Großer Frühjahrs-Preis

Hünfelderin Hannah Heinle hängt die Männer im S-Springen ab

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Auf dem Weg zum Sieg beim Großen Preis: Hannah Heinle vom RFV Hünfeld und ihre Stute Moulin Rouge sind längst ein gutes Team geworden. Das bewiesen sie auch in Richelsdorf.

Richelsdorf. Der Sieg im Großen Preis beim Frühjahrs-Reitturnier des RFV Richelsdorf geht nach Hünfeld. Die kühlen Temperaturen beim S-Springen mit Stechen am Sonntagnachmittag waren schnell vergessen, denn es ging heiß her. Gleich 17 Paare blieben im Umlauf fehlerfrei und zogen ins Stechen ein.

Das verlief äußerst spannend. Den Sieg schnappte am Ende Hannah Heinle vom RFV Hünfeld auf ihrer in Holstein gezogenen Stute Moulin Rouge zwei Männern vor der Nase weg. Sie unterbot die Top-Zeiten des zweitplatzierten Frank Plock aus Borken auf Agatha Christy (42 sek) und des gebürtigen Richelsdorfers Sönke Kohrock auf Iwest Cascari (43 sek) noch. Atemberaubend und ohne Stangenkontakt galoppierte sie in 40 Sekunden den Herren davon. Neben dem dritten ging auf Landjano auch der vierte Rang an Sönke Kohrock.

Stolzer Papa

Hermann Heinle, der Vater und Trainer der Siegerin, konnte stolz auf seine Tochter sein. Er war früher selbst erfolgreich im Springsport unterwegs und ist mit Renate und Peter Kohrock um die Wette geritten. Nun begleitet er Hannah zu jedem Turnier.

Das Siegerpferd Moulin Rouge, eine 15-jährige Stute, kam erst vor sieben Jahren in den Sport. Zuvor hatte das Pferd bereits vier Fohlen bekommen. Das erste Turnierjahr gestaltete sich schwierig, berichtet Vater Hermann: „Da dachten wir, das wird nix mit den beiden.“ Dann aber platzte der Knoten. „Das war heute der fünfte S-Sieg für die beiden“, sagt der Papa und strahlt. Tochter Hannah absolviert zurzeit ein Referendariat zur Lehrerin für Biologie und Sport in Fulda.

Nicht am Start war - wie bereits berichtet - die verletzte Vorjahressiegerin Amke Stroman aus Eiterfeld. Der Plan, dass ihr Lebensgefährte Ralf Litz ihre Pferde in den Parcours reiten sollte, zerschlug sich bereits bei dessen zweitem Start am Mittwoch: Bei der Landung seines Pferdes verletzte er sich am Außenmeniskus und am hinteren Kreuzband.

Im Zeit-S-Springen am Samstag war Heino Möller, der für den Turnierstall „Reifen Müller“ in Detter-Weißenbach tätig ist, nicht zu schlagen. Als 27. von insgesamt 53 Startern lieferte er mit 57 Sekunden die Tagesbestzeit. Sein Pferd Empire machte seinem Namen alle Ehre und beherrschte die Konkurrenz. Mit seinem zweiten Pferd Lexus sicherte sich Möller in 61 Sekunden noch Platz drei. Niels von Hirschheydt vom RV Hardenberg konnte sich mit Quadrivio als Zweiter platzieren.

Von Christina Bode

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