Seine Frau ist Dortmund-Fan

BVB-Traditionself in Hofgeismar: Schalke-Anhänger hamstert Watzke-Trikot

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Ausgetanzt: Franck Patrick Njambe verlädt den Hofgeismarer Sinan Oelge.

Hofgeismar. Sie haben sich gedehnt, gestreckt und warm geschossen. Hofgeismars Altherren-Fußballer sind bereit für den Anpfiff. Wo aber ist der Gegner?

Wo sind Frank Mill, David Odonkor und die anderen Spieler der Dortmunder Traditionself? Fragende Blicke unter den 750 Besuchern im Angerstadion, auf die es zunächst keine Antwort gibt. Die TSG-Vereinsführung wirkt ein wenig ratlos.

Torschütze: Dominik Sorger (links). Alexander Weiland gratuliert zum 1:6.

23 Minuten nach dem offiziellen Beginn rollt ein Taxi ins Angerstadion, drei weitere folgen. „Da kommen sie“, ruft ein Kind in schwarz-gelber Kleidung.

Ein Ex-Profi nach dem anderen steigt aus. Rund um die Hessentagsstadt sei alles dicht gewesen, erklären sie und eilen schnellen Schrittes in die Kabinen.

Knapp 30 Minuten später stehen die Borussen auf dem Platz. Unter ihnen auch Geschaftsführer Hans-Joachim Watzke. Als sein Name vom Stadionsprecher vorgelesen wird, klatschen die Zuschauer viel Beifall. Watzke zeigt sich auf dem Rasen ähnlich souverän wie als BVB-Boss. In der 20. Spielminute verwandelt „Aki“ einen von Lars Hofeditz an Mill verursachten Foulelfmeter zum 0:2. Am Ende heißt es 1:7.

Zum Seitenwechsel ist Schluss für den 58-Jährigen. „Ich muss wegen eines wichtigen Termins zurück nach Dortmund“, verabschiedet er sich nach zahlreichen Autogrammen und Selfis in die Umkleide, wo ein Schalke-Fan auf ihn wartet. Murat Oelge fragt nach dem Trikot. Dem Wunsch des Linienrichters kommt Watzke nach.

Freudestrahlend zeigt Oelge das Dress seinen Schriri-Kollegen: „Da wird meine Frau überrascht sein. Sie ist ein echter BVB-Anhänger.“

Echte Liebe. Schalke-Fan Murat Oelge mit dem Trikot von BVB-Boss Hans-Joachim Watzke.

Während Oelge stolz auf Watzkes Leibchen ist, wird Dominik Sorger das Freundschaftsspiel noch lange in guter Erinnerung behalten.

Sorger gelang der Ehrentreffer gegen die Traditionself. Scheiterte zunächst Alexander Stoyhe nach einem Alleingang an Jörg Kühl, hob Sorger den Ball im Nachschuss über den BVB-Torhüter zum zwischenzeitlichen 1:6. Jubelnd riss er die Arme nach oben und ließ sich feiern.

Bejubelt wurden aber auch die anderen Treffer. Mill hatte den Torreigen nach Odonkor-Franke eröffnet. Martin Driller (2), Giovanni Frederico, Lars Müller, Michael Lusch und eben Watzke per Strafstoß sorgten letztendlich für ein standesgemäßes 7:1.

Hofgeismar: Belarbi - Lindemann, Beck, Falkenhain, Berndt, Kuhn, S. Oelge, Le Maire, Weiland, Hartmann, Pöppler, Mander, Heine, Kunze, Muhl, Übel, Sorger, Hofeditz, Frank, P. Vögeli, Stoyhe; Trainer: A. Vögeli/Deppe.

Dortmund: Kühl - Njambe, Karl, Burmann, Driller, Lusch, Breitzke, Federico, Odonkor, Watzke, Mill, Müller, Kurrat, Gutberlet; Trainer: Kutowski

Schiedsrichter: Kohlweg (Weser/Diemel), M. Oelge, Hüther (beide Hofgeismar)

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