1. Startseite
  2. Sport
  3. Regionalsport

Heute Start der Handball-Champions-League: Nikola Karabatic vor seiner 22. Königsklassen-Saison

Erstellt:

Von: Björn Mahr

Kommentare

Immer noch eine Ausnahmeerscheinung: Nikola Karabatic (Paris Saint-Germain).
Immer noch eine Ausnahmeerscheinung: Nikola Karabatic (Paris Saint-Germain). © IMAGO/PANORAMIC

Heutet startet die Handball-Champions-League. Wir haben dazu fünf Fakten zusammengetragen.

Die besten 16 europäischen Handball-Teams sind ab heute gefordert. In der Champions League geht die Gruppenphase los – die deutschen Fahnen vertreten der Meister SC Magdeburg und der Pokalsieger THW Kiel. Fünf Fakten vor dem Start der Königsklasse.

1. Nach 17 Jahren kehrt der SC Magdeburg auf die ganz große europäische Handball-Bühne zurück. Auch in jüngerer Vergangenheit feierte das Team von Trainer Bennet Wiegert beachtliche internationale Erfolge – 2021 gewann der Traditionsklub die European League und die Klub-WM. Doch in der Königsklasse war der SCM zuletzt 2005 dabei. Im Achtelfinale schied der Vertreter aus Sachsen-Anhalt gegen den FC Barcelona aus – das Tor hüteten damals Johannes Bitter und Silvio Heinevetter. Den Titel in diesem Wettbewerb sicherten sich die Magdeburger 2002 unter Trainer Alfred Gislason. Zum Auftakt tritt der SCM morgen ab 18.45 Uhr bei Dinamo Bukarest an. Weitere Gegner in der Gruppe A sind Paris, GOG Gudme (Dänemark), FC Porto, Veszprem (Ungarn), Wisla Plock (Polen) und RK Zagreb.

2. Die Kieler gehören zum Favoritenkreis. Zwar haben die Norddeutschen starke Konkurrenz, der THW besitzt aber dennoch die Qualität, sich für das Final Four am 17./18. Mai in Köln zu qualifizieren. Ebenfalls hoch gehandelt werden Titelverteidiger FC Barcelona, Telekom Veszprem aus Ungarn und Paris Saint-Germain. Die Kieler empfangen heute ab 18.45 Uhr Elverum aus Norwegen. In der Gruppe B starten mit Barcelona, Kielce (Polen) und Pick Szeged (Ungarn) noch einige Schwergewichte. Nicht zu unterschätzen sind Nantes und Aalborg. Die beiden Erstplatzierten einer Gruppe ziehen direkt ins Viertelfinale ein. Die Teams auf den Rängen drei bis sechs kämpfen in Playoff-Spielen um einen Platz in der Runde der letzten acht.

3. Ein Spieler geht bereits in seine 22. Champions-League-Saison. Es klingt unglaublich, doch der Franzose Nikola Karabatic (38) sammelte schon in der Spielzeit 2000/01 erste Erfahrungen im wichtigsten europäischen Klubwettbewerb. Da war der jüngste Spieler dieser Königsklassen-Saison, Portos erst 16-jähriger Joao Rodrigues Magalhaes, noch lange nicht geboren. Mit Montpellier gewann Karabatic 2003 den Titel, später brachte der dreimalige Welthandballer dieses Kunststück mit Kiel (2007) und Barcelona (2015) fertig. Nur mit seinem aktuellen Arbeitgeber Paris Saint-Germain waren bisher alle Anläufe vergeblich.

4. Seit langer Zeit fehlt Vardar Skopje im Teilnehmerfeld. Die Nordmazedonier, die zweimal die Champions League gewannen und davon einmal unter dem jetzigen Melsunger Coach Roberto Garcia Parrondo (2019) erfolgreich waren, hätten eigentlich einen Startplatz sicher gehabt, wurden aber von der Europäischen Handball-Föderation (EHF) nicht zugelassen. Der Grund: Der Verein hat die Spielergehälter nicht pünktlich gezahlt.

5. Die deutschen Spiele gibt es im kostenpflichtigen Livestream zu sehen. In mehr als 30 Ländern werden die Partien der Champions League ausgestrahlt. Wie schon in den vergangenen Jahren zeigt Dazn sämtliche Begegnungen der Bundesligisten. (Björn Mahr)

Auch interessant

Kommentare