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Handballerinnen starten heute in die EM: Hoffnungen ruhen auch auf Torfrau Katharina Filter

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Von: Björn Mahr

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Ob sie auch zum EM-Auftakt jubeln darf? Torfrau Katharina Filter ist heute gegen Polen gefordert.
Ob sie auch zum EM-Auftakt jubeln darf? Torfrau Katharina Filter ist heute gegen Polen gefordert. © IMAGO/WOLF-SPORTFOTO

Nach einem aufregendem Jahr nimmt Katharina Filter nun mit der deutschen Handball-Nationalmannschaft an der EM teil. Heute geht es gegen Polen.

Kassel - Der erste Morgen in Podgorica begann für Katharina Filter und das deutsche Handball-Nationalteam mit einem Spaziergang. Am Tag nach der Ankunft im Fünf-Sterne-Hotel Voco im Westen der montenegrinischen Hauptstadt erkundeten die Torfrau und ihre Kollegen erst einmal die Umgebung. „Das passt hier soweit“, lautete die kurze Antwort der 23-Jährigen beim Digitalen Medientermin des Deutschen Handballbundes (DHB) am Freitag.

Das nur etwa zehn Autominuten entfernte Moraca Sports Centre, in dem die Torhüterin während der EM-Vorrunde ihrer Mannschaft den nötigen Rückhalt geben soll, betrat Filter erstmals gestern beim Abschlusstraining für die Auftaktbegegnung heute ab 20.30 Uhr (live bei sportdeutschland.tv) gegen Polen.

Zwar steht die gebürtige Hamburgerin vor ihrer ersten Teilnahme an einer Frauen-Europameisterschaft. Es ist aber auch nicht so, dass eine derartige Herausforderung neu für sie ist. Vor gut einem Jahr nahm sie an der WM in Spanien teil. Und in diesem Sommer wurde sie mit einem DHB-Team Beachhandball-Weltmeister und World-Games-Gewinner. Beachhandball? Ja, Filter kann’s in der Halle und im Sand.

„Das Jahr war sehr aufregend. Es waren alles große und super-spannende Ereignisse, die auch noch viel Spaß gemacht haben“, erklärte die Torfrau auf Nachfrage dieser Zeitung. „Jetzt freue ich mich mega auf das nächste Turnier.“ Sie spüre auch schon ein bisschen Nervosität.

Kein Wunder, denn in Abwesenheit der erfahrenen Dinah Eckerle (Schwangerschaft) steht sie unter besonderer Beobachtung – auch wenn sie mit Isabell Roch ein Torhüterinnenduo bildet. „Wir verstehen uns gut und passen als Gespann gut zusammen“, betont Filter, die nach eigener Auskunft eher ein „ruhigeres Torwartspiel“ hat. Ihre Kollegin würde, wie sie ergänzt, „mehr springen“.

Bundestrainer Markus Gaugisch ist zufrieden mit seiner Besetzung zwischen den Pfosten. Zu Roch fallen ihm Begriffe wie Aggressivität und Freestyle ein. Zu Filter sagt er: „Sie hat ein sehr gut ausgebildetes Torhüterspiel, teilweise etwas fürs Lehrbuch.“

Filter gehört zu den Akteurinnen im deutschen Team, die ihr Geld im Ausland verdienen. Im Sommer wechselte sie nach Dänemark zu Kopenhagen Handbold. Dort steht auch Silje Bröns Petersen unter Vertrag, mit der sie sich in Podgorica das Zimmer teilt. In Kopenhagen bekommt sie viele Spielanteile: „Ich fühle mich wohl dort. In den letzten Partien habe ich durchgespielt.“

Zuvor trug sie das Trikot des Buxtehunder SV. Ihr Bundesligadebüt gab sie am 7. September 2019 gegen die HSG Bad Wildungen – es gelang ihr, elf Würfe zu parieren. Wenn sie auch heute Abend einen zweistelligen Wert erreicht, könnte es nach einem schönen ersten Tag in Podgorica einen noch schöneren zweiten geben. (Björn Mahr)

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