Kommentar zum SV Türkgücü: Der Glanz schwindet

Es ist nicht so, als wäre der SV Türkgücü Kassel ein Fußballverein von bösen Buben. Immerhin machte sich der Nordstadtklub mit seiner Jugendarbeit und sozialem Engagement verdient.

2013 wurde Türkgücü der Integrationspreis des Deutschen Fußballbundes verliehen. Nach den Auseinandersetzungen in Weidenhausen scheint der Glanz drei Jahre später zu schwinden.

Dabei spielt es eine untergeordnete Rolle, ob das Team samt Trainer Hayri Karahan auf dem Chattenloh beleidigt und diskriminiert wurde. Aggression ist in jedem Fall die falsche Antwort auf Provokation. Zumal die Beteiligten sich und dem Klub keinen Gefallen taten. Lange Sperren schmerzen ebenso wie der Punktabzug, der Türkgücü die letzte Hoffnung im Kampf gegen den Abstieg nimmt.

In den Köpfen mancher Zuschauer bestätigen die Ereignisse altbekannte Vorurteile, mit denen türkischstämmige Kicker zu kämpfen haben. Ungeachtet dessen sollte sich jeder Sportplatzbesucher in Weidenhausen fragen, ob sein Verhalten korrekt war. Ein lockerer Spruch unter der Gürtellinie ist schnell geäußert. Egal ob unbedacht oder mit Berechnung.

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