Daniel Dithmar dominiert die Tischtennis-Kreisliga Süd – Interview mit einem Talent

„Höher zu spielen, ist geil“

Er hat ein Händchen für Schläger und Ball: Daniel Dithmar ist der dominierende Spieler der Kreisliga Süd. Der 18-Jährige hat drei Jahre lang vier Klassen höher gespielt. Foto:  zpd

Reddighausen. Wer gegen Daniel Dithmar Tischtennis spielt, hat nur ein Ziel: wenigstens einen Satz zu gewinnen. Der Spitzenspieler des SV Reddighausen scheint in der Kreisliga Süd unbesiegbar. Der 18-Jährige hat vor der Rückkehr zu seinem Heimatverein drei Jahre beim TTC Ederbergland in der Verbandsliga gespielt. In dieser Saison hat er vier Klassen tiefer alle seine 32 Einzel gewonnen und dabei nur sechs Sätze verloren.

Im Interview verrät uns Daniel Dithmar, wie man ihn besiegen kann und warum höherklassig zu spielen für ihn zwar geil, aber nicht alles ist.

Daniel, weißt du noch, gegen wen du dein letztes Einzel in einem Punktspiel verloren hast?

Dithmar: Keine Ahnung. Das war aber auf jeden Fall letzte Saison mit Ederbergland in der Verbandsliga. Da müsst ihr mal im Archiv nachgucken. Meine letzten beiden Einzel in der Verbandsliga habe ich aber gewonnen, das weiß ich noch.

Ist es nicht langweilig, nie zu verlieren?

Dithmar: Deshalb wollen wir ja unbedingt wieder aufsteigen, damit sich das ändert. Das soll jetzt aber nicht überheblich klingen.

Hast du in dieser Runde mal Angst gehabt, gegen einen Gegner zu verlieren?

Dithmar: Eigentlich nicht.

Ihr seid fast schon sicher Meister, also kannst du jetzt verraten, wie man gegen dich gewinnen kann.

Dithmar: Wenn man mich zum Laufen bringt und besser angreifen kann als ich.

Du hast drei Jahre in der Verbandsliga gespielt. Was ist der Unterschied zur Kreisliga?

Dithmar: In der Verbandsliga spielen alle viel sicherer und können auch mit der Rückhand angreifen. Dort bringen die Gegner ganz einfach mehr Bälle zurück. Und das Spiel ist natürlich viel schneller als in der Kreisliga.

Wird man nicht schlechter, wenn man unterfordert in einer tieferen Klasse spielt?

Dithmar: Das Gefühl habe ich tatsächlich. Ich müsste im Training mal wieder gegen einen Besseren spielen, um das einschätzen zu können, zum Beispiel gegen meinen Kumpel Marco Specht aus Laisa, der in Richtsberg in der Hessenliga spielt.

Wie oft trainierst du denn?

Dithmar: Im Moment trainiere ich gar nicht. Ich habe drei Mal pro Woche abends Fußballtraining und drei Mal lange Schule. In der Verbandsliga habe ich am Anfang zwei Mal pro Woche trainiert.

Du hast erst mit zwölf Jahren angefangen, im Verein Tischtennis zu spielen. Mit 15 hast Du schon in der Verbandsliga gespielt. Wie bist Du so schnell so gut geworden?

Dithmar: Ich habe wahrscheinlich Talent fürs Tischtennis. Ich bin in Reddighausen durch Arno Reitz stark gefördert worden und habe so oft trainiert, wie es ging. Gerhard Bergmoser ist mit mir damals auf viele Turniere gefahren.

Reddighausen ist in der letzten Saison aus der Bezirksklasse abgestiegen. Wieso wird das mit Dir im nächsten Jahr nicht passieren?

Dithmar: Ich denke, dass alle sicherer spielen, weil ich wieder hier bin. Ich hoffe, dass ich meine Mitspieler mitziehen kann. Unsere Chance, nächstes Jahr die Klasse zu halten, schätze ich gut ein.

Wer wie du mal vier Klassen höher gespielt hat, darf den Anspruch haben, nochmal so hoch zu spielen. Wirst du den SV Reddighausen irgendwann wieder verlassen?

Dithmar: Ich mache nächstes Jahr Abi. Falls ich dann studiere, ziehe ich vielleicht weg aus Reddighausen. Das weiß ich jetzt aber noch nicht. Höher zu spielen, ist geil, aber alles drumherum, der Spaß mit den Mitspielern, ist auch wichtig. Da muss alles passen. (zpd)

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