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Nachspielzeit: Hohe Belastung, Heim-EM und ein Heimkehrer

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Sportredakteur Sascha Herrmann
Sascha Herrmann © LUDGER KONOPKA

In dieser Kolumne geht es um die Doppelspieltage, den Handball-Sparkassencup, um das Tennisturnier bei Blau-Weiß und die Europameisterschaften der Leichtathletik.

Für die Fußballer auf Kreisebene steht an diesem Wochenende der erste Doppelspieltag an. Für die Gruppenligisten ist es bereits der Zweite in der noch jungen Saison. Puh!

Ante Markesic, der sich mit der SG Eiterfeld/Leimbach als Top-Team der Gruppenliga an der Grenze zum Leistungsfußball befindet, ist mit dieser Spielplangestaltung überhaupt nicht zufrieden. Die Belastung sei zu hoch für Spieler, die freitagnachmittags von der Arbeit kämen, dann Fußball spielen müssten und keine 48 Stunden später den nächsten Wettkampf bestreiten müssten. „Die Belastung ist zu hoch, Das ist nicht gesund – schon gar nicht im Sommer“, bemängelt der Trainer. Das Bemerkenswerte: Markesic hat selbst mehr als 100 Regionalliga-Einsätze bestritten, gilt als Verfechter körperlicher Fitness und arbeitet als Physiotherapeut. Er dürfte sich also auskennen.

Sein Vorschlag: Analog zur Verbandsliga vielleicht im Rhythmus Mittwoch-Sonntag zu spielen, wenn Doppelspieltage anstehen. In den unteren Ligen, wo die Reisewege größtenteils überschaubar sind, wäre das durchaus zu überdenken.

Als guter Gastgeber überzeugte die Handballabteilung des TV Hersfeld am vergangenen Freitag beim Sparkassencup in der Geistalhalle. Mit mehr als 20 Ehrenamtlichen war man am Start, als zwei Erstligisten und zwei Zweitligisten ihre Vorrundenspiele absolvierten. Gut 250 Zuschauer, darunter viele Fans des benachbarten Zweitligisten Eisenach, sahen spannende Spiele auf hohem Niveau und sorgten trotz Sauna-Temperaturen für Festtagsstimmung. In drei Wochen beginnt für den TVH die Landesliga-Saison. Vier Wochen sind es noch bis zum ersten Heimspiel am 17. September gegen Wanfried.

Gute Gastgeber wollen auch die Tennisfreunde des TC Blau-Weiß Bad Hersfeld an diesem Wochenende sein. Anlässlich ihres 100-jährigen Vereinsjubiläums richten sie an drei Tagen ein DTB-Ranglistenturnier aus, an dem sogar einige Weltranglistenspieler teilnehmen. Dazu zählt der Hersfelder Benedikt Henning, der in diesen Tagen ein ITF-Turnier in Schweden bestritt und direkt von dort in die Heimat reiste.

Henning ist Tennisprofi, mittlerweile 25 Jahre alt und war in der vergangenen Saison für den Zweitligisten Paderborn am Ball. Schauen Sie doch mal beim TC Blau-Weiß vorbei. Und genießen bei freiem Eintritt neben Spitzentennis vielleicht einen (alkoholfreien) Cocktail bei angenehmen Temperaturen auf der Klub-Terrasse.

Angenehm waren die Temperaturen in den vergangenen Tagen weder bei uns, noch in München. Und doch hatten die deutschen Leichtathleten nach dem WM-Debakel in den USA bei der EM „dahoam“ einige heiße Eisen im Feuer. Allen voran Zehnkampf-König Niklas Kaul und 100-Meter-Königin Gina Lückenkemper. Sie brannten am Dienstagabend vor fast 50 000 Zuschauern im altehrwürdigen Olympiastadion ein echtes Feuerwerk ab. Ganz großer Sport war das. Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern, wann ich beim Leichtathletikschauen zuletzt Gänsehaut bekommen habe.

Schönes Wochenende

und bleiben Sie gesund

Von Sascha Herrmann

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