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Helden auf dem Asphalt der Formel 1

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Von: Jacob von Sass

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Nach Verstappens WM-Sieg: Diese Formel-1-Fahrer habe eigene Ära geprägt

Niki Lauda in seinem roten Ferrari: hier beim Großen Preis von Großbritannien in der Saison 1974.
Niki Lauda in seinem roten Ferrari: hier beim Großen Preis von Großbritannien in der Saison 1974. © via www.imago-images.de

Schon vier Rennen vor Saisonende konnte der Niederländer Max Verstappen seinen zweiten Weltmeistertitel im japanischen Suzuka feiern. Damit könnte der 25-Jährige eine neue Ära in der Formel 1 einläuten, wie es auch schon einige Fahrer vor ihm geschafft haben. Hier ein Blick in die Vergangenheit der Königsklasse des Motorsports.

Juan Manuel Fangio

Der Argentinier, der 1995 verstarb, hat in den Anfangsjahren der Formel 1 zwischen 1950 und 1960 insgesamt fünfmal den Weltmeistertitel geholt. Sein erster Erfolg gelang ihm im Jahr 1951 in einem Alfa Romeo. 1954 wurde er dann von Mercedes Benz verpflichtet. Das Rennauto seines neuen Teams war zu Anfang der Saison allerdings noch nicht einsatzbereit, weshalb er die ersten beiden Rennen für das Team von Maserati fuhr, um seine Chancen auf die Weltmeisterschaft nicht zu gefährden. Noch immer hält Fangio den Rekord für die höchste Erfolgsquote in der Formel 1. Diese liegt bei 47 Prozent, da er 24 seiner insgesamt 51 Rennen gewinnen konnte.

Jackie Stewart

Der Schotte Jackie Stewart, der von 1965 bis 1973 in der Formel 1 fuhr, gewann in dieser Zeit dreimal den Weltmeistertitel. Dass er überhaupt Rennfahrer wurde, war nicht unbedingt vorherbestimmt. So qualifizierte er sich nämlich beinahe für die Olympischen Sommerspiele 1960 in Rom in der Disziplin Wurfscheiben-Schießen. Am Ende entschied er sich aber doch für den Motorsport und begann seine Karriere in der britischen Formel 3.

Niki Lauda

Im Jahr 1975 konnte Niki Lauda als erster und einziger Österreicher einen Weltmeistertitel in der Formel 1 gewinnen. 1977 folgte ein weiterer im Cockpit von Ferrari und 1984 einer für das Team von McLaren. In der Saison 1976 zog er sich bei einem Rennen auf dem Nürburgring seine charakteristischen Brandverletzungen zu. Neben dem Rennsport war das Fliegen eine große Leidenschaft von Lauda, der selber Pilot war. 1979 gründete er seine eigene Fluggesellschaft Lauda Air, die anfangs vor allem Flüge in den Nahen Osten anbot. Nach einer Lungenerkrankung und Problemen mit seiner Spenderniere verstarb Lauda im Alter von 70 Jahren.

Ayrton Senna verstarb 1994 bei einem Rennen.
Ayrton Senna verstarb 1994 bei einem Rennen. © via www.imago-images.de

Piquet/Senna

In den 80er-Jahren und Anfang der 90er-Jahre wurde die Formel 1 vor allem durch die beiden Brasilianer Nelson Piquet und Ayrton Senna geprägt. Beiden gewannen zwischen 1981 und 1991 zusammen sechs Weltmeisterschaften. Jeder der beiden jeweils drei Stück. Piquet war vor allem wegen seiner waghalsigen und provokanten Fahrweise bekannt, mit der er oft versuchte, seine Gegner bloßzustellen. Ein großer Konkurrent war der Franzose Alain Prost, der vier Weltmeistertitel holen konnte. Über die Grenzen der Formel 1 hinaus erlangte Ayrton Senna 1994 traurige Bekanntheit. Beim Großen Preis von San Marino verstarb der Brasilianer bei einem Unfall. Daraufhin wurde in seiner Heimat drei Tage Staatstrauer angesetzt. Vor seinem Tod hatte sich Senna sogar noch mit anderen Fahrern für mehr Sicherheit in der Formel 1 eingesetzt.

Schumacher/Vettel

Mit sieben Weltmeistertiteln ist Michael Schumacher neben Lewis Hamilton Rekordweltmeister der Formel 1. Seinen Anfang machte Schumacher wie viele andere Fahrer im Kartsport. Vor seinem Formel-1-Debüt fuhr er unter anderem in der DTM, aber auch in der japanischen Formel 3000, auch Formel Nippon genannt. Hier bewies er vor allem das Talent, sich kurzfristig auf unbekannte Strecken einzustellen. Sebastian Vettel galt lange als sein inoffizieller Nachfolger und holte von 2010 bis 2013 vier Titel hintereinander. Ende dieser Saison will Vettel, der momentan für das Team von Aston Martin fährt, seine Karriere an den Nagel hängen. Als Grund dafür nannte er, dass er sich auf andere Dinge wie den Umweltschutz und seine Familie konzentrieren wolle und sich das nicht mit dem Leben als Formel 1-Fahrer vereinbaren lasse.

Lewis Hamilton kommt auf sieben Titel.
Lewis Hamilton kommt auf sieben Titel. © Antonio Calanni

Lewis Hamilton

Der Brite Lewis Hamilton gewann in den vergangenen 15 Jahren insgesamt sieben Weltmeisterschaften in der Formel 1 gewinnen. Neben der Rennstrecke fällt er oft wegen seiner extravaganten Outfits auf. So trug er dieses Jahr beim Großen Preis von Belgien in Spa eine rosafarbene Sturmhaube, die auf Twitter für viel Aufsehen sorgte. So wurde er unter anderem als Teletubby oder Power Ranger bezeichnet. (Jakob von Sass)

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