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Spitzenklasse hautnah: Hessische Rudermeisterschaften am Wochenende auf Werratalsee

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Von: Maurice Morth

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Bild von den Hessischen Rudermeisterschaften im Jahr 2018: Den damals widrigen Wetterbedingungen auf dem Werratalsee trotzten die Eschweger Ruderer um Nele Becker (vorne). ARCHI
Bild von den Hessischen Rudermeisterschaften im Jahr 2018: Den damals widrigen Wetterbedingungen auf dem Werratalsee trotzten die Eschweger Ruderer um Nele Becker (vorne). ARCHI © Markus Claus

Nach längerer Pause finden am Wochenende wieder die Hessischen Rudermeisterschaften auf dem Werratalsee statt. Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Eschwege – Vertraut man auf die – zugegeben noch ungenaue – Wetterprognose, dann erwarten die Ruderer beim kommenden Highlight am Wochenende auf dem Werratalsee in Eschwege Wind, Wellen und vielleicht auch die eine oder andere tückische Böe.

Daran ändern werden diese eventuell erschwerten Wetterbedingungen aber nichts, dass sich die besten Ruderer des Bundeslandes bei den Hessischen Rudermeisterschaften messen. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zum Wettkampf.

Wie viele Sportler werden sich im Wettstreit messen?

Rund 350 Aktive aus rund 50 hessischen Rudervereinen und Renngemeinschaften sind am kommenden Samstag, 1. Oktober, und Sonntag, 2. Oktober, beim Kampf um den Meistertitel mit dabei. Nach einer mehrjährigen Pause, unter anderem bedingt durch die Corona-Pandemie, wird der Werratalsee erstmals wieder von Hessens Besten im Ruderboot in Beschlag genommen.

Wo finden die Rennen auf dem Werratalsee statt?

Das Regattagelände befindet sich am Werratalsee dort, wo vor einigen Wochen noch vor der Seebühne beim Open-Flair-Festival gerockt wurde. Entsprechende Verpflegung für Zuschauer gibt es dort ebenfalls.

Wer rudert wann?

Insgesamt sind über 120 Rennen zu sehen. Über die Distanz von 1000 Meter geht es ab Samstag ab 8.45 Uhr in den Vorläufen und von etwa 11 Uhr bis 16.30 Uhr in den Endläufen. Am Sonntag geht es dann über die kurze Wettkampfdistanz von 350 Meter.

Vor allem die Sprintrennen sind das Ruderspektakel schlechthin für Zuschauer, weil die Gegner auf dem Wasser mit hoher Schlagzahl in Schach gehalten werden müssen. Bootsklassen vom Einer bis zum Vierer mit Steuerleuten werden in Höchstgeschwindigkeit die sechs einsehbaren Wettkampfbahnen herunterrasen.

Los geht es mit diesen Wettkämpfen am Sonntag ab 9.30 Uhr, der letzte Start ist um 14.45 Uhr geplant. Neben den Meisterschaftsrennen im Junioren- und Erwachsenenbereich werden auch Landesmeistertitel in Kinderrennen vergeben. Leider wird aufgrund der zu geringen Meldezahlen in diesem Jahr kein Achterrennen zustande kommen, teilt Michael Hauffe vom ausrichtenden Eschweger Ruderverein (ERV) mit.

Wer sind an diesem Wochenende die Favoriten?

Bei den hessischen Spitzenathleten wird es besonders im Männer-Einer sehr spannend werden. Hier starten die aktuell stärksten deutschen Männer im Skiff für hessische Vereine. Zwar ist der für die Frankfurter Rudergesellschaft „Germania“ aktive und frisch gekürte Weltmeister Oliver Zeidler nicht am Start, aber mit Marc Weber und Jonas Gelsen stehen hochklassige Einerruderer bereit.

Der Olympiateilnehmer Marc Weber aus Marburg belegte in diesem Jahr bei der Rotsee-Regatta in Luzern den dritten Platz, sein stärkster Gegner Jonas Gelsen aus Frankfurt war bei den diesjährigen deutschen Ranglistenrennen Zweiter hinter Zeidler. Darüber hinaus gehen weitere Kaderathleten an den Start.

Wie sieht es mit den Lokalmatadoren aus?

Beim Heimrennen wollen sich auch einige Angehörige der Eschweger Rennmannschaft präsentieren. Martina Goretzki, Charlotte Götting, Michelle und Marcel Hesse, Till Bevern und Bernd Heinemann versuchen sich in Zweierrennen gegen die hessische Konkurrenz zu behaupten.

Worauf hofft der Gastgeber besonders?

Die Organisation der zweitägigen Veranstaltung ist ein organisatorischer Kraftakt für den heimischen Eschweger Ruderverein. Aus diesem Grund hofft der 1905 gegründete ERV auf reges Interesse und viele Zuschauer, die sich am kommenden Wochenende bei den Hessischen Rudermeisterschaften vom Rudern als sportliche Kombination von Kraft, Ausdauer, Teamgeist und Dynamik faszinieren lassen.  (Maurice Morth)

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