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Halbzeit-Bilanz: So haben sich die vier heimischen Handball-Landesligisten geschlagen

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Von: Maurice Morth

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Klassenerhalt im Aufstiegsjahr im Blick: (von links) Neele Asmus, Sabrina Rode und Julia Weis von D/R/S.
Klassenerhalt im Aufstiegsjahr im Blick: (von links) Neele Asmus, Sabrina Rode und Julia Weis von D/R/S. © Marvin Heinz

Diese Woche beginnt für die heimischen Teams in der Handball-Landesliga der Männer und Frauen die Rückrunde. Wir blicken im Kurzcheck auf den bisherigen Saisonverlauf.

VfL Wanfried

Sieben Siege, sechs Niederlagen, macht 14:12 Punkte und den siebten Platz für die Mannschaft von Trainer Stefan Schröder, die mit drei Siegen gegen die MSG Körle/Guxhagen (29:28), TV Hersfeld (30:27) und TSG Ditterhausen (26:25) stark in die Saison 22/23 startete.

Nach einem Zwischenhoch folgten im November und Dezember allerdings drei Niederlagen gegen den VfB Bettenhausen (28:29), ESG Gensungen/Felsberg II (25:32) und die HSG Großenlüder/Hainzell II (27:34). Während der Punktverlust gegen den Oberligaabsteiger aus Großenlüder durchaus eingeplant werden konnte, war beispielsweise die dusselige Heimniederlage gegen Gensungen II mehr als ärgerlich.

Eine echte Bereicherung für das Spiel des VfL Wanfried: Neuzugang Paul Jegminat. ARCHI
Eine echte Bereicherung für das Spiel des VfL Wanfried: Neuzugang Paul Jegminat. ARCHI © Florian Künemund

Ein Platz im oberen Tabellendrittel ist für die Wanfrieder aber immer noch drin. Hoffnung macht vor allem Neuzugang Paul Jegminat. Der junge Thüringer spielt eine bärenstarke Debütsaison, übernimmt viel Verantwortung.

Eschweger TSV

„Bei unserem kleinen Kader dürfen wir keine Verletzungsprobleme bekommen“, sagte ETSV-Trainer Christian Löbens vor dem Saisonstart im Gespräch mit unserer Zeitung. Es sollte leider anders kommen für die Dietemänner, denn nicht nur verzögerte sich die Rückkehr von Dino Bacic nach seiner schweren Knieverletzung, unter anderem auch Jonas Wagner und Alin Smeu fehlten über längere Strecken der Hinserie.

Für Fabian Otto (links) und den Eschweger TSV lief die Saison bisher wenig zufriedenstellend.
Für Fabian Otto (links) und den Eschweger TSV lief die Saison bisher wenig zufriedenstellend. © Maurice Morth

Die Folge: Nur viermal konnte der ETSV die Platte als Sieger verlassen (8:18 Punkte, Platz 11), darunter waren aber immerhin wichtige Siege gegen die HSG Lohfelden/Vollmarshausen (38:33), ESG Gensungen/Felsberg II (26:23) und TG Rotenburg (32:27) – in diesem Jahr allesamt Kandidaten im Kampf um den Verbleib in der Landesliga.

Kapitän Mike Guthardt und Co. müssen in den ersten Wochen direkt da sein, denn schon am Sonntag geht es gegen Lohfelden und zwei Wochen später ist Gensungen II in der Heuberghalle zu Gast. Die Sache ist klar: Für den ETSV geht es nur noch darum, möglichst schnell viel Luft zwischen sich und die Abstiegsränge zu bringen.

SV Reichensachsen

Mit ein bisschen mehr Glück wäre für die Frauen des SV Reichensachsen noch mehr gegangen als der fünfte Platz (13:9 Punkte). Hinzu kam aber leider manchmal eigenes Unvermögen wie beim 24:28 gegen den Vorletzten HSG Zwehren/Kassel oder eben Verletzungspech.

So fielen Alina Munk und Anna-Lena Kehr nach nur wenigen Spieltagen längerfristig mit Knieverletzungen aus, auch auf die herausragende Verstärkung Fabienne Walz musste die Mannschaft von Matthias Meinl zum Ende der Hinrunde verzichten. Sinnbildlich der Dezember: Einem tollen Sieg gegen den damaligen Spitzenreiter TV Hersfeld (32:30) folgte als Favorit die knappe Niederlage im Derby gegen die HSG Datterode/Röhrda/Sontra (19:21).

Mit etwas mehr Glück wäre für Lacey Brand (rechts) und den SVR sogar noch mehr drin gewesen.
Mit etwas mehr Glück wäre für Lacey Brand (rechts) und den SVR sogar noch mehr drin gewesen. © Marvin Heinz

Mit dem Abstieg sollte der SVR allerdings absolut gar nichts zu tun haben. Kriegt er noch mehr Konstanz in die Leistungen, dürfte noch eine deutlich bessere Platzierung als nach der Hinrunde möglich sein.

HSG D/R/S

Ein bisschen sind sie die Stehaufmännchen der Landesliga Nord, denn deutliche Klatschen machen den Frauen der HSG D/R/S nichts aus: Sie kassierten mit Schlusslicht SVH Kassel (315) mit 313 Treffern die meisten Gegentore, konnten bei sechs Niederlagen als Aufsteiger aber immerhin schon starke fünf Siege einfahren und liegen mit 10:12 Punkten auf Platz 9.

Was gehen kann, das zeigte der Derbysieg vor Weihnachten gegen den SV Reichensachsen. Präsentiert sich das Team von Tommy Bake weiter so heimstark, klappt es mit dem Klassenerhalt in der Landesliga, den der Kader auch allemal hergibt. (Maurice Morth)

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