Zierenbergs Bezirksoberliga-Handballer mit enttäuschenden Angriffsleistungen

HSC-Spieler zu eigensinnig

Zierenberg. Die Lage beim Handball-Bezirksoberligisten HSC Zierenberg wird immer bedrohlicher. Am 15. Spieltag verlor die Dettmer-Sieben gegen den TSV Heiligenrode mit 22:27 (7:14) und bleibt mit nun 4:26 Punkten Vorletzter. Schlechter ist nur der TuSpo Waldau.

Während die Abwehr erneut eine ansprechende Leistung zeigte und lediglich über Außen und Tempogegenstöße geknackt werden konnte, enttäuschte der Angriff vor allem in Halbzeit eins auf ganzer Linie.

So ließ der gesamte Rückraum jegliche Gefährlichkeit vermissen und machte es so auch den Kreis- und Außenspielern schwer sich in Szene zu setzen. Statt wie von Trainer Mirko Dettmer gefordert aus dem Rückraum zum Erfolg zu kommen, agierten die Warmetaler zu eigensinning und versuchten ständig aus Eins-gegen-Eins-Situationen oder über Kreisanspiele Tore zu erzielen. Dazu kamen wieder zahlreiche Abspielfehler, die es den Heiligenrödern einfach machten, ihren Vorsprung bis zur Halbzeit auf sieben Treffer auszubauen. Die Standpauke, die sich die Spieler in der Kabine anhören mussten, war entsprechend.

Nach der Pause agierten die Gastgeber wesentlich engagierter. Zwar fielen die Treffer immer noch in erster Linie aus Einzelaktionen, aber in einigen Szenen ließen die Gastgeber ihr Können aufblitzen. Sie konnten die zweite Halbzeit für sich entscheiden, doch den großen Rückstand aus Abschnitt eins nicht egalisieren, zumal sie in den letzten 15 Minuten nahezu durchgehend in Unterzahl spielten.

So standen, trotz einer fairen Begegnung, teilweise nur vier Feldspieler auf dem Parkett.

„Ein Spiel dauert 60 Minuten, es reicht nicht, sich eine Halbzeit lang richtig zu engagieren“, ließ Trainer Dettmer seiner Enttäuschung freien Lauf und fragte sich, warum sein Team die Trainingsleistungen nicht im Spiel umsetzen kann.

Mit der erneuten Niederlage dürften die Zierenberger jede Chance auf den Klassenerhalt verspielt haben, zumal auch die Landesligisten aus dem Bezirk Kassel-Waldeck am Tabellenende stehen und man mit bis zu vier Absteigern aus der Bezirksoberliga rechnen muss. Daher gibt es keinen Grund mehr verkrampft aufzuspielen, vielleicht zeigen die Warmetaler ja nun endlich, was sie wirklich drauf haben. (rü)

Zierenberg: Rudolph, Meyer (Tor), Barthel (4), Dettmer (1), Feyh (1), Groth (1), Kunz (5), Rüddenklau (2), Schindehütte, Rode (1), Spangenberg (3), Wunschinski (4/4).

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