Edermünder Runde: Überraschungssieger von 2010 kein Außenseiter mehr

Hauschkes Husarenstücke

Gefragte Autogramme: Axel Hauschke, Überraschungssieger von 2010, der die Profis auch bei der 13. Edermünder Runde ärgern will. Archivbild: Kasiewicz

Edermünde. So ist das mit den Außenseitern: Auf einmal sind sie keine mehr, weil sie aus dem Schatten ins Rampenlicht getreten sind und die Konkurrenz sie nun auf der Rechnung hat. Genau damit rechnet Axel Hauschke, der Überraschungssieger der 12. Edermünder Runde, bei der 13. Auflage von Nordhessens einzigem Profiradrennen (So. 16 Uhr in Besse). Und genau deshalb glaubt der A-Fahrer nicht an eine erfolgreiche Titelverteidigung: „Das lässt sich unter diesen Bedingungen kaum wiederholen.“

Eine Prognose, auf die sich indes die vermeintlichen Favoriten wie Dirk Müller, André Schulze oder Johannes Fröhlinger - alle drei gestandene Profis - nicht verlassen sollten. Denn bei seinem selbsternannten „Heimrennen“ ist der lupenreine Amateur nicht nur beim letzten Mal, als er dem dreifachen Sieger Müller nach hartem Kampf auf der Zielgeraden stehen ließ, über sich hinausgewachsen.

2000 war der Lohfeldener vorn, wobei die Besetzung noch nicht ganz so hochkarätig war. Dafür überraschte der Fahrer vom Regio Team SF 2008 (Dritter hinter Dirk Müller und Johannes Fröhlinger) und noch mehr 2009, als er diesen Podiumsplatz eindrucksvoll bestätigte.

Sein damaliges renommiertes „Opfer“: Nutrixxion-Profi Eric Baumann. Um einer Sprintentscheidung aus dem Weg zu gehen, fuhr er dem Kraftpaket zur Überraschung aller Experten am letzten Anstieg einfach davon.

Husarenstücke, die sich der 35-Jährige, im ersten Leben in einem Familienbetrieb (Putz- und Stuckgeschäft) 40 bis 50 Stunden pro Woche beschäftigt, kaum erklären kann. Vielleicht ist es die Zähigkeit, die den immer wieder auftrumpfenden Außenseiter auszeichnet und die auf dem giftigen Kurs durch Besse besonders gefragt ist.

Auf jeden Fall der Heimvorteil, weil er jede Kurve mit verbundenen Augen fahren könnte und dabei von vielen Freunden und Bekannten an der Strecke angefeuert wird. Und nicht zuletzt sein Team, das in dieser Saison besonders gut gefahren ist. Allen voran Markus Koob, der aktuelle Hessenmeister, der bei der Edermünder Runde auch schon zweimal auf dem Treppchen war.

Axel Hauschke, der in der Vorbereitung auf die 13. Edermünder Runde einige zusätzliche Trainingseinheiten eingebaut hat, fehlt bei seinen bisher 16 Platzierungen 2011 noch ein echter Coup. Nicht auszuschließen, dass der Sieger von 2010 ihn bei seinem „Jahreshöhepunkt“ landet. Gerade weil er zum zweiten Mal als Titelverteidiger ins Rennen geht, was für ihn keine Bürde sondern eine Dosis „Extra-Motivation“ (Hauschke) ist.

Ein Grund mehr für die hochkarätige Konkurrenz, den Routinier nicht aus den Augen zu lassen.

Von Ralf Ohm

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