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Hönebach ist Pokalsieger: Favorit muss beim 3:0 in Nentershausen aber einigen Widerstand brechen

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Der neue Pokalsieger: Die Gruppenliga-Fußballer des ESV Hönebach krönten sich an Ostersamstag durch einen 3:0-Erfolg in Nentershausen zum zwölften Mal zum Titelträger des Fußballkreises Hersfeld-Rotenburg.
Der neue Pokalsieger: Die Gruppenliga-Fußballer des ESV Hönebach krönten sich an Ostersamstag durch einen 3:0-Erfolg in Nentershausen zum zwölften Mal zum Titelträger des Fußballkreises Hersfeld-Rotenburg. © Alicia Kreth

Erwartungsgemäß heißt der diesjährige Fußball-Kreispokalsieger ESV Hönebach, der sich am Ostersamstag im Finale auf dem Sportplatz in Nentershausen gegen die SG Nentershausen/Weißenhasel/Solz mit 3:0 (1:0) durchsetzte.

Nentershausen – Der Gruppenligist ließ allerdings die gewohnte Souveränität vermissen, sodass sich das Ganze zu einer zähen Angelegenheit entwickelte. „Wir haben die Räume sehr eng gemacht, hatten insgesamt eine defensivere Ausrichtung und haben damit dem ESV das Leben richtig schwer gemacht“, resümierte SG-Trainer Matthias Sippel nach dem Spiel.

Aber er war auch realistisch genug und stellte fest, dass es keine zwingende Möglichkeit für sein Team gab. Als Halbchancen kann man in der Schlussphase den Kopfball von Kevin Schaffartzick, der Keeper Nils Katzmann kaum forderte, und den Freistoß von Tim Bachmann, der knapp am rechten Pfosten verbeistrich, bezeichnen.

Auf der Gegenseite produzierten die Wildecker gerade in der ersten Hälfte ungewöhnlich viele Fehlpässe und mussten trotz optischer Überlegenheit immer wieder die kämpferische Einstellung der Dreierspielgemeinschaft anerkennen. „Es ist eine undankbare Aufgabe, wenn der Gegner nur auf Kontermöglichkeiten wartet. Auf der anderen Seite war zu wenig Bewegung ohne Ball in unserem Spiel“, so ESV-Trainer Jäger, der aber nachlegte, dass man Pokalsieger werden wollte „und das haben wir geschafft“.

Nentershausen war von Beginn darauf bedacht, den eigenen Kasten so lange wie möglich sauber zu halten. „Wir haben einen Stürmer geopfert um die Defensive zu stärken, wollten einzelne Nadelstiche setzen“, erklärte Sippel. Man lauerte immer wieder auf Fehler des Gegners, doch ein Tim Bachmann gegen eine eingespielte Gruppenliga-Abwehr war einfach zu wenig.

Duell der Kapitäne: Nentershausens Marcel Mangold (links) will die Offensivbemühungen von Hönebachs Fabian Budesheim unterbinden.
Duell der Kapitäne: Nentershausens Marcel Mangold (links) will die Offensivbemühungen von Hönebachs Fabian Budesheim unterbinden. © Alicia Kreth

In der ersten halben Stunde liefen die Angriffe des ESV meistens über die linke Seite, doch Elias Nölke und Till Heinzerling standen gut und ließen kaum etwas zu. Ein Standard musste dann zur Führung herhalten. Eine Ecke von Kevin Kunze landete an Freund und Feind vorbei im langen Eck.

Nur drei Minuten später dann der nächste Rückschlag für die Heimelf. Keeper Toni Käse, der im Pokal den Vorzug vor Stammtorwart Michael Kramer erhielt, erlitt bei einer Rettungsaktion gegen Tim Schwarz eine Platzwunde am Kopf und musste ins Krankenhaus eingeliefert werden (33.). Vorausgegangen war einer der wenigen guten Pässe des ESV von Tom Lindemann in die Schnittstelle der Abwehr. Nach fünfminütiger Spielunterbrechung feierte Kramer gleich mit seiner ersten Aktion gegen Schwarz einen gelungenen Einstand.

Auch nach dem Wechsel das gleiche Bild. Der ESV bestimmte das Spielgeschehen, hatte auch zwei gute Möglichkeiten durch Lindemann, doch im Abschluss fehlte die Genauigkeit. Die größte Chance den Vorsprung auszubauen hatte Tim Emmerich, der mit einem Elfmeter an Keeper Kramer scheiterte. Heinzerling hatte Lindemann im Strafraum unfair attackiert.

Der erhoffte Auftrieb bei den Platzherren blieb aber aus. Ein erneuter Standard musste dann für den zweiten Treffer herhalten. Nach einer Ecke stand Manuel Schmidt am langen Pfosten goldrichtig und nickte die Kugel ein. Nur zwei Minuten später dann eine unglückliche Aktion von Torwart Kramer, der eine Eingabe von Marius Zilch falsch einschätzte und der Ball zappelte im Netz.

Damit war die Partie gelaufen, obwohl sich der A-Ligist nicht aufgab, weiter kämpfte, um zumindest den Ehrentreffer zu erzielen. Ein Zwei-Klassen-Unterschied war an diesem Nachmittag nicht zu erkennen. „Ich muss meiner Mannschaft ein Kompliment machen. Spielerisch haben wir nicht viel zugelassen“, zeigte sich Sippel trotz der Niederlage zufrieden. „Trotz der fehlenden Konzentration machte am Ende die individuelle Qualität den Unterschied“, so Jäger, der es nüchtern betrachtet auf den Punkt brachte: „Es war nicht das Beste was wir geboten haben, aber erfolgreich“. (Thomas Becker)

SG Nentershausen/Weißenhasel/Solz: Käse (35. Kramer) - Pascal Mangold (51. Schaffartzick), Jonas Schmauch, Marcel Mangold, Lukas Schmauch, Heinzerling, Bachmann, Nölke, Schenk, Müller (59. Berg), Muhlack.

ESV Hönebach: Nils Katzmann - Herbig (46. Krüger), Ehmer, Lindemann, Emmerich, Störl (46. Wollenhaupt), Zilch, Schwarz (71. Brandenstein), Budesheim, Kunze, Schmidt.

Tore: 0:1 Kunze (25.), 0:2 Schmidt (70.), 0:3 Kramer (72. Eigentor).

Schiedsrichter: Jannik Schwarz (TSV Raboldshausen), Z.: 500.

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