Weitere Sportler, die ausgezeichnet wurden

Hoher Orden für den Langen: Nowitzki bekommt Bundesverdienstkreuz

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Gestern im Schloss Bellevue in Berlin: Ex-Basketballer Dirk Nowitzki wurde mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. 

Sportlich hat er fast alles erreicht, was ein Basketballer schaffen kann. Gestern wurde Dirk Nowitzki im Schloss Bellevue in Berlin von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit dem Bundesverdienstkreuz für sein soziales Engagement ausgezeichnet.

Es ist die höchste Auszeichnung der Bundesrepublik. Der 41-Jährige setzt sich seit vielen Jahren in zwei Stiftungen als Unicef-Botschafter für Kinder ein. Er selbst hat Stiftungen in Deutschland und den USA gegründet. Nowitzki sagte gestern: „Meine Stiftung soll dazu beitragen, dass Kinder und Jugendliche entdecken, was in ihnen steckt, und lernen, das Beste aus ihren Möglichkeiten zu machen.“

Nicht vielen Sportlern wurde diese Ehre zuteil. Die höchste staatliche Auszeichnung für sportliche Leistungen ist das Silberne Lorbeerblatt. Wir blicken auf weitere Sportler, die das Bundesverdienstkreuz erhielten.

Heiner Brand

2007 bekam der damalige Handball-Bundestrainer Heiner Brand das Bundesverdienstkreuz vom damaligen Bundespräsidenten Horst Köhler. Köhler hatte von seinem Initiativrecht Gebrauch gemacht und Brand selbst vorgeschlagen. Der hatte die Nationalmannschaft 2007 zum WM-Titel geführt.

Steffi Graf

Die Tennis-Ikone bekam 2009 die Auszeichnung für ihr langes ehrenamtliches Engagement verliehen. Auch Graf bekam den Orden von Köhler ausgehändigt.

Joachim Löw

2010 – also vier Jahre bevor er den WM-Titel mit der Fußball-Nationalmannschaft gewann – wurde Bundestrainer Joachim Löw das Kreuz von Christian Wulff überreicht. Löw habe mit seinem Team einen neuen und leichten Patriotismus geschaffen, sagte Wulff. Bis heute wurden alle Fußball-Nationaltrainer der Männer ausgezeichnet – bis auf Erich Ribbeck.

Markus Merk

Auch ein Fußball-Schiedsrichter ist in der Liste der Würdenträger vertreten – allerdings nicht für seine besonders gute Spielleitung. Merk bekam das Bundesverdienstkreuz 2005, weil er sich seit 1991 ehrenamtlich in Indien betätigte, 1999 gründete er ein eigenes Hilfsprojekt.

Harald Schmid

Harald Schmid war einer der besten 400-Meter-Hürdenläufer der Welt. 1984 gewann er bei den Olympischen Spielen in Los Angeles Bronze. Der heute 62-Jährige bekam das Bundesverdienstkreuz 1989.

Ulli Wegner

2010 erhielt Box-Trainer Ulli Wegner die Auszeichnung. Er hatte damals Sven Ottke, Markus Beyer, Arthur Abraham, Marco Huck und Cecilia Braekhus zu WM-Titeln geführt und wurde 2010 zum siebten Mal in Folge als Trainer des Jahres ausgezeichnet. Wegner war erst der dritte Boxer nach Max Schmeling und Henry Maske, dem diese Ehre zuteil wurde.

Jens Weißflog

Jens Weißflog hat alles gewonnen – Olympia-Gold, die WM, den Gesamtweltcup und die Vierschanzentournee. Das gelang neben ihm nur vier weiteren Skispringern: Espen Bredesen, Thomas Morgenstern, Matti Nykänen und Kamil Stoch. 1996 bekam er das Bundesverdienstkreuz von Roman Herzog überreicht.

Theo Zwanziger

Der ehemalige DFB-Präsident Theo Zwanziger wurde gleich zweimal ausgezeichnet: 2005 und 2012. Weil gegen ihn wegen der Beteiligung am WM-Skandal 2006 ermittelt wird, gab er die Bundesverdienstkreuze in diesem Jahr zurück. Er sagte, er könne diese Auszeichnung nicht mehr tragen. Er habe festgestellt, dass Teile des Staates, der ihn geehrt habe, ihn auch voreingenommen und hinterlistig verfolge.

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