FUSSBALL-KREISOBERLIGA

Hohe Luft der klare Sieger

Zweifacher Torschütze am Ball: Pasqual Belosicky hat abgezogen, Johann Beck (links) und Dominik Orth können den Hohe Lufter Stürmer nicht bremsen.
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Zweifacher Torschütze am Ball: Pasqual Belosicky hat abgezogen, Johann Beck (links) und Dominik Orth können den Hohe Lufter Stürmer nicht bremsen.

Bad Hersfeld - 110 Prozent hatte Waldemar Hafner im Spitzenspiel der Fußball-Kreisoberliga Nord von seinem FSV Hohe Luft gegen die SG Niederaula/Kerspenhausen gefordert. Genau diese Leistung brachten die Gastgeber von Beginn an auf den Platz. Der Heimsieg mit 3:0 (2:0) bahnte sich schon früh an - der FSV war spielbestimmend, ließ Ball und Gegner laufen und Niederaula zu keiner nennenswerten Torchance kommen.

Es dauerte nicht lange, da lag der Ball das erste Mal im Netz. Nach einer Niederaulaer Ecke gewann Jan Nöding den Zweikampf und leitete den Konter ein. Zwar scheiterte Tim Hartwig noch an Marvin Freisinger, doch im Nachschuss brachte Pasqual Belosicky sein Team in Führung: 1:0 (8.). Fortan spielte nur noch der FSV. Aus einer sicheren Abwehr heraus mit einem starken Lukas Berger kombinierte die Heimelf bis in den gegnerischen Sechzehner und wurde immer wieder gefährlich. Allein zwei Treffer nach Standardsituationen wurden der Hohen Luft wegen Abseitsstellung aberkannt. Beide Male war es Berger, der per Kopf den Ball an Freisinger vorbei köpfte (15./18.). Wer dachte, Niederaula käme anschließend besser in die Partie, wurde eines Besseren belehrt. Bezeichnend für die Hohe Lufter Überlegenheit war der Treffer zum 2:0: Schnell ausgeführter FSV-Einwurf, Niederaula noch unsortiert, ja fast schon schläfrig und Belosicky muss den Ball nur noch an Freisinger vorbeischieben - 2:0 (41.). Als Niederaula nach der Pause dreifach wechselte, dachten alle an ein Aufbäumen des selbst ernannten Spitzenteams - doch was die zahlreichen Gästefans geboten bekamen, war Fußball zum Wegschauen. Die Hafner-Elf bestimmte das Spiel und hätte frühzeitig die Partie durch Belosicky entscheiden können. So wurde es noch einmal spannend: Nachdem der sichere Dominik Zimmer einen Schuss pariert hatte, gab es Elfmeter wegen Handspiels im Strafraum für die Spielgemeinschaft. Jan Ulrich trat an und rutschte wie einst Philipp Lahm im DFB-Pokal-Endspiel gegen Borussia Dortmund weg - auch so eine bezeichnende Szene an diesem gebrauchten Tag für die Gäste.

So war es dem eingewechselten Stürmer Emanuel Crawford überlassen, den Deckel draufzusetzen. Nach einem starken Solo gegen Dominik Orth und Simon Richardt war er der Sieger gegen Freisinger - 3:0 (79.) und die Partie war endgültig gelaufen. Als kurze Zeit später Ulrich eine Eins-gegen-eins-Situation gegen Zimmer neben das Tor setzte, hörte man seinen Fluch über den gesamten Sportplatz. Ganz anders hörte sich nach der Partie das Hohe Lufter Trainergespann Hafner und André Gideon an. Hafner„Ich bin einfach stolz auf meine Mannschaft. Sie haben genau das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Wir haben zurzeit das Glück auf unserer Seite und haben uns mit einer starken Partie gegen einen starken Gegner selbst belohnt.“

FSV Hohe Luft: Zimmer - Schaubert, Dick, Belosicky, Hartwig, Eirich, Piecha, Berger, Oezbek, Gerharz, Nöding (Kostadinov, Crawford, Beciri)

SG Niederaula/Kerspenhausen: Freisinger - Bernt, Schaub, Richardt, Ulrich, Pierce, Orth, Beck, Schäfer, Kohlstädt, Veapi (Yigit, Shustikov, Fälber) SR: Dückert Z: 300 Tore: 1:0, 2:0 Belosicky (8./41.), 3:0 Crawford (79.)

Verschossener Handelfmeter: Ulrich (SG N/K 73.)

Von Sebastian Krause

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