist: „Sie ist nicht nur im Eins-gegen-Eins gut, sie trifft auch in den Zweikämpfen fast immer die richtigen Entscheidungen.“

Auch Reichensachsens Handball-Abteilungsleiterin Petra Heckmann spricht von einem brisanten Duell in den vergangenen Jahren, die Aussagen von Bad Hersfelds Trainerin Sabine Teichmann, deren Team für Heckmann der glasklare Aufstiegsfavorit ist, seien für sie aber Geschichte, lieber wolle man sportlich Taten folgen lassen. 

Maxie Hauschild ist fraglich

Alina Munk, Anna-Lena Kehr und Fabienne Walz stehen den Reichensächserinnen allesamt aufgrund von Knieverletzungen nicht zur Verfügung. Auch der Einsatz von Rückraumspielerin Maxie Hauschild ist angesichts von Achillessehnenproblemen für heute gegen den TVH fraglich.

Dennoch gibt sich Matthias Meinl kampfeslustig: „Wir haben alle vier Heimspiele gewonnen, das soll auch weiter so bleiben. Gegen Bad Hersfeld waren es schließlich immer enge Spiele.“ (Maurice Morth)

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