Olympia in Tokio

„Was Besseres gibt es nicht“: Siebenkämpferin Vanessa Grimm über ihre ersten Tage in Japan

Auf dem Foto sind zwei Frauen in Trikots zu sehen. Sie lächeln. Im Hintergrund sind noch mehr Sportlerinnen zu sehen.
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Zimmerkameradinnen: Die Siebenkämpferinnen Vanessa Grimm (rechts) und Carolin Schäfer (links, hier bei den Deutsche Mehrkampf-Meisterschaften 2020) teilen sich in Japan ein Zimmer.

Die Siebenkämpferin Vanessa Grimm aus Hofgeismar gibt ein erstes Update aus Tokio. Die 24-Jährige bereitet sich dort auf ihren Wettkampf Anfang August vor.

Hofgeismar/Miyazaki – In Miyazaki, rund 1,5 Flugstunden von Tokio entfernt, bereiten sich die deutschen Leichtathleten auf die Olympischen Wettkämpfe in Tokio vor. Unter den 90 Athleten ist auch die Hofgeismarerin Vanessa Grimm (24). HNA-Redakteur Michael Rieß sprach mit ihr über ihre ersten Eindrücke, die sie in Japan sammelte.

Frau Grimm, sind Sie schon in Olympia-Stimmung?
Ja, die Vorfreude wächst von Tag zu Tag.
Steht noch viel Training auf dem Programm?
Nein, nicht mehr so viel. Wir machen eine Einheit am Tag, also so rund zwei Stunden.
Der Avatar bei Whatsapp zeigt Sie jetzt beim Speerwurf. Ist das die neue Lieblingsdisziplin?
Nein, das wird er auch nicht werden. Aber dieses Jahr ging es hier endlich voran und der Speerwurf macht mir ein wenig mehr Spaß als früher.
Wie verbringen Sie Ihren Tag?
Morgens gehe ich gerne ans Meer. Unser Hotel liegt direkt am Strand. Baden war ich noch nicht, das ist nicht so mein Ding. Dann ist Training und Physio. Ich habe Zeit zu lesen und mich mit anderen Mannschaftskollegen zu unterhalten oder auch mal Karten zu spielen.
Mit wem teilen Sie das Zimmer?
Mit Carolin Schäfer.
Dann dreht sich alles nur um Siebenkampf?
(lacht): Nein, es gibt genügend andere Themen. Das ist auch gut so, um die Lockerheit zu behalten.
Wie ist die Verpflegung?
Sehr gut. Es ist grundsätzlich so, wie es auch in Deutschland ist. Aber jeden Tag ist auch eine japanische Spezialität im Angebot. Bei manchem bin ich eher vorsichtig. Aber grundsätzlich ist es sehr lecker und man könnte sich richtig dran gewöhnen.
Wann geht es nach Tokio?
Wir fliegen am 1. August. Dann bleiben zwei Tage Zeit zum Akklimatisieren und am 4. und 5. August ist dann Siebenkampf.
Und zwei Tage später müssen Sie zurück.
Ja, so sind die Bestimmungen. Es ist schon ein wenig schade, dass ich die Feiern am Anfang und zum Ende der Spiele nicht miterleben kann. Aber ich bin froh, dass die Spiele stattfinden. Und es ist auch Motivation, mich für die Spiele 2024 zu qualifizieren. Dann läuft es hoffentlich wieder normaler als jetzt unter Coronabedingungen.
Was ist bei den Olympischen Spielen anders als bei anderen internationalen Wettkämpfen?
Hier ist die absolute Weltklasse. Was Besseres gibt es nicht. Normal reist man einen oder zwei Tage vorher an. Hier haben wir über eine Woche Zeit, um uns einzugewöhnen. Und dann freue ich mich natürlich auf das Olympische Dorf in Tokio. Das wird sicher ein ganz besonderes Erlebnis, wenn ich vom 1. bis zum 7. August dort sein werde.
Welches Ziel haben Sie für den Wettkampf?
Zunächst will ich die Stimmung im Stadion genießen und so viel davon mitnehmen, wie ich kann. Sportlich will ich meine Bestleistung, die bei 6316 Punkten liegt, angreifen. Das könnte dann ein Platz in der vorderen Hälfte werden. Die Hitze hier dürfte dem nicht im Weg stehen. Man muss halt genügend trinken. (Michael Rieß)

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