Auftaktspiel am Donnerstag in Düsseldorf gegen Bosnien-Herzegowina

Handballer in der EM-Qualifikation: Bundestrainer Alfred Gislason hat eine Sorge weniger

Der Trainer und einer seiner Kreisläufer: Alfred Gislason (links) und Hendrik Pekeler (hier ein Bild vom Lehrgang im März in Aschersleben).
+
Der Trainer und einer seiner Kreisläufer: Alfred Gislason (links) und Hendrik Pekeler (hier ein Bild vom Lehrgang im März in Aschersleben).

Lange musste er darauf warten. Nun steht fest, dass Alfred Gislason morgen sein Pflichtspiel-Debüt als Handball-Bundestrainer feiern wird – er hat eine Sorge weniger. Anwurf zum EM-Qualifikationsspiel in Düsseldorf gegen Bosnien-Herzegowina ist um 16.15 Uhr (ZDF).

Kassel – Lange musste er darauf warten. Nun steht fest, dass Alfred Gislason morgen sein Pflichtspiel-Debüt als Handball-Bundestrainer feiern wird – er hat eine Sorge weniger. Anwurf zum EM-Qualifikationsspiel in Düsseldorf gegen Bosnien-Herzegowina ist um 16.15 Uhr (ZDF).

Da der Gast coronabedingt etliche Ausfälle und die Europäische Handball-Föderation (EHF) um eine Verlegung gebeten hatte, war bis gestern Abend nicht sicher, ob die Partie ausgetragen werden kann. Erst dann herrschte Klarheit. „Die EHF und wir haben die Risiken gering gehalten“, hatte Sportvorstand Axel Kromer zuvor während eines digitalen Medientermins des Deutschen Handballbundes (DHB) betont.

Der Lehrgangsbeginn

Am Dienstagmorgen war bei der deutschen Mannschaft ein Stück weit Normalität eingekehrt. Nach dem alle deutschen Teammitglieder negativ getestet worden waren. Und nachdem klar war, dass nach Steffen Weinhold (verletzt) auch Andreas Wolff, Christian Dissinger und Philipp Weber wegen Coronaproblemen in ihren Klubs nicht zur DHB-Auswahl stoßen werden, stürzte sich Gislason in die Arbeit mit seiner Mannschaft: erst Videostudium, dann Übungseinheit.

„Alfred war sehr motiviert. Wir haben die zwei Stunden fast voll gemacht“, berichtete Torwart Johannes Bitter. Der Isländer hatte Berlins Paul Drux und Wetzlars Schlussmann Till Klimpke nachnominiert.

Das Trainerdebüt

Gislasons Einstand sollte eigentlich schon im März stattfinden – damals verhinderte Corona die Austragung des Tests in Magdeburg gegen die Niederlande. Mit der Unsicherheit in dieser Woche ging der frühere Bundesliga-Coach ganz gut um. „Wer Alfred kennt, der weiß, dass er mit einer gehörigen Portion Selbstironie ausgestattet ist“, sagt der Stuttgarter Bitter.

Als Gislason seinen Kader für die EM-Qualifikation vor neun Tagen bekanntgab, war absehbar, dass er wenig experimentieren würde. So nominierte er beispielsweise Hendrik Pekeler und Patrick Wiencek – mit den beiden Kreisläufern und Abwehrstrategen arbeitete er bereits jahrelang in Kiel zusammen. Und dass gleich sechs Profis von der MT Melsungen dabei sind und für eine Blockbildung sorgen, bestätigt die Einschätzung.

„Ich habe erst vier Tage unter Alfred im März trainiert. Aber ich habe sofort gemerkt, dass er ein sehr erfahrener Trainer ist und genau weiß, wann er Zuckerbrot und wann er Peitsche geben muss“, erklärt Timo Kastening, der Handballer des Jahres . Der ehemalige Hannoveraner ist einer von zwei eingeladenen Rechtsaußen von der MT.

Das Spiel in Estland

Der Plan der deutschen Mannschaft sieht vor, am Sonntag praktisch zum Aufwärmen in Tallinn einzutreffen und gegen die Esten zu spielen. Anwurf ist um 15.15 Uhr (live im ZDF). Vielleicht muss der Europameister von 2016 aber auch am Vortag anreisen – dann müsste der deutsche Tross, der mit einer Chartermaschine ins Baltikum fliegt, noch einmal komplett im Hotel getestet werden. „Mehr Sicherheit ist kaum möglich“, sagt der Melsunger Linkshänder Tobias Reichmann, „ich mache mir wenig Gedanken.“ Aber erst mal geht es gegen Bosnien-Herzegowina. (Björn Mahr)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.