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Harte Nuss zum Auftakt: SV Adler mit Heimspiel beim Hessenliga-Debüt

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Von: Maurice Morth

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Eine Frage wird für den SVA sein: Wie schnell finden sich die beiden Torjäger Sören Gonnermann (rechts) und Jan Gerbig in der Hessenliga zurecht?
Eine Frage wird für den SVA sein: Wie schnell finden sich die beiden Torjäger Sören Gonnermann (rechts) und Jan Gerbig in der Hessenliga zurecht? © Marvin Heinz

Mit einem Heimspiel gegen den FC Eddersheim am Sonntag beginnt der Aufsteiger SV Adler Weidenhausen das Abenteuer Hessenliga (Anstoß: 15 Uhr). Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Wie ist der FC Eddersheim sportlich einzuschätzen?

Stark. In der vergangenen Saison belegten die Südhessen in der Abschlusstabelle der Aufstiegsrunde den vierten Tabellenplatz. Bis auf einen Ausreißer im ersten Coronajahr landete der FC seit dem Wiederaufstieg 2018 immer unter den ersten sechs Mannschaften.

In dem sehr jungen Team (Altersdurchschnitt liegt bei 22,8) stechen Innenverteidiger Jörg Finger (152 Spiele in der Hessenliga), Stürmer Niklas Rottenau (147 Hessenligaspiele) und Außenspieler Christopher Krause (124 Hessenligaspiele) mit ihrer Erfahrung heraus.

Was für ein Spiel dürfen die Zuschauer auf dem Chattenloh erwarten?

Der SV Adler Weidenhausen wird sein Heil nicht mit offenem Visier in der Offensive suchen, sondern versuchen, erst einmal in der Defensive gut zu stehen.

Der ambitionierte und von Christian Lüllig trainierte FC Eddersheim wird sehr wahrscheinlich das Spiel an sich reißen. Die Räume, die dem SV Adler Weidenhausen im Umschaltspiel angeboten werden, müssen konsequent genutzt werden.

Das Testspiel gegen den Regionalligisten Kickers Offenbach endete für den FC Eddersheim jüngst mit einem 0:0. Vorne: FC-Neuzugang Simon Lüders, der vom FSV Frankfurt nach Hattersheim wechselte.
Das Testspiel gegen den Regionalligisten Kickers Offenbach endete für den FC Eddersheim jüngst mit einem 0:0. Vorne: FC-Neuzugang Simon Lüders, der vom FSV Frankfurt nach Hattersheim wechselte. © Imago/Marcel Lorenz

Wie sieht es personell beim SV Adler aus?

Aufgrund einer hartnäckigen Erkrankung konnte Stamm-Linksverteidiger Jannis Beng (25) seit Ende der Vorsaison kaum trainieren. Trainer Ronald Leonhardt ist also direkt gezwungen, seine bewährte Stamm-Viererkette aus dem Meisterjahr zu ändern. Neuzugang Robin Roscher verletzte sich im ersten Training am Fuß, auch er steht auf unbestimmte Zeit nicht zur Verfügung.

Ansonsten kam die Mannschaft im Hinblick auf Verletzungen vergleichsweise gut durch die kurze Vorbereitung. Auch Tim Gonnermann konnte nach langer Ausfallzeit bereits wieder gegen Ende der Vorsaison ins Geschehen eingreifen. Der Mittelfeldregisseur verfügt mit 27 Partien die größte Hessenligaerfahrung, dahinter folgt Rückkehrer Jan Ullrich mit neun Einsätzen. Für den Rest des Kaders ist es die Hessenligapremiere.

Was ändert sich für die Zuschauer in der Hessenliga auf dem Chattenloh?

Statt fünf Euro kostet der Eintritt nun sieben Euro. An der Parkplatzsituation ändert sich nichts, der SV Adler Weidenhausen, der mit rund 600 Zuschauern rechnet, empfiehlt, möglichst frühzeitig anzureisen.

Wie geht es für den SV Adler Weidenhausen nach dem Auftakt in der Hessenliga weiter?

Knallhart mit einer Englischen Woche. Bereits am Mittwochabend steht das Nordhessenderby beim KSV Baunatal (Anstoß: 19 Uhr). Am Samstag darauf hat der SV Adler Weidenhausen den Regionalligaabsteiger FC Gießen auf dem Chattenloh zu Gast (Anstoß: 15 Uhr).

Wissenswertes zum Gegner

Der FC Eddersheim wurde am 12. Dezember 1931 im südhessischen Hattersheim am Main (Main-Taunus-Kreis) gegründet. Die Stadt hat heute rund 30 000 Einwohner. Nachdem der FC Jahrzehnte zwischen der Kreis- und Bezirksliga pendelte, gelang 1996 der Aufstieg in die Bezirksoberliga und 2002 der Sprung in die damalige Landesliga. Nach dem zweimaligen Scheitern in der Relegation zur Oberliga, unter anderem gegen den SVA Bad Hersfeld 2009, folgte 2012 der Aufstieg in die mittlerweile geschaffene Hessenliga. Nach dem direkten Wiederabstieg schaffte es der FC 2018 erneut in die Hessenliga.

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