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HSG D/R/S mit breiter Brust zum Endspiel: Gegen Böddiger geht es um Platz drei

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Von: Marvin Heinz

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Mit voller Kraft ins Glück: Jonas Führer (links) und die HSG Datterode/Röhrda/Sontra können den dritten Platz in der Bezirksoberliga sichern, wenn sie beim Verfolger TSG Eintracht Böddiger punkten.
Mit voller Kraft ins Glück: Jonas Führer (links) und die HSG Datterode/Röhrda/Sontra können den dritten Platz in der Bezirksoberliga sichern, wenn sie beim Verfolger TSG Eintracht Böddiger punkten. © Marvin Heinz

Es ist das Spiel der Saison für die Männer der HSG Datterode/Röhrda/Sontra - morgen geht es um alles.

Mit einem Sieg in der Handball-Bezirksoberliga der Männer am morgigen Samstag um 18:30 Uhr beim TSV Eintracht Böddiger können die Mannen von Liviu Pavel das Ticket für die Aufstiegsrunde in der Handball-Bezirksoberliga buchen. Auf Platz drei liegend reicht der HSG beim Nachholspiel ein Remis.

Fünf Gründe, warum die Ringgauer mit breiter Brust in das Auswärtsspiel gehen:

1. Das Erfolgserlebnis: Das letzte Auswärtsspiel beim TV Hersfeld II hat die HSG in einem Herzschlagfinale mit 30:29 gewonnen. Rückraumspieler Gerrit Greß erzielte 14 Sekunden vor der Schlusssirene den entscheidenden und viel umjubelten Siegtreffer.

Dabei war Trainer Pavel vor allem von der Moral seines Teams überzeugt: „Ich spürte, dass meine Mannschaft mehr kann, den Sieg unbedingt wollte und die zwei Punkte mit nach Hause nehmen wollte.“

2. Der Neuzugang: Ob auf Linksaußen, im Rückraum oder im Mittelblock. Auf den aus Schleswig-Holstein stammenden Thies Bundtzen war im Laufe der Saison immer Verlass.

Der Rechtshänder, der bis 2020 noch für die zweite Mannschaft des MTV Köln spielte, übernahm in wichtigen Spielphasen stets Verantwortung und überzeugte mit 41 Tore in fünf Spielen. Pro Partie markierte Bundtzen 8,2 Treffer. Pavel: „Er ist sportlich und menschlich eine Bereicherung für uns.“ Eine bessere Statistik hat nur Böddigers Philipp Auth. Der Halblinke erzielte in sechs Spielen 63 Tore – macht 10,5 Treffer pro Partie. Pavel: „Er ist der beste Rückraumspieler in der Liga.“

3. Die Einstellung: Trotz Rückschlägen hat die Pavel-Mannschaft nie ihr Ziel aus den Augen verloren. Auch die oftmals angespannte Personallage war keine Ausrede dafür, das Ziel Aufstiegsrunde aus den Augen zu verlieren: „Oftmals hat sich die Mannschaft von selbst aufgestellt. Nichts war planbar, ich war immer gespannt, wer dann überhaupt da war.“

Der Übungsleiter nannte im Herbst im WR-Interview sehr schonungslos die Schwachstellen seines Teams und legte in der Folge den Fokus im Training auf entsprechende Trainingsinhalte: „Wir müssen im Angriff noch zu legen. Auch in der Taktik sehe ich Potenzial sowie bei den individuellen Stärken.“

Phasenweise zeigte die HSG in der Folge ihre ganze Klasse. Nach dem Heimspiel gegen Ost-Mosheim geriet Pavel ins Schwärmen und sprach im Gespräch mit unserer Zeitung mit viel Euphorie in jeder Silbe von „bombastischen Spielsequenzen“.

4. Die Nervenstärke: Gerrit Greß entwickelte sich im Laufe der Saison zu einem festen Bestandteil des Teams und brillierte dabei vor allem als Siebenmeterschütze. Der Rechtsaußen verwandelte 14 von 16 Siebenmetern. Eine bessere Quote hat nur Thies Bundtzen, der alle zwölf Eins-gegen-Eins-Duelle gegen die gegnerischen Keeper für sich entschied. Pavel: „Wir haben drei, vier Spieler, die dieses Feeling für solche Situationen haben und die notwendige Kaltschnäuzigkeit.“

5. Der Rückhalt: Obwohl Nils Möhrke zumeist die vollen 60 Minuten zwischen den Pfosten stehen musste, ist beim Schlussmann der HSG Datterode/Röhrda/Sontra kaum ein Qualitätsverlust zu spüren gewesen.

„Er hat eine tolle Leistung über die volle Saison gezeigt und hat seinen Spaß am Spiel wiedergefunden“, so sein Trainer Liviu Pavel, der vor allem den Willen und die Einstellung seines Keepers in den höchsten Tonen lobt: „Er lebt Disziplin und Ehrgeiz. Er will unbedingt, er ist ein cooler Zocker und echtes Vorbild – gerade auch für junge Spieler.“

(Marvin Heinz)

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