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Handball-Nationalspielerin Xenia Smits vor WM-Auftakt - „Ohne Bad Wildungen wäre ich nicht in Deutschland“

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Von: Björn Mahr

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Gute Körpersprache: Nationalspielerin Xenia Smits.
Gute Körpersprache: Nationalspielerin Xenia Smits. © Imago Images/Wolf-Sportfoto

Wenn die deutsche Handball-Nationalmannschaft heute ab 18 Uhr (live bei sportdeutschland.tv) bei der Frauen-WM in Spanien mit einem Gruppenspiel gegen Tschechien ins Turnier startet, dann werden viele Augen auf Xenia Smits gerichtet sein.

Kassel - Wenn die deutsche Handball-Nationalmannschaft heute ab 18 Uhr (live bei sportdeutschland.tv) bei der Frauen-WM in Spanien mit einem Gruppenspiel gegen Tschechien ins Turnier startet, dann werden viele Augen auf Xenia Smits gerichtet sein. Denn sie gehört mit 27 Jahren zu den erfahrenen Kräften im Team. „Xenia ist eine wichtige Stütze“, erklärt Bundestrainer Henk Groener.

Was aber längst nicht jeder weiß: In jungen Jahren lebte sie in dieser Region. Mit 14 Jahren wechselte die gebürtige Belgierin ins Handball-Leistungszentrum in Bad Wildungen. Sie feierte große Erfolge mit der A-Jugend der HSG. „Ohne Bad Wildungen wäre ich nicht in Deutschland. Das war ein Riesen-Sprungbrett für mich“, sagte Smits gestern bei einer virtuellen Pressekonferenz des Deutschen Handballbundes (DHB) auf Nachfrage dieser Zeitung.

Nach ihrem Abschied 2010 aus Nordhessen ging sie zunächst zum Bundesligisten Blomberg-Lippe, wo sie bis 2015 unter Vertrag stand. Anschließend sammelte sie Auslandserfahrung in Frankreich bei Metz. Mit dem Klub gewann sie etliche nationale Titel. Seit 2020 spielt sie wieder in der Bundesliga – für den Spitzenklub SG BBM Bietigheim.

Mit dem Adlertrikot lief sie erstmals 2013 auf – kurz nach ihrer Einbürgerung. Das Turnier in Spanien ist nach den Teilnahmen 2015 und 2017 ihre dritte WM. „Ich bin erfahrener und entspannter geworden“, stellt Smits fest. Insgesamt 73 Länderspiele absolvierte die 1,82 Meter große Rückraumakteurin mittlerweile. Besonders wertvoll ist sie für die Deckung. „Xenia ist eine unserer stärksten Abwehrspielerinnen. Mit ihrer Energie und ihrer Kommunikation kann sie ein ganzes Team mitreißen“, lobt Groener. Beim Tag des Handballs in Düsseldorf Anfang November war sie es, die nach jeder gelungenen Aktion in der Defensive die Arme in die Höhe warf. Ihre Körpersprache ist vorbildlich.

„Die Abwehrarbeit macht mir viel Spaß“, betont Smits, „wenn ich damit das Team sogar mitreißen kann, dann ist das umso schöner.“ Gestern berichtete sie, wie intensiv das Team in den vergangenen Wochen an der Deckung gearbeitet hat. „Wir haben schon eine hohe Aggressivität, aber es ist immer noch Luft nach oben.“

In der Vorrunde bekommt es die deutsche Mannschaft in Lliria in der Nähe von Valencia außer mit Tschechien noch mit der Slowakei (Samstag, 18 Uhr) sowie Ungarn (Montag, 20.30 Uhr, alle bei sportdeutschland.tv) zu tun. Der Fokus gilt nur der Auftaktbegegnung. „Wir müssen den Tschechinnen unser Spiel aufzwängen“, verdeutlicht Smits. Der Star in der gegnerischen Mannschaft ist der DHB-Auswahl immerhin gut bekannt. Marketa Jerabkova stand bis zur vergangenen Saison noch in Diensten des Thüringer HC. (Björn Mahr)

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