Biathlon-Europameisterschaften: Auch Nadine und Karolin Horchler unter den Top-Ten

Hennecke holt Bronze

Endlich die ersehnte Medaille: Carolin Hennecke sicherte sich im Einzelrennen Bronze – ihr erstes Einzel-Edelmetall bei einer EM. Foto: René Miko

Osrblie/Willingen. Erste Medaillen für die Frauen: Bei den Europameisterschaften im Biathlon holte Carolin Hennecke vom SC Willingen im Einzelwettkampf über 15 Kilometer Bronze. Die Stormbrucherin verfehlte am Schießstand lediglich eine Scheibe und hatte im Ziel 1:07,4 Minuten Rückstand auf die Siegerin Anastasia Zagoruiko (Russland), die ebenfalls einen Fehler schoss. Die Oberhoferin Juliane Döll sicherte sich Silber.

„Es ist richtig gut gelaufen. Ich habe schon gar nicht mehr mit einer Medaille gerechnet. Deswegen ist der dritte Platz jetzt umso schöner“, sagte Hennecke. Im Laufen fühlte sich die Sportsoldatin noch nicht ganz fit: „Ich musste das Rennen gut einteilen, weil ich mich anfangs nicht so gut gefühlt habe. Hintenraus lief es dann aber immer besser.“

Trotzdem ging es besonders auf der letzten Runde eng zu: Die Russin Ekaterina Shumilova landete mit nur 2,9 Sekunden hinter Hennecke auf Rang vier. „Erst hatte ich noch einen ordentlichen Vorsprung. Der schmolz allerdings schnell dahin. Glücklicherweise hat’s noch für die Medaille gereicht.“ Auch Henneckes Zimmerkollegin Juliane Döll sicherte sich eine Medaille. Die Oberhoferin hatte bei den ersten beiden Schießeinlagen eine Scheibe verfehlt und bekam dafür jeweils eine Minute Zeitzuschlag. Nach 15 Kilometern trennten sie lediglich 46,5 Sekunden vom ersten Platz. „Wir werden auf jeden Fall auf unsere Medaillen anstoßen und ein wenig feiern“, so Hennecke.

Die Ottlarerin Nadine Horchler verpasste erneut nur knapp einen Podestplatz: Bis zum dritten Schießen lag die 25-Jährige auf Medaillenkurs, leistete sich dann allerdings den ersten Fehler bei der EM. Mit 1:17,8 Minuten Rückstand landete sie auf Platz fünf – zehn Sekunden fehlten zu Bronze. „Es ist schon ärgerlich, dass ich jedes Mal so knapp an der Medaille vorbei geschrappt bin.“

Direkt hinter Horchler reihte sich die Winterbergerin Maren Hammerschmidt ein, die zwei Minuten Zeitaufschlag bekam. Als einzige Biathletin im 41-köpfigen Starterfeld blieb Karolin Horchler (Clausthal-Zellerfeld) fehlerfrei. Mit einem Rückstand von 2:43,2 Minuten lief die gebürtige Ottlarerin auf Platz neun.

Bereits morgen geht es für die Sportlerinnen mit der Staffel weiter: Carolin Hennecke und Nadine Horchler sind neben Juliane Döll und Maren Hammerschmidt fest gesetzt – Karolin Horchler wird nicht dabei sein. Das Ziel für die Staffel ist klar gesteckt: „Wir wollen eine Medaille“, waren sich Carolin und Nadine einig.

Von Friederike Göbel

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