Hoffen auf Schnee in der Rhön und in Oberhof

Heimische Skiclubs setzen auf Wintersport vor der eigenen Tür

Volle Skipisten in Österreich, der Schweiz und Italien wird es auch in diesem Winter sicher geben, doch Skifahrer aus Deutschland und der Region werden wegen der aktuellen Corona-Situation nicht darunter sein. Geplante Fahrten wurden von den Verantwortlichen aus Sicherheitsgründen schon frühzeitig abgesagt.
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Volle Skipisten in Österreich, der Schweiz und Italien wird es auch in diesem Winter sicher geben, doch Skifahrer aus Deutschland und der Region werden wegen der aktuellen Corona-Situation nicht darunter sein. Geplante Fahrten wurden von den Verantwortlichen aus Sicherheitsgründen schon frühzeitig abgesagt.

Während der Wintertourismus derzeit öffentlich debattiert wird, sind die Skiclubs vor Ort längst mit den Corona-Folgen konfrontiert.

Hersfeld-Rotenburg - Die vielerorts angebotene Skigymnastik ist Opfer des aktuellen Lockdowns geworden und von den verschiedenen Fahrten, die geplant waren, finden in dieser Saison viele nicht statt. Schon vor Lolls wurden beispielsweise beim Skiclub Bad Hersfeld sämtliche Skifreizeiten abgesagt, eine Option besteht derzeit lediglich noch für die erste Osterferienwoche. „Wir können uns aktuell einfach nicht vorstellen, wie das vor Ort aussehen soll, vor allem, wenn sich jede Menge Menschen an den Liften sammeln“, erklärt Markus Schwarz, der erste Vorsitzende des Vereins. „Wie soll man da wirklich auf Abstand achten?“, fragt der Vater zweier skibegeisterter Kinder, der vor allem bei der Absage der Familienwoche in seinem Umfeld auf viel Verständnis traf.

Von verständnisvollen Mitgliedern kann auch Antje Brenzel, die zweite Vorsitzende der Ski-Gemeinschaft Kreis Rotenburg, berichten. „Die meisten waren eigentlich sehr gelassen und dankbar, dass wir nicht gleich alles gecancelt haben“, erzählt sie. Nachdem die Saisoneröffnung Ende November frühzeitig gestrichen wurde, mussten nun jedoch auch noch zwei weitere Fahrten abgesagt werden.

Brenzels Motto heißt dennoch „positiv denken!“ und so hofft sie auf ausreichend Schnee vor Ort. Da die Schülerskileistungswoche im März nicht realisiert werden konnte, wolle man alles versuchen, dem Nachwuchs nun vor Ort so viel wie möglich zu bieten. Beispielsweise ein Skitraining auf der Wasserkuppe, das bereits in den vergangenen Jahren für Kinder und Jugendliche im Angebot stand.

Genug Schnee vor Ort würde auch dem Skiclub Eiterfeld gefallen, der in Obernhausen in der Rhön wochenends einen eigenen Lift betreibt. Natürlich habe man sich ein entsprechendes Konzept überlegt, sagt der erste Vorsitzende Matthias Herbst, doch die Hürden, wirklich zu öffnen, seien derzeit noch recht hoch. „Erst einmal müssten die momentanen Einschränkungen gelockert werden“, meint er und verrät, dass auch die Familienwoche ins Pitztal Anfang Januar aufgrund der ungewissen Lage schon vor einer Weile abgesagt wurde.

Wegen zu geringer Teilnehmerzahl musste der Skiclub Oberlengsfeld erstmals sein Ski-Opening in Obertauern streichen. Das berichtet Hartmut Kuhn, der erste Vorsitzende des Vereins. Die für Anfang Januar geplante Skiwoche ins österreichische Filzmoos fällt aufgrund der jüngst verschärften Einreisebedingungen unseres Nachbarlandes ebenfalls ins Wasser fallen. Stattfinden soll dagegen das Skilanglauf-Wochenende Ende Januar in Oberhof.

Corona macht den Oberlengsfeldern schwer zu schaffen: Da man selbst häufig in Ischgl gewesen sei, hätte im Frühjahr fast schon ein Generalverdacht gegen die Mitglieder des Skiclubs geherrscht, berichtet Kuhn. Inzwischen sei dieser zwar abgeflacht, doch die Stimmung hinsichtlich der kommenden Saison sei derzeit nahezu bei null. „Skifahren ist eine Freiluftveranstaltung mit viel gesunder frischer Luft“, sagt er. „Wir hoffen einfach alle, dass dieser Spuk bald ein Ende hat!“

Von Kristina Marth

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