„Ich realisiere das noch nicht richtig“

ZDF-Sportstudio-Torwand: Julian Fitz vom TSV Waldkappel tritt morgen gegen Gladbachs Max Eberl an

Gehört zum Aktuellen Sportstudio seit über 50 Jahren dazu: die legendäre Torwand. Unser Foto zeigt das Modell der 1990er-Jahre, das seitdem erneuert wurde. Ihr Erfinder war Heinrich Klein, die Löcher haben einen Durchmesser von 55 Zentimetern.
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Gehört zum Aktuellen Sportstudio seit über 50 Jahren dazu: die legendäre Torwand. Unser Foto zeigt das Modell der 1990er-Jahre, das seitdem erneuert wurde. Ihr Erfinder war Heinrich Klein, die Löcher haben einen Durchmesser von 55 Zentimetern.

Eigentlich hatte Julian Fitz vom Fußball-Kreisoberligisten TSV Waldkappel das Voting, das zur Teilnahme am ZDF-Sportstudio-Torwandschießen berechtigt, verloren, doch ein Anruf änderte alles.

Waldkappel/Mainz – Eigentlich war die Sache für Julian Fitz vom TSV Waldkappel Anfang dieser Woche schon gegessen: Mit seinem wunderschönen Freistoßtreffer gegen die SG Meißner qualifizierte sich der 21-jährige Fußballer zwar für das Online-Voting, um im Falle eines Sieges im ZDF-Sportstudio an der Torwand gegen einen Prominenten antreten zu dürfen, hatte aber gegen den spektakulären Fallrückzieher von Marco Öhler vom TSV Botenheim knapp das Nachsehen. Fitz erhielt 442 Stimmen (40 Prozent), Öhler hingegen 543 Stimmen (50 Prozent).

Julian Fitz tritt gegen Gladbach-Sportdirektor Max Eberl an

Doch ein nicht mehr für möglich gehaltener Anruf aus Mainz änderte alles: Der Umfragesieger Marco Öhler könne aufgrund einer Verletzung nicht am Samstag auf dem Mainzer Lerchenberg antreten, sein Auftritt müsse später stattfinden. Ob denn Julian Fitz stattdessen bereitstünde, wollte eine ZDF-Mitarbeiterin wissen. Und natürlich sagte der 21-Jährige zu.

Tritt am Samstagabend an der Torwand an: Julian Fitz vom TSV Waldkappel.

Er darf sich morgen um 23 Uhr (Samstag, 11. Dezember, 23 Uhr, ZDF) im Beisein von ZDF-Moderator Jochen Breyer mit Max Eberl, dem Sportdirektor des kriselnden Fußball-Bundesligisten Borussia Mönchengladbach, im legendären „drei unten, drei oben!“ messen.

„Ich freue mich sehr, aber so richtig realisiere ich die Sache auch noch nicht“, antwortet Julian Fitz auf die Frage, ob er sich bewusst sei, dass er morgen Abend vor einem Millionenpublikum auftreten werde.

Julian Fitz: Habe nicht geglaubt, ernsthaft eine Chance zu haben

Der TSV-Vorsitzende Henrik Stöber habe ihn im Vorfeld des Online-Votings auf fussball.de nur darüber informiert, dass er das Tor eingereicht habe. „Ich habe das aber wirklich immer nur belächelt und nicht geglaubt, dass es ernsthaft eine Chance haben könnte“, sagt der angehende Chemielaborant aus Waldkappel, der seit seiner Kindheit für den TSV die Fußballschuhe schnürt.

Für ihn sei die Einladung nach Mainz etwas sehr Besonderes, schließlich habe er bereits als Kind das ZDF-Sportstudio geschaut. Im Vorfeld werde er in Waldkappel auch noch mal an der Torwand üben, „es soll ja schließlich auch spannend werden.“

Zwei heimische Vertreter binnen eines Jahres im Sportstudio: Sebastian Zeuch von der SG Wehretal (links) duellierte sich im Januar an der Torwand mit Fußball-Funktionär Jörg Schmadtke (hinten) – beide erzielten jeweils einen Treffer. 

Und was ist mit der Nervosität? „Bis jetzt ist noch keine vorhanden, aber das kommt sicher am Samstag“, so Fitz, dem sicherlich viele Waldkappeler, aber auch viele weitere Sportler aus dem Werra-Meißner-Kreis, die Daumen drücken dürften.

(Maurice Morth)

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