„Ich gehe mit einem großen Lächeln aus dem Tag“

Heimische Siebenkämpferinnen Schäfer und Grimm überzeugen bei Olympia

Zufrieden nach den ersten vier Disziplinen: Carolin Schäfer (links) liegt nach dem ersten Tag auf Rang sieben, Vanessa Grimm ist 18.
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Zufrieden nach den ersten vier Disziplinen: Carolin Schäfer liegt nach dem ersten Tag auf Rang sieben.

Einen guten ersten Wettkampftag haben die nordhessischen Siebenkämpferinnen in Tokio hingelegt. Bei den Olympischen Spielen belegt die Bad Wildungerin Carolin Schäfer nach vier Disziplinen den siebten Platz, Vanessa Grimm aus Hofgeismar steht auf Rang 18.

Kassel - Aufgrund von Impf-Nebenwirkungen war die Vorbereitung für Schäfer holprig. Und daher bezeichnete sich die Vize-Weltmeisterin von 2017 vor dem Wettkampf selbst als eine Art Wundertüte. Dass die 29-Jährige aber rechtzeitig wieder in Form ist, bewies sie schon beim Auftakt über die 100-Meter Hürden. Sie brauchte 13,29 Sekunden – schneller war sie in den vergangenen drei Jahren nur einmal über diese Distanz. Jubelschreie und geballte Fäuste waren von Schäfer jeweils nach 1,80 Meter im Hochsprung und 13,99 Meter im Kugelstoßen – einer ihrer Wackeldisziplinen – zu hören und zu sehen.

Durch die beiden starken Leistungen schob sie sich zwischenzeitlich auf den achten Platz vor. In der letzten Disziplin des ersten Tages – dem Sprint über 200 Meter – kam sie nach 24,33 Sekunden ins Ziel. Mit 3801 Punkten liegt sie auf dem siebten Platz. Es führt die Niederländerin Anouk Vetter mit 3968 Punkten. Eine Medaille ist für Schäfer bei nur 120 Punkten Rückstand auf Rang drei noch in Reichweite.

Zumal Weltmeisterin Katarina Johnson-Thompson (Großbritannien) verletzt aufgeben musste. „Ich gehe mit einem großen Lächeln aus dem Tag“, sagte sie am ARD-Mikrofon. „Ich bin rundum zufrieden mit dem Tag. Es macht mich unglaublich happy, dass ich diese Form auf die Bahn bringen kann.“

Olympia: Grimm nach den ersten Disziplinen auf Rang 18

Bei ihrem Olympia-Debüt hinterließ auch Grimm einen guten Eindruck. Die 24-Jährige lief über die 100-Meter-Hürden 13,88 Sekunden und lag damit knapp über Saisonbestleistung von 13,62. Im Hochsprung stellte sie dann ihren persönlichen Rekord von 1,77 Meter ein und lag nach zwei Disziplinen auf Rang 21.

Vanessa Grimm liegt nach ihrem ersten Olympiatag auf Patz 18.

Das Kugelstoßen zählt zu den stärkeren Disziplinen von Grimm – und das bewies sie mit ihrem Stoß auf 14,52 Meter. Damit machte sie fünf Plätze gut, belegte zwischenzeitlich Rang 16. Bei den 200 Metern musste sie aber dem kräftezehrenden Tag Tribut zollen und blieb hinter ihren Erwartungen zurück. Nach 25,03 Sekunden kam sie ins Ziel. Dennoch überwiegt für sie das Positive am ersten Tag. „Es macht total Spaß, hier dabei zu sein“, sagte sie im ARD-Interview. Mit 3649 Punkten liegt Grimm auf Platz 18 unter 24 Starterinnen.

In der heutigen Nacht ging es mit dem Weitsprung (2.40 Uhr deutsche Zeit) weiter. Es folgen der Speerwurf (ab 5.30 Uhr) und der abschließende 800-Meter-Lauf (14.30 Uhr). (Manuel Kopp)

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