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Handball-WM: Deutsches Team gewinnt klar gegen Algerien

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Von: Björn Mahr

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Gut gelaunt: die deutschen Spieler (von links) Djibril M’ Bengue, Julian Köster, Andreas Wolff und Christoph Steinert. Im Hintergrund verdeckt: Simon Erns.
Gut gelaunt: die deutschen Spieler (von links) Djibril M’ Bengue, Julian Köster, Andreas Wolff und Christoph Steinert. Im Hintergrund verdeckt: Simon Erns. © IMAGO/CAMERA4+

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat zum Abschluss der Vorrunde in einem praktisch bedeutungslosen Spiel gegen Algerien den erwarteten 37:21 (16:9)-Kantersieg gefeiert.

Kattowitz – Weiter geht es für die Deutschen morgen gegen Argentinien (18 Uhr/ARD). Weitere Gegner: Die Niederlande (Samstag, 20.30 Uhr) und Norwegen (Montag, 20.30 Uhr).

Auch einer deutschen Mannschaft gelingt in diesen Tagen aber nicht alles. Sie hatten sich vor der Partie gegen Algerien zunächst die falschen Trikots angezogen. Ob es daran lag, dass das Team von Bundestrainer Alfred Gislason etwas verhalten ins Spiel startete? Wohl eher daran, dass der Chefcoach angesichts des bereits feststehenden Gruppensieges seine Startformation etwas änderte. „Wir wollen jetzt auch andere Spieler aktiv ins Turnier reinbekommen“, hatte Gislasons Assistent Erik Wudtke im Vorfeld der Begegnung gesagt. So durften Luca Witzke, Christoph Steinert, Rune Dahmke und Jannik Kohlbacher diesmal schon früh ran.

Das Tor zum 16:9-Pausenstand resultierte aus einem Strafwurf

Nach drei Minuten führte der Außenseiter 3:1. Der algerische Rückraum-Rechte Abdi Ayyoub überraschte in der Anfangsphase ein ums andere Mal die deutsche Hintermannschaft. Dann nahm das Duell aber mit zunehmender Dauer den erwarteten Verlauf. Patrick Groetzki, Juri Knorr, Kohlbacher, Steinert und Kapitän Johannes Golla wandelten den Rückstand in eine 6:3-Führung um (10.). Dazu kam, dass Torwart Andreas Wolff einige Chancen der Nordafrikaner zunichte machte.

Da der Vorsprung des Favoriten nach 20 Minuten auf fünf Treffer angewachsen war, brachte Gislason neben dem Berliner Paul Drux erstmals bei dieser WM Djibril M’Bengue vom Bergischen HC. Als der Linkshänder in der 27. Minute zum 14:9 traf, gab es nicht nur kräftigen Beifall von den Rängen, sondern auch Applaus von der Ersatzbank, wo die bisherigen Vielspieler Kai Häfner, Lukas Mertens, Philipp Weber und Knorr ihre Kräfte schonen konnten. Der junge Spielmacher von den Rhein-Neckar Löwen ließ sich aber die Ausführung der Siebenmeter nicht entgehen. Das Tor zum 16:9-Pausenstand resultierte aus einem Strafwurf.

Die einzige Schrecksekunde für das deutsche Team: die Verletzung von Witzke

Gislason hatte keinen Grund, seine Angriffsbesetzung umzustellen. Die einzige Änderung nach dem Wechsel: Joel Birlehm ersetzte Wolff – und der Mann von den Rhein-Neckar Löwen machte da weiter, wo sein Kollege vor der Pause aufgehört hatte. In der 33. Minute trug sich der Kieler Dahmke erstmals in die Torschützenliste bei dieser WM ein (19:11). Wenig später tat es ihm Drux gleich (23:12).

Die einzige Schrecksekunde für das deutsche Team: die Verletzung von Witzke. Er war von Bendjilali Sofiane am Kopf erwischt worden, der dafür nach Videobeweis die Rote Karte sah. Nach kurzer Pause ging es für den Leipziger aber weiter.

So blieb eigentlich nur noch eine Frage: Wie oft greifen die Deutschen bis zur Schlusssirene in die Trickkiste? Definitiv sehenswert war das Zusammenspiel von Linksaußen Dahmke mit Kohlbacher, das der treffsichere Löwen-Kreisläufer zum 28:16 nutzte (47.). Auch wenn die Tordifferenz für den Einzug in die Hauptrunde keine Rolle spielte, ließ das DHB-Team nicht nach. Sie lieferten ab, zur Freude, der Fans, die „Deutschland, Deutschland“ riefen – und das schon lange vor Spielende. (Björn Mahr)

Statistik

Algerien - Deutschland 21:37 (9:16)

Algerien: Ghedbane, Zemouchi - Ayoub 5, Khermouche 3, Kouri 3, Hichem 2, Nori Selim 2, Abdelkader 1, Bendjilali 1, Douchet 1, Hani Abderrafik 1, Naïm 1, Yacine 1/1, Arib, Hellal, Melazem

Deutschland: Birlehm (Rhein-Neckar Löwen), Wolff (KS Kielce) - Kohlbacher (RN Löwen) 10, Witzke (Leipzig) 5, Dahmke (Kiel) 4, Knorr (RN Löwen) 4/3, M´Bengue (Bergischer HC) 4, Steinert (Erlangen) 4, Drux (Berlin) 2, Golla (Flensburg-Handewitt) 2, Groetzki (RN Löwen) 2, Ernst (Leipzig), K. Häfner (Melsungen), Köster (Gummersbach), Mertens (Magdeburg), Ph. Weber (Magdeburg)

SR: Kiss/Biro (Ungarn) - Z: 2350

Strafminuten: 6 / 2 - Disqualifikation: Bendjilali (40.) / -

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