In der Verfolgung wird Nadine Fünfte, Karolin verbessert sich auf 17

Biathlon-EM: Horchlers fehlerfrei

Geschafft nach dem Laufen: Im Verfolgerrennen belegt Nadine Horchler bei der Europameisterschaft in Osrblie den fünften Rang. Foto/Archiv:  Imago

Osrblie/Willingen. Die deutschen Biathlon-Damen, allen voran die Horchler-Schwestern aus Ottlar, zeigen bei der Europameisterschaft klasse Schießleistungen, aber mit ihren Zeiten beim Laufen müssen sie sich der weltcup-erfahrenen Konkurrenz vor allem aus der Ukraine und Russland geschlagen geben.

Bei der Zehn-Kilometer-Verfolgung am Sonntag im slowakischen Osrblie schossen Nadine und Karolin Horchler bei 20 Schuss jeweils erneut null Fehler.

Nach dem vierten Platz am Samstag im Sprint belegte Nadine Horchler damit in der Verfolgung über zehn Kilometer im Feld der weltcup-starken Konkurrenz den hervorragenden Platz fünf. „Ich bin sehr zufrieden, vor allem mit dem Schießen“, schilderte Nadine Horchler das Rennen bei guten Bedingungen, allerdings bitterkalten zehn Grad Minus.

Die klasse Schießleistungen der Ottlarer Schwestern im Verfolgerrennen waren eigentlich ideal für eine Aufholjagd. Doch Nadine rutschte um einen Platz auf Rang fünf ab mit 35,2 Sekunden Rückstand auf die Weltcup-Biathletin Olena Pidhrushna aus der Ukraine, die das Rennen in 31:28,0 Minuten bei zwei Schießfehlern gewann.

Karolin Horchler verbesserte sich gegenüber dem Sprint vom Vortag allerdings mit erneut fehlerfreier Schießleistung um sieben Plätze auf Rang 17 (Rückstand 3:07,4 auf die Siegerin).

Carolin Hennecke aus Stormbruch kam mit drei Schießfehlern auf den elften Platz mit einem Rückstand von 2:46,1 Minuten auf die Ukrainerin an erster Position. Im Sprint am Samstag hatte Hennecke den siebten Rang belegt.

Im Verfolgungsrennen siegte die Ukrainerin Olena Pidhrushna vor ihrer Landsfrau Valj Semerenko (+ 12,4/ 3 Fehler) und der fehlerfrei schießenden Russin Anastasia Zagoruiko (+12,9). Pidhrushna war mit 45 Sekunden Vorsprung vor Nadine Horchler ins Rennen gegangen, Semerenko gerade einmal 33 Sekunden. Obwohl die Siegerin zwei Fahrkarten und damit zwei Strafrunden schoss und auch Semerenko drei Mal vorbei zielte, gelang es Nadine Horchler nicht, diese zu überflügeln. Der Rückstand blieb nahezu unverändert.

Auch Carolin Hennecke musste auf der Strecke Tribut zollen. Nach überstandener Krankheit noch nicht komplett fit, kamen bei ihr drei Schießfehler hinzu. Aus 50 Sekunden Rückstand wurden so 2:51,3 Minuten. Sie musste noch die Winterbergerin Maren Hammerschmidt an sich vorbeiziehen lassen. Hammerschmidt hatte eine halbe Minute Rückstand auf Hennecke, schoss vier Mal vorbei und war im Ziel drei Sekunden vor der Stormbrucherin. Auch Juliane Döll (+1:18,2/ 2) kam als Achte noch unter die besten zehn. (had/zhw)

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