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SG HNU siegt mit viel Moral - 5:1 trotz 80 Minuten in Unterzahl

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Ganz starke Leistung seiner Mannschaft: HNU-Kapitän Lukas Wetterau feiert am Boden liegend das zwischenzeitliche 3:1 mit Betreuern und Ersatzspielern.
Ganz starke Leistung seiner Mannschaft: HNU-Kapitän Lukas Wetterau feiert am Boden liegend das zwischenzeitliche 3:1 mit Betreuern und Ersatzspielern. © Florian Künemund

Eine bärenstarke Leistung hat die SG HNU am gestrigen Sonntag gezeigt. Trotz 80-minütiger Unterzahl stand es am Ende gegen den VfL Kassel 5:1.

Ulfen – Als Finn Wöll nach nur 13 Minuten einen Kopfball nach Ecke auf der eigenen Torlinie mit der Hand abwehrte, deswegen zurecht mit Rot vom Platz geschickt wurde und Lukas Müller den fälligen Handelfmeter zum 1:0 für den VfL Kassel verwandelte, dachten wohl nicht wenige auf dem gut gefüllten Sportplatz in Ulfen, dass es für die SG Herleshausen/Nesselröden/Ulfegrund in der Fußball-Gruppenliga die nächste Niederlage setzt.

Doch weit gefehlt: Der Aufsteiger und Tabellenletzte wurde mit zehn Spielern immer stärker und stärker, gewann am Ende überaus deutlich und hochverdient mit 5:1. Die rund 200 Zuschauer sahen eine wahnsinnige Team- und Willensleistung.

Paul Kiesewetter kratzt den Ball von der Linie

Die spiegelte sich unter anderem in Mertin Dunkelbergs Treffer zum Ausgleich in Minute 28 wieder. Er tankte sich in den Strafraum durch und hämmerte den Ball volley in den Giebel zum 1:1. Kurz darauf war dann erstmal HNU-Keeper Paul Kiesewetter, der den eigentlichen Stammtorwart Louis-Jakob Bauer bravourös vertrat, gefordert. Den Flachschuss eines durchgebrochenen Kasseler Angreifers kratzte er mit einem super Reflex noch von der Linie (35.).

Im direkten Gegenzug erzielte Marcel Weishaar das 2:1 für die Spielgemeinschaft – mit einem Abschluss aus etwa elf Metern mit seinem schwachen linken Fuß, nach welchem der Ball mit überschaubarer Geschwindigkeit am in dieser Szene sehr unglücklich aussehenden Gäste-Schlussmann Mick Margraf vorbei ins Tor kullerte. Auch dieser Treffer wurde von den HNUlern frenetisch gefeiert.

Wetterau feiert mit Ersatzspielern und Betreuern

Ebenso das 3:1 von Lukas Wetterau in Minute 40: Er startete durch, ließ mit einem Haken seinen Gegenspieler aussteigen und schlenzte den Ball von der Sechzehner-Kante gekonnt ins lange Eck. Nun brachen in Ulfen alle Dämme.

Wetterau feierte mit Ersatzspielern und Betreuern am Boden liegend neben der Seitenauslinie. Denn spätestens jetzt war klar: Das kann was werden mit Saisonsieg Nummer drei – und das trotz des denkbar unglücklichen Starts in die Begegnung.

„Wir haben uns angetrieben von Kapitän Lukas Wetterau immer mehr ins Spiel reingebissen und es dank einer starken geschlossenen Mannschaftsleistung dann auch gewonnen“, freute sich HNU-Sprecher Georg Göpfarth.

Unglaubliche Moral beim Sieg

Im zweiten Abschnitt plätscherte die Begegnung lange Zeit so ein wenig vor sich hin. Von schwachen Kasselern kam trotz der immer weiter andauernden personellen Überzahl offensiv fast gar nichts – die wenigen Halbchancen schnappte sich Keeper Kiesewetter.

So ein wenig aus dem Nichts fiel nach 70 Minuten der Treffer zum 4:1 von Marcel Weishaar. Sturmpartner Lukas Wetterau schickte ihn mit einem Pass in die Tiefe auf die Reise. Weishaar erlief sich den Ball und traf im Eins-gegen-Eins. Das 5:1 oben drauf setzte Bjarne Pankow mit einem Distanzschuss kurz vor dem Ende. HNU zeigte in dieser Partie eine unglaubliche Moral und verdiente sich diesen Dreier trotz aller Widrigkeiten redlich. (Florian Künemund)

SG Herleshausen/Nesselröden/Ulfegrund - VfL Kassel 5:1 (3:1).

HNU: Kiesewetter - Langheld, L. Braun, Hauss (Hilgenberg/62.), Pankow, Weishaar, Wetterau (Asmus/87.), Wöll, Dunkelberg (Wilutzky/80.), Stück, Hartmann. VfL: Margraf - Rosenthal, Müller, Schneider, Mogck, Melzer, Yildirim, Haase, Klapp, Trawally, Weissenfeldt.

Tore: 0:1 Müller (13./HE), 1:1 Dunkelberg (28.), 2:1 Weishaar (36.), 3:1 Wetterau (40.), 4:1 Weishaar (70.), 5:1 Pankow (86.).

Bes. Vorkommnis: Rote Karte für Finn Wöll (HNU) wegen Handspiels auf der eigenen Torlinie (13.).

Schiedsrichter: Markram Nakad (Remsfeld). Zuschauer: 200.

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